Der Blog für Deine Entwicklung

Autor: Inge Schumacher (Seite 1 von 9)

Beziehung: Veränderung ist Herausforderung

Wenn wir an uns arbeiten, verändern wir uns oft stärker als wir denken. Wer diese Veränderungen am meisten mitbekommt und damit klarkommen muss sind unsere Partner.

Anlass für diesen Artikel sind meine lieben Klienten, die immer wieder vor Herausforderungen in ihren Beziehungen stehen weil sie sich verändern.

Persönlichkeitsentwicklung hat Nebenwirkungen

Je besser wir uns kennenlernen desto bewusster gehen wir durch die Welt. Wir sind zufriedener, weil wir das loslassen was nicht zu uns passt. Wir erreichen besser unsere Ziele weil wir klarer wissen wohin wir wollen und warum.

Dass unsere Entwicklung unsere Beziehungen beeinflusst ist eine Nebenwirkung mit der wir oft nicht rechnen, obwohl das eine logische Folge ist. Wir gehen davon aus, dass die Dinge so bleiben wie sie sind, obwohl wir sehr wohl wissen, dass das einzig Konstante im Leben die Veränderung ist.

Unsere Entwicklung hat Auswirkungen in allen Lebensbereichen. Über Auswirkungen auf die Arbeitswelt habe ich hier geschrieben.

Verantwortung übernehmen

Meine Klienten sind keine Jammerlappen. Sie übernehmen Verantwortung für sich und ihr Sein. Weil sie etwas verändern wollen und alleine nicht weiter kommen arbeiten sie mit mir. Sie investieren Zeit und Energie, um sich kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln.

Freundschaften

Wenn wir uns weiter entwickeln hat das Auswirkungen auf unser soziales Umfeld. Freundschaften verändern sich oder stehen plötzlich auf dem Prüfstand.

Viele meiner Klienten machen an einem Punkt eine Inventur ihrer sozialen Kontakte . Sie merken zum Beispiel viel deutlicher welche Freundschaften sie viel Energie kosten und überdenken die, die ihnen nicht gut tun.

Ich habe bewusst Beziehungen zu den Menschen, die ich die „armen Opfer“ nenne einschlafen lassen. Das sind die, die immer den Umständen die Schuld geben, dass es ihnen nicht gut geht. Sie übernehmen keine Verantwortung für das, was in ihrem Leben passiert. Ich habe vergeblich versucht ihnen zu helfen und musste einsehen, dass sie das nur alleine können.

Togi und Inge 1992 in Yosimite

Beziehungen sind elementar

Tiefe emotionale Bindungen sind wichtige Grundlagen unseres Lebens. Der Drang enge Bindungen herzustellen ist in unseren Genen verankert. Wir brauchen auch als Erwachsene mindestens eine gute Bindung um uns wohl zu fühlen. Die Verbundenheit in einer Partnerschaft kann eine große Kraftquelle für beide Partner sein.


Unser Partner ist unsere Zuflucht. Wenn wir das Gefühl haben den Kontakt mit ihm zu verlieren, fühlen wir uns einsam und hilflos. Wir können dann Verlustängste bekommen. Das erklärt auch, warum Veränderungen in der Beziehung so starke Emotionen in uns hervorrufen.

Beziehung bedeutet Arbeit

Für mich ist eine Paar-Beziehung eine der größten Herausforderungen, die es überhaupt gibt. Ständig muss eine neue Balance gefunden werden, weil die Beteiligten oder äußere Umstände sich laufend verändern.

Mein Beispiel:

Mein Mann und ich uns in den letzten dreiunddreißig Jahren ziemlich parallel entwickelt haben: Mal ging der eine vorneweg, dann der andere. Unser Glück: Die Marschrichtung war die Gleiche. Das Schöne daran war, dass wir uns austauschen konnten. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, so dass es für uns beide leichter war uns weiterzuentwickeln. Wir konnten uns den Raum geben, den es dazu brauchte.

Trotzdem sind oft die Fetzen geflogen weil es oft schwer war eine neue Balance für unsere Beziehung zu finden. Das war und ist nicht einfach und bleibt eine ständige Herausforderung.

Problem: Wenn einer vorangeht

Paare, bei denen sich einer stark verändert haben es schwer: Da lebt man mit jemandem zusammen, den man plötzlich nicht wiedererkennt. Reaktionen und Situationen, die früher vorhersehbar waren sind es nicht mehr, weil der Partner sich – scheinbar ohne Grund – plötzlich anders verhält. Das sorgt für Verunsicherung.

Beispiel: Entwicklung lässt sich nicht zurückdrehen

Der Ehemann einer Freundin bat sie. „Kannst Du bitte mal eine Pause in Deiner Entwicklung machen? Ich komme nicht mehr mit“. Er sah, dass es ihr gut ging, aber er fühlte auch die Distanz, die zwischen ihnen entstand.

Meine Freundin erzählte mir, dass ihr in diesem Moment klar geworden ist, dass sie ihre Entwicklung nicht pausieren konnte und wollte. Sie hat ihrem Mann Zeit gegeben und ihn so gelassen wie er war. Die beiden haben sich so wieder zusammengefunden.

Beispiel: Beziehung auf dem Prüfstand

Bei zwei Klienten steht die Beziehung gerade auf der Kippe. In einer Beziehung gibt es kleine Kinder. Beide Frauen haben in den letzten Jahren viel an sich gearbeitet und sich dadurch verändert. Sie stellen fest, dass sie jetzt unzufrieden in ihren Beziehungen sind.

Interessanterweise stellen beide sich selbst die Frage: Wie konnte ich bisher mit dieser Beziehung zufrieden sein? Warum habe ich dieses oder jenes akzeptiert? War ich dumm? Nein, anders!

Sie waren andere Menschen bevor sie die Reise zu sich selbst angetreten haben. Ihre Persönlichkeit hat sich verändert. Sie haben eine andere Energie ausgestrahlt als jetzt und damit ihren Partner angezogen. Dieser Partner ist nicht plötzlich falsch. Es ist nicht seine Schuld, dass jetzt Verhaltensweisen stören, die früher in Ordnung waren. Er hat sich nicht verändert.

Meine Klienten machen ihrem Partner Vorwürfe, dass er sich nicht weiter entwickelt. Es ist schwer für sie, sich aus der Perspektive des Partners zu betrachten.

Der Partner muss unsere Veränderung nicht mitgehen. Hier braucht es viel Geduld und Akzeptanz auf beiden Seiten. Selbst wenn unsere Partner sich bemühen sich zu ändern, müssen sie die Gelegenheit haben, das auf ihre Art und Weise zu tun – so, wie es für sie passt. Das kann auch in eine ganz andere Richtung gehen als in die, die wir uns wünschen.

Vielleicht ist unsere Entwicklung dann der Anfang vom Ende der Beziehung. Ich rate meinen Klienten, nicht so schnell aufzugeben. Mir hilft in schwierigen Übergangszeiten mir bewusst zu machen, warum ich meinen Partner gewählt habe und was ich an ihm schätze. Diese Eigenschaften behält er, auch wenn ich gerade unzufrieden bin:

  • Es ist nie langweilig mit ihm
  • Sein Einsatz für die Kinder ist mir wichtig
  • Wir lachen viel miteinander

Beziehung ohne Garantie


Es gibt keine Garantie dafür, dass und wie lange eine Partnerschaft hält. Mit oder ohne Trauschein. Es war sehr befreiend für mich, das Bild vom „Es muss ewig halten“ loszulassen. Das konnte ich aber erst als ich mich mit mir selbst sicherer fühlte. Seit ich weiß: Ich werde mich nie im Stich lassen kann ich emotional besser auf eigenen Füßen stehen. Das kommt meiner Beziehung zugute.

Hilfe bei Beziehungs-Stress

Was Dich in Zeiten von Veränderung weiterbringt ist Akzeptanz und Achtsamkeit für die Gesamtsituation: Deine und die Deines Partners. Mach Dir die Dynamik klar, die Deine Entwicklung in die Beziehung bringt. Du störst das Gleichgewicht, das immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Das verursacht Verunsicherung auf beiden Seiten.

Keine Panik: Verunsicherung ist ein Symptom für Veränderung, das muss nicht gleich das Ende der Beziehung bedeuten. Es bedeutet aber ein Verabschieden von alten Gewohnheiten.
Idealerweise hältst Du in einer solchen Situation die Kommunikationskanäle offen.

  • Erzähle von Dir
  • Höre Dir die Sicht Deines Partners an
  • Versuche so offen und ehrlich wie möglich zu sein

Beziehung in kleinen Schritten


Ich versuche mir im Alltag immer wieder bewusst zu machen, was für eine Leistung unsere Beziehung eigentlich ist. Wie schön es ist, dass dieser vertraute Mensch, der mir beim Frühstück gegenüber sitzt, mein Leben schon so lange teilt. Es ist ein Erfolg, diese Zeit gemeinsam durchgestanden zu haben, durch Dick und Dünn gegangen zu sein.

Was zählt ist jeder einzelne Tag, den wir im Hier und Jetzt teilen. Jeden Tag entscheiden wir uns beide bewusst wieder dafür Teil dieser Familie zu sein. Wir wissen beide nicht was morgen ist.

Ich gleiche mit meinem Mann meine und seine Ziele für die nächste Zeit und für unser gemeinsames Leben immer wieder ab. Für mich ist es wichtig, festzuhalten wofür wir stehen und wofür unsere Beziehung steht. Damit sie weiterhin in der Lage ist uns beide und unsere Kinder zu tragen.

Du brauchst Unterstützung? Ich schenke Dir ein halbstündiges Gespräch.

Bücher

  • Halt mich fest von Susan M. Johnson: Bindung als integraler Bestandteil unseres Lebens
  • Eva-Maria Zurhorst: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
  • Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Sprache macht den Unterschied

Ich habe gerade eine Corona Infektion hinter mir. Es war nicht schlimm. Nur merkte ich danach, dass ich aus der Balance bin. Bei Kleinigkeiten rastete ich plötzlich aus: Als kein Klopapier da war ging ich an die Decke! Körperlich hatte ich keine Symptome. Die Tests waren negativ und ich leider auch!

Das zeigte sich leider in meiner Sprache

Als ich wieder einmal wie ein Rohrspatz vor mich hin schimpfte wurde mir klar wie negativ meine Sprache geworden war: wie herabsetzend und verurteilend.

Das war ein so deutlicher Unterschied zu meiner sonstigen Daseinsform, dass mir das ziemlich schnell bewusst wurde. Ich habe meine Familie gewarnt, dass ich momentan nicht ganz bei mir bin. Der Kommentar meines Mannes war: „Ach, Du hast das gemerkt?“

Obwohl ich mich oberflächlich fit fühlte brauchte ich wohl mehr Regenerationszeit. Wenn ich mich wieder aufregte, wusste ich, Du musst kürzer treten. So habe ich grummelnd mein Arbeitspensum reduziert. Das fiel mir nicht leicht. Theorie ist eben einfacher als Praxis. Hier hatte ich also eine großartige Gelegenheit zum Üben.

Wörter transportieren Energie

Dieses aus der Balance sein hat mich sensibilisiert für die Macht der Wörter. Meine Negativität hat sich deutlich in meiner Sprache ausgedrückt. Ich habe zu Hause für schlechte Laune gesorgt, wenn ich nicht aufgepasst habe.

Manchmal bewegt sich mein Mund bevor mein Gehirn eingeschaltet ist und dann kommen Sachen raus, die ich am liebsten zurücknehmen würde. Was natürlich unmöglich ist.

Ich habe also daran gearbeitet zurück in meine Balance zu kommen und achtsam mit meiner Energie und meinen Worten zu sein.

Was Sprache bewirken kann: Bei Pflanzen

Ich gebe zu: Ich rede mit meinen Pflanzen. Dass das ihnen vielleicht sogar beim Wachsen hilft zeigt folgendes Experiment:

In einem Ikea Markt wurden die Besucher aufgefordert einen Monat lang eine Pflanze zu beschimpfen und die andere mit liebevollen Worten zu überschütten. Was passiert ist kannst Du im You tube Video (in Englisch) sehen: Einer Pflanze ging es danach richtig gut, die andere vegetierte vor sich hin.

Sprache und Wasser: Die Experimente von Masaru Emoto

Zum ersten Mal davon gehört, dass Wörter Energie transportieren, habe ich durch Masaro Emoto. Er hat die Wirkung von Sprache und Musik auf Wasser untersucht.

Emoto hat Wasser gefroren und die Kristalle fotografiert. Je naturbelassener das Wasser war umso schönere Kristalle konnte er fotografieren.

Er stellte eine Flasche Wasser zwischen zwei Lautsprecher, die auf für Menschen angenehme Lautstärke eingestellt waren. Klassische Musik ergab wunderschöne Kristalle, Heavy Metall mit hasserfüllten Texten ließ die Kristalle in tausend Stücke zerspringen.

Interessanterweise reagierte das Wasser nicht nur auf gesprochene sondern auch auf geschriebene Sprache. Das Wort Danke, in verschiedenen Sprachen gezeigt ergab einen schönen Kristall. Das geschriebene Wort Dummkopf lässt den Kristall in jeder Sprache zerspringen.

Diese Ergebnisse finde ich auch deswegen interessant weil wir zu 70% aus Wasser bestehen. Was passiert also in unserem Körper, wenn wir beschimpft oder gemobbt werden? Das bedeutet doch, dass nicht nur unsere Psyche sondern auch unser Körper leidet. Wir zerbrechen dann wohl auch ein Stück.

Beispiel

Gesehen habe ich das bei meinem Sohn, der eine riesige Power hat, aber sehr sensibel ist. Am Anfang habe ich dagegen gehalten wenn er ausgerastet ist. Bis ich gemerkt habe, dass ihn das nur verletzte. Die beste Art mit ihm umzugehen war eine deutlich sanftere.

Schrift-Sprache

Wir können also als Blogger, Autoren und Social Media-Nutzende viel kaputt machen mit Worten, die wir unreflektiert heraushauen.

Sprache im Internet

Shitstorms gehören dazu, wenn man sichtbar wird, höre und lese ich immer wieder. Wirklich? Ich finde das nicht normal und mag mich auch nicht damit abfinden.

Sprache beim Bloggen

Der Vorteil beim Schreiben ist, dass ich mehr Zeit habe zu reflektieren. Ich merke, wenn ich ein Wort weglasse oder ein anderes dazu nehme, dann kann eine ganz andere Energie entstehen.

Ich kann

  • Begeisterung erzeugen beim Teilen von praxisnahem Wissen und Tipps
  • Meine Leser mit auf meine Reise nehmen
  • Spannend sein und inspirieren

Und vermeide

  • Langeweile
  • Trockene Inhalte
  • Belehrungen

Die Lehrer, an die ich mich dreißig Jahre nach dem Abitur noch erinnere, konnten das: mich als Schüler mitnehmen. Durch ihre Zugewandtheit und ihre Sprache haben sie mich abgeholt.

Sprache manipuliert

In den letzten Jahren ist mir klar geworden wie leicht uns Sprache beeinflussen kann. Die Geschicke der Welt werden auch durch die Sprache der Berichterstattung beeinflusst.

Gute Beispiele dafür sind

  • Die Kommunikation von Donald Trump
  • Krieg in der Ukraine: Auf beiden Seiten
  • Covid Berichterstattung

Die Angst machende Berichterstattung über die Corona Infektion hat mich dazu gebracht, meinen Nachrichtenkonsum zu überdenken.

Denn ich merke intuitiv, wenn etwas nicht stimmt. Mein Bullshit-o-meter springt an und dann werde ich vorsichtig, auch wenn ich nicht genau weiß, warum das so ist.

Wie vorsichtig bist Du mit dem was Du liest und hörst?

Heilende Sprache

Es gibt Sternstunden, da finden Dich genau die Worte, die Dir gut tun. Sie können Dich einhüllen wie eine warme Decke. Sie motivieren und tragen Dich durch schwere Zeiten.

Ärzte sind sich oft viel zu wenig bewusst, dass schon ihr Da- und Zugewandtsein den Heilungsprozess ihrer Patienten entscheidend beeinflusst.

Wähle Deine Worte weise

Was wir brauchen um achtsam mit Sprache umzugehen ist Bewusstsein für uns selbst und unsere Gefühle. Wie schnell es geht, in Negativität, abzurutschen habe ich gerade gemerkt. Dass sich das so deutlich an meiner Sprache zeigte hat mich überrascht.

Ich bin dem aber nicht hilflos ausgeliefert, denn ich habe die Wahl wie ich mit meinen Befindlichkeiten umgehe. Immer! Ich darf entscheiden welche Energie ich transportiere. Wenn ich aus der Balance bin kann das auch mal eine besondere Herausforderung sein.

Ich komme langsam raus meinem Tief. Das Reflektieren über meine Sprache – intern und nach außen – hat mir dabei geholfen.

Was hast Du für Erfahrungen mit Sprache gemacht?

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bücher: Masaru Emoto: Die Antwort des Wassers, Band 1 und 2 (2001)

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Zuhören leicht gemacht

Ich stelle immer wieder fest, wie schlecht unsere Fähigkeit zuzuhören ist. Warum ist das so?

Schlechtes Zuhören hat mehrere Gründe

Unsicherheit

Wenn Menschen sich nicht selbst vertrauen sind sie auch unsicher im Umgang mit anderen. Dann erwarten sie ständig Angriffe von außen. Sie meinen sich ständig schützen zu müssen. Wenn Du es mit so einem Zuhörer zu tun hast, kann viel Einfühlungsvermögen notwendig sein, um eine Botschaft wirklich rüberzubringen.

Du kämpfst dann mit vielen Auslösern, die Schutzmechanismen aktivieren. Sind diese erst einmal aktiv, gibt es keine Möglichkeit für wirkliches Zuhören oder ein echtes Gespräch mehr. Dein Gegenüber ist nur noch dabei sich zu verteidigen, obwohl es objektiv gesehen dafür gar keinen Grund gibt. Du musst das Gespräch erst wieder in ruhigeres Fahrwasser lenken und für Entspannung sorgen.

Auf Zeitreise

Eine andere Ursache kannst Du selbst sein. Wenn Du zum Beispiel gerade auf Zeitreise bist: In der Vergangenheit oder in der Zukunft, bei Deiner nächsten Aufgabe oder beim Streit mit Deinem Mann heute morgen.

Wenn Dich dann ein Arbeitskollege zu einem für ihn wichtigen Problem befragt, dann bist Du ein schlechter Zuhörer. Du bist gerade nicht präsent. Körperlich ja, aber Deine Seele ist woanders, verreist. Dadurch bekommst Du nur einen Bruchteil der Kommunikation mit. Wichtige Informationen zwischen den Zeilen kommen einfach nicht bei Dir an. Sie werden als unwichtig eingestuft und ausgefiltert. Du bist ja innerlich gerade mit viel Wichtigerem beschäftigt, das Deine ganze Energie beansprucht.

Bewusst zuhören

Wenn meine Kinder mit einem Anliegen kommen und ich schreibe gerade, bin also mit meiner Aufmerksamkeit ganz woanders, dann bitte ich darum den Satz beenden zu dürfen. Dann klappe ich den Computer zu und schaue sie an. Das ist das Zeichen, dass ich ganz bei ihnen bin.

Klare Kommunikation erleichtert Zuhören

Eine Freundin von mir hat mit ihrem Sohn ein Wort vereinbart, bei dem der jeweils andere alles stehen und liegen lässt. Wenn dieses Wort fällt, ist klar: Das ist ganz wichtig. Eine super Idee. Sie erleichtert die Kommunikation, wenn es drauf ankommt.

Zuhören in der Beziehung

Mit meinem Mann habe ich oft ein Problem mit dem Zuhören. Meist handelt es ich um Organisatorisches, das ich gern schnell zwischen Tür und Angel besprechen möchte. Er ist dann aber oft in seinem Film unterwegs und nicht aufnahmefähig.

Das führt dazu, dass ich ihm vorwerfe: Du hörst nicht zu. Außerdem frage ich öfter nach, ob er diesen oder jenen Termin drauf hat oder ob er noch weiß, dass er versprochen hat einkaufen zu gehen. Denn leider gehen durch diese Art der Kommunikation bei uns viele Dinge unter. Du siehst: Das funktioniert nicht wirklich gut und ist Anlass für jede Menge Missverständnisse.

Ich versuche mittlerweile beim gemeinsamen Frühstück, wenn ich seine Aufmerksamkeit habe, Organisatorisches zu besprechen. Dann ist die Chance höher, dass die Information ankommt und der wechselseitige Frust niedriger.

Informationen im Vorbeigehen kommen bei mir deutlich besser an als bei ihm. Vielleicht können wir Frauen das einfach besser oder das ist meiner Hochsensibilität geschuldet. Bei mir kommt definitiv mehr an als bei ihm. Und leider gehe ich immer noch davon aus, dass das bei ihm genauso ist wie bei mir. Was natürlich nicht der Fall ist.

Zuhören funktioniert am besten im Hier und Jetzt


Wenn Du übst präsenter zu sein, schaffst Du nicht nur die Voraussetzung dafür, Dein Leben so zu erschaffen wie Du das möchtest, Du steigerst auch die Qualität Deiner sozialen Interaktionen.

Präsent sein beutet hier, dass Du ganz bei Dir bist und Deine Aufmerksamkeit auf Dein Gegenüber richtest. Das kostet Energie und will geübt werden. Nicht umsonst nennt man das auch Aktives Zuhören.

Das bedeutet, dass Du nicht im Kopf schon eine Antwort formulierst beim ersten Satz, den Dein Gegenüber äußert. Denn dann bekommst Du die nächsten Sätze gar nicht mehr richtig mit. Du bist nicht mehr präsent.

Leider scheint das unsere Standardkommunikation zu sein. Wirkliches Zuhören gibt es nur bei den ersten paar Worten, dann gibt es eine Erwiderung, die oft deutlich macht, dass der andere nicht richtig zugehört hat. So reden wir aneinander vorbei und verursachen Missverständnisse.

Mich nervt das und da ich das erst einmal nur bei mir ändern kann habe ich eine Zuhör-Offensive gestartet. Das bedeutet,

  • dass ich bewusst versuche mein Gegenüber ausreden zu lassen.
  • dass ich eine Gesprächspausen aushalte, denn ich lege mir keine Antwort zurecht während mein Gegenüber spricht.
  • Ich sage auch mal Stopp, wenn ich zugetextet werde.

Was macht das aktive Zuhören?

  • Ich muss mir oft auf die Zunge beißen weil ich es so gewohnt bin sofort eine Erwiderung parat zu haben.
  • Es fühlt sich merkwürdig und ungewohnt an.
  • Ich rede selbst weniger, wenn ich aktiv zuhöre.

Wenn Du aktiv zuhörst wird Dir bewusster mit welchen Menschen Du nicht in wirklichen Kontakt gehen kannst, auch wenn Du Dich noch so bemühst. Seien sie zu beschäftigt mit sich selbst oder immer ganz woanders.

Zuhören im sozialem Kontext

Im Privaten


Ich stelle fest, dass ich privat keine Lust mehr habe mich auf einseitige Kommunikation einzulassen, bei der mein Gegenüber ständig das Gleiche abspult wie zum Beispiel seine Opferrolle rauszuholen.

So ist der Kreis von Menschen, mit denen ich in meiner Freizeit kommuniziere über die Dinge, die mir wirklich wichtig sind, beschränkt. Die tiefe Kommunikation, die ich so schätze bringt mir wirklichen Austausch.

Dabei kommt es interessanterweise nicht auf den akademischen Hintergrund meines Gegenüber an. Präsent oder nicht präsent sein, dass ist wichtig bei gegenseitig wertschätzender Kommunikation. Ein Schulabschluss sagt nichts darüber aus ob ein Mensch so präsent ist, dass mit ihm ein wertvoller Austausch auf Augenhöhe möglich ist oder nicht .

Als Führungskraft

Im beruflichen Kontext habe ich eine andere Intention für mein Zuhören als privat. Ich möchte meine Kollegen verstehen, ihre Hintergründe mitbekommen und sie unterstützen. Mir ist ein möglichst reibungsloser organisatorischer Ablauf wichtig. Hier erwarte ich keinen tiefen Austausch. Auch wenn ich sehr präsent bin weil mich wirklich interessiert, was beim Anderen los ist.

Wenn dieser Austausch doch passiert, ist das wunderbar.

In der Praxis

Bei meiner Energiearbeit ist das Zuhören mit allen Sinnen für mich die Voraussetzung für das Schaffen eines sicheren Umfelds. Meine Klienten nehmen mich mit in ihre Realität. Ich stehe dann also in ihren Schuhen und bekomme ihre Emotionen mit. Dazu brauchen wir gegenseitiges Vertrauen. Das bauen wir durch das gemeinsame Gespräch auf. Bei manchen Klienten geht das schnell, bei anderen dauert es länger. Aber dann kann ganz viel passieren.

Letztens bekam ich die Rückmeldung von einem Klienten, den ich schon länger begleite. „Wir scheinen uns nur zu unterhalten. Ich kann aber fühlen, dass unterschwellig ganz viel passiert.“ Seither habe ich besonders darauf geachtet: Es ist wirklich wie bei einem Eisberg. Das Gespräch ist dabei nur der Teil, der aus dem Wasser herausragt. Die energetische Arbeit und der Austausch gehen jedoch deutlich tiefer. So tief, dass es mir schwerfällt das in Worte zu fassen.

Lesen kann auch zuhören sein

Ein befreundeter Autor, dessen Buch ich rezensiert habe, und der von mir detailliertes Feedback bekommen hat, meinte, ich würde sein Buch so lesen wie ich zuhöre: Mit allen Sinnen und auf allen Ebenen. Das fand ich ein spannendes Bild. Und er hatte recht, ich war sehr präsent und aufmerksam beim Lesen seines Buches.

Gerade digitales Lesen passiert oft nebenher. Vielleicht lese ich deswegen immer noch so gerne Bücher aus Papier.

Aktives Zuhören

Du kannst bestimmen wie Du zuhören möchtest. Zuhören während Du auf Zeitreise bist ist ein Freibrief für Missverständnisse und Enttäuschungen. Nutze eine Technik zum Präsent werden bevor Du in wichtigen sozialen Austausch gehst. Ein bewusster Atemzug reicht schon aus und Du bist voll da. So kannst Du viel mehr mitbekommen und Dein Gegenüber wird Dir vielleicht auch dankbar dafür sein.

Zuhören als soziales Projekt

Du liebst es zuzuhören? Wie wichtig eine Zuhör-Kultur ist zeigen einige aktuell freiwillige Projekte.

Hier kannst Du Dich engagieren:

Kennst Du noch mehr Projekte, die sich dem Zuhören gewidmet haben?

Ich höre Dir gerne zu. Verabrede ein kostenloses halbstündiges Gespräch mit mir.

Bilder: Pixabay

© Inge Schumacher

Impulse bringen Dich zum Ziel

Impulse finden sich in fast jedem meiner Klientengespräche. Auch in meinen Blogartikeln kommen sie immer wieder vor. Warum ist das so?

Sie gehören für mich zum Grundhandwerkszeug jeder Persönlichkeitsentwicklung. Sie geben mir Orientierung, wenn ich mal wieder auf neuen Wegen unterwegs bin.

Ich arbeite in einem Beruf, von dem ich vor zwanzig Jahren nicht geglaubt hätte, dass es ihn gibt. Und ich entwickele mich immer weiter. Wie bin ich dahin gekommen ohne diesen Beruf zu kennen? Durch Zufall?

Glückliche Zufälle?

Wenn wir etwas finden, das uns weiter hilft ohne danach gesucht zu haben bezeichnen wir das oft als ein glücklicher Zufall. Ist das wirklich reiner Zufall?

Ich habe beobachtet, dass diesem Zufall meist eine Reihe von Impulsen vorausgeht. Das sind die kleine Hinweise, denen wir folgen bis wir das finden, von dem wir nicht gewusst haben , das wir es brauchen oder wie wir es bekommen.

Nach Island (Beitragsbild) bin ich gekommen, weil immer wieder Hinweise auf dieses Land kamen – in allen möglichen Zusammenhängen. So lange, bis ich endlich hingefahren bin.

Ich achte auf meine Impulse

Um auf meinem Weg, von dem ich nicht weiß wo genau er mich hinführt, weiterzukommen brauche ich diese Hinweise. So gebe ich mir selbst ständig Rückmeldungen und zeige mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.  

Wie fühlen sich diese Impulse an?

Impulse sind in der Regel ganz zart. Sie machen nicht lautstark auf sich aufmerksam. Es fühlt sich eher so an wie eine schwaches Anklopfen.

 Wenn ich wichtige Impulse jedoch ignoriere, dann werden sie lauter. Ab und zu machen sie sogar richtig Krach. So lange bis ich mich mit ihnen auseinandersetze.

Was ist ein Impuls?

Ich arbeite gerne mit Bildern. Deswegen ist ein Impuls für mich nicht nur ein Gedanke, der kurz in meinem Kopf auftaucht, er kann auch ein Bild sein. Zum Beispiel von einer Tasse Kaffee. Dann evaluiere ich ob mir jetzt eine Tasse gut tut oder ob die Tasse eher ein Symbol für eine notwendige Pause ist.

Impulse bewusst nutzen

Ich folge meinen Impulsen in der Regel nicht blind. Wozu haben wir denn noch viele andere Möglichkeiten, um zusätzliche Informationen zu erhalten?

Zuerst muss ich einen Impuls bewusst wahrnehmen. Dann nehme ich mein Gehirn, meine Intuition und meine Erfahrung mit dazu. Und dann erst treffe ich eine bewusste Entscheidung. Das dauert manchmal nur eine Sekunde und manchmal deutlich länger.

Impulse ignorieren

Ich ziehe mir auch mal die Decke über den Kopf und drücke den Pausenknopf. Das ist Regeneration für mich. Impulse sind dann Nebensache.

So ein In-mich-gehen brauche ich immer wieder. Das zu mir kommen und mich bewusst spüren erdet. Das bringt mich in Kontakt mit mir selbst.

Ich verpasse dann nichts. Die wichtigen Impulse werden wiederkommen. Ich lerne auch hier freundlicher mit mir umzugehen.

Woher kommen Deine Impulse?

Du erschaffst und bewegst mit Deinem Handeln jeden Tag Materie. Dazu musst Du präsent sein. Denn Du erschaffst Deine Realität immer wieder neu; nicht gestern, nicht morgen sondern jetzt.

Du sendest im Jetzt ständig Energie aus. Deswegen ist es so wichtig sich bewusst zu sein, welche Energien Du in die Welt trägst. Deine Energie ist ein Magnet für ähnliche Energien. Wenn in Deinem Umfeld eine passende Energie auftaucht, gibst Du Dir einen kleinen Hinweis, einen Impuls: Schau mal hin, das könnte hilfreich sein.

Beispiel: Folgen von Impulsen

Da ich dabei bin ein Sachbuch zu schreiben, schaue ich mich im Buch-Business um. Ich lerne was nötig ist um, erstens ein Buch zu schreiben und zweitens es an die Leser zu bringen.

Als Autor habe ich heute viele Möglichkeiten. Durch das florierende Self-Publishing sind wir zum Beispiel nicht mehr von der Gnade der Verlage abhängig. Dadurch gibt es eine Vielzahl von Dingen zu lernen und zu beachten.

Leserunden sind ein Weg für Autoren um Rezensionen zu generieren: Webseiten wie Lovelybooks, Goodreads oder Was liest Du? bieten sie an. Autoren verteilen dort ihre Bücher an Leser, die sich darum bewerben. Gemeinsam wird das Buch gelesen und sich darüber ausgetauscht. Am Ende bekommen die Autoren Rezensionen.

Um zu erleben wie so etwas abläuft habe ich mich bei diversen Leserunden beworben. So lernte ich Peter Berg und sein Buch Sound and Me kennen. Ich merkte, dass dies ein besonderes Buch ist. Es geht um den Tinnitus des Protagonisten PiTTo, den er mit Hilfe einer App bekämpft; ein multimediales Buch, das mich zum Nachdenken bringt, was ich sehr schätze.

Impuls-Beispiel: Leserunde mit Peter Berg zu Sound And Me, Coverfoto

Mittlerweile entwickelte sich eine rege E-Mail Korrespondenz zwischen Peter Berg und mir. Und siehe da, der Autor war mindestens so spannend wie sein Buch.

Der Impuls an einer Leserunde teilzunehmen und auf dieses Buch zu klicken, haben dazu geführt dass ich Kontakt zu Peter bekam. Alleine dafür hat es sich gelohnt diesem Impuls zu folgen.

Impulse bringen Überraschungen

Ich liebe diese Überraschungen und das Unvorhersehbare, das sich aus meinen Impulsen ergibt. Stück für Stück vertraue ich ihnen, dass sie mich auch wirklich dahin bringen wo ich hin will.

Das bedeutet für mich Kontrolle loszulassen und meiner Energie zu vertrauen den richtigen Weg zu finden.

Worauf ich im Hier und Jetzt achten muss ist dabei meine Energie. Du kannst das auch Intention nennen. Ich beobachte also, was in meinem Leben passiert. Läuft alles rund oder stolpere ich vor mich hin? So sehe ich, ob ich meine Energie neu justieren muss oder ob ich noch im Flow bin.

Mit der richtigen Energie generiere ich die passenden Impulse, die mich auf meinem Weg weiter bringen. So werde ich auch weiterhin eine für mich passende zufriedenstellende Zukunft erschaffen.

Um meine Impulse optimal zu nutzen, brauche ich aber Übung, sehr viel Übung! Ich „überhöre“ Impulse oft auch deswegen, weil der Alltag zu laut ist und sie so leicht überdeckt. Es gelingt mir aber immer besser sie in meine Leben zu integrieren.

Berichte mir doch bitte von Deinem Umgang mit den kleinen Impulsen. Wo haben sie Dich hingebracht, wo Du sonst nie hingekommen wärst?

Du brauchst Unterstützung? Verabrede ein kostenloses halbstündiges Gespräch mit mir.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Orientierung: Wohin geht´s?

Viele meiner Klienten brauchen gerade Orientierung.

  • Sie wissen nicht ob sie auf dem richtigen Weg sind
  • Sie zweifeln an ihrem Bauchgefühl
  • Sie kennen sich nicht mehr aus
  • Sie sind im Nebel

Diese Menschen sind mutig losgegangen um etwas zu verändern in ihrem Leben. Sie lernen sich besser kennenlernen und verwirklichen sich selbst.

Ihnen ist gemeinsam, dass sie in letzter Zeit große Fortschritte gemacht haben. Das kann ich sehen. Sie sind viel bewusster im Alltag. Sie trauen sich auch dahin zu schauen wo es weh tut. Alles läuft prima, könnte man meinen.

Woran orientieren?

Ein Verbotsschild auf dem eine Entenfamilie abgebildet ist.

Jetzt stehen sie mitten auf ihrem Weg, schauen in den Nebel um sich herum und fragen sich. Bin ich hier richtig? Was kommt jetzt? Was soll ich jetzt tun?

Etliche meiner Klienten sind gerade dabei völlig neue Arbeitsfelder zu erfinden. Das ist sehr spannend aber eben auch mit viel Unsicherheit behaftet. Ihr Umfeld kann sie wenig unterstützen, weil es selbst in der Luft hängt und Angst hat.

Meine Klienten kommen zu mir um eine unabhängige Meinung zu hören und Bilanz zu ziehen. Ich bestärke sie. Sie machen alles richtig. Sie sind nicht alleine mit ihrem Gefühl der Orientierungslosigkeit. Uns allen fällt es gerade schwer ins Unbekannte zu gehen.

Die Unsicherheit wird immer größer

Wir sind in einer Pandemie und haben auch noch einen Krieg in Europa. Wenn irgendwo auf der Erde Menschen leiden, dann bekommen wir das mit. Je nachdem wie sensibel wir sind kommen Angst und Leid bei uns an und wollen verarbeitet werden. Das belastet uns alle, wenn auch unterschwellig.

Diese aufwühlende Energie um uns herum ist mehr als ein Hintergrundrauschen. Wir sind wirklich be-troffen. Sich dessen bewusst zu sein hilft.

Denn diese Energie müssen wir zusätzlich zu unserer eigenen Unsicherheit ständig ausbalancieren. Das ist anstrengend.

Wir alle betreten gerade Neuland. Wir können nicht auf Erfahrungen zurückgreifen, die uns Sicherheit geben könnten. Das geht nicht nur uns so. Unsere Bundesregierung stochert gerade genauso im Nebel.

Sensibilität als besondere Herausforderung

Viele meiner Klienten sind hochsensibel. Das heißt sie gehören zu den zwanzig Prozent der Menschheit, die mehr mitbekommen. Hochsensibilität zeigt sich in unseren fünf Sinnen und darüber hinaus zum Beispiel durch Empathie.

Gerade die Empathen und die Menschen, die stark mit der Erde verwurzelt sind haben es momentan schwer in Balance zu bleiben.

Wir alle fühlen uns angesichts der aktuellen Herausforderungen oft klein und machtlos. Was können wir schon ausrichten? fragen wir uns. Mehr als wir denken!

Du bist der Unterschied

Mit meiner Energiebrille sehe ich das, was jeder Einzelne für unsere Erde tut. Je mehr wir uns und andere akzeptieren umso friedlicher sind wir dadurch mit uns und umso mehr Ruhe und Stabilität senden wir aus. Und das kommt an. Da wir das kaum wahrnehmen ist das schwierig zu verstehen.

Jeder Einzelne rettet die Welt

Jeder Einzelne, der sein Potential entfaltet ist ein Gewinn für die Menschheit. Meine Art die Welt zu retten ist, den Einzelnen dabei zu unterstützen sicherer zu werden und Vertrauen in seinen eigenen Weg zu behalten.

Es erfüllt mich mit Hoffnung zu sehen wie viele Menschen sich für das große Ganze einsetzen. Sie wollen etwas beitragen und fragen mich, ob es sinnvoll ist was sie tun. Das ist es! Ich versuche, ihnen das zu zeigen. Ohne Rückmeldung ist es schwer sicher zu sein.

Wie Du erkennst, dass Du auf dem richtigen Weg bist

Eine Freundin, die zu Besuch in Hamburg war, staunte wie glatt ihre Reise und die damit verbundenen Vorbereitungen abgelaufen sind. Ich sagte: Das bedeutet, Du machst gerade alles richtig. Hä? kam Unverständnis zurück.

Wenn Dir ein Projekt leicht von der Hand geht und glatt läuft, dann bist Du im Flow. Dann passt alles.

Wenn meine Freundin den Zug verpasst, dieser eine Panne gehabt, das Hotel unterirdisch und sie auch noch krank geworden wäre, dann liefe etwas schief.

Wenn es hakt, evaluiere woran das liegen könnte. Wenn es gut läuft, bleib bei dem was Du tust.

Die wichtige Frage für viele Pioniere, die ich begleiten darf ist:

Wie erreiche ich ein Ziel, das ich noch nicht kenne?

Blanko Schilder zeigen in verschiedene Richtungen

Ich behaupte, wir müssen nicht wissen, was genau unser Ziel ist. Wir brauchen nur die richtige Ausrichtung. Dann strahlen wir die Energie aus, die uns dahin bringt wo wir hin wollen.

Wir erreichen ein unbekanntes Ziel mit Hilfe vieler kleiner Schritte. Ganz unspektakulär. Wie das geht? Mit Impulsen.

Impulse, das sind die kleinen Hinweise, die wir uns ständig selbst geben

Wir alle kennen den Impuls einen Menschen anzurufen, den wir lange nicht gesprochen haben. Dann stellen wir fest, dass dieser gerade an uns gedacht hat.

Jeden Tag werden wir mit zigtausend Wahrnehmungen und Sinneseindrücken bombardiert. Damit wir nicht untergehen gibt uns unser Gehirn nur das weiter, was wir priorisiert haben.

Es braucht Übung, die kleinen Impulse aus der Masse an Informationen herauszufiltern, aber es lohnt sich. Meine Impulse sind meine Wegweiser. Immer, wenn ich nicht weiter weiß achte ich besonders auf sie.

Ich muss aber nicht passiv darauf warten, dass ein Impuls vorbeischaut. Mit gezielten Fragen kann ich Impulse erzeugen. Eine der wichtigsten, die ich täglich nutze ist:

Was tut mir jetzt gut?

Eine Tasse Kaffee trinken oder vielleicht mit einer Freundin sprechen? Die Antwort setze ich um.

Wenn du also nicht weißt wie es weitergeht oder was Du in einer verfahrenen Situation tun sollst: Nutze diese kleinen Impulse und frage Dich was Du jetzt brauchst. Diese Impulse helfen Dir raus aus dem Stillstand und in Bewegung zu kommen – in eine Bewegung, die Dich dahin bringt wo Du hin willst.

Sind wir wirklich orientierungslos?

Im Gegenteil. Auch wenn es sich immer wieder so anfühlt als hätten wir den Weg verloren. Bei meinen Klienten darf ich das immer wieder erleben. Sie sind vorwärts orientiert. Sie sind sich bewusst, dass sie auf ausgetretenen Wegen nicht dahin kommen würden wo sie hin wollen.

Je mehr wir in Unsicherheit leben umso mehr Orientierung müssen wir uns selbst geben.

Wenn Du Orientierung brauchst, ruf mich an und wir sprechen unverbindlich darüber.

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Energiearbeit mit Klienten statt Patienten

Ich werde öfter gefragt warum ich die Menschen, mit denen ich arbeite Klienten nenne. Ich bin Heilpraktikerin und da hat man doch Patienten.

Ein guter Anlass meine Sicht auf meine Lieblingsmenschen zu Papier zu bringen. Für mich gibt es wichtige Unterschiede zwischen den beiden Begriffen Patient und Klient.

Der Duden definiert Patient so

„Patienten sind von einem Arzt, einer Ärztin oder von Angehörigen anderer Heilberufe behandelte oder betreute männliche Person (aus der Sicht der Person, die sie [ärztlich] behandelt oder betreut oder dessen, der diese Perspektive einnimmt)“

Das Adjektiv „patient“ im Englischen bedeutet duldsam, geduldig. Das Passive an diesem Wort gefällt mir gar nicht

Zu Klient steht im Duden

Ein Klient ist eine „Person, die [gegen Bezahlung] Rat, Hilfe bei jemandem sucht, die jemanden beauftragt, ihre Interessen wahrzunehmen“.

Das Aktive an Klient gefällt mir viel besser.

Patienten werden behandelt

Sie haben damit eine eher passive Rolle. Traditionell übergeben wir als Patient einen Teil unserer Verantwortung an einen Heilkundigen. Wir sind oft bereit, auch gegen unsere Intuition, das zu glauben was uns diese Experten sagen.

Mir ging das auch lange so. Bis ich beschlossen habe meine Verantwortung nicht mehr abzugeben, auch wenn ich keine Ahnung von der Materie habe.

Mein Beispiel

Mit meinem Zahnarzt engagiere ich einen Experten, der mich in meiner Zahngesundheit unterstützt. Ich frage jetzt öfter nach und diskutiere mehr. Wir einigen uns dann auf eine Lösung, die gut für mich passt. Wir kooperieren. Das gefällt mir viel besser.

Meine Klienten übernehmen Verantwortung

Das ist genau das, was meine Kunden tun: Verantwortung übernehmen. Sie ergreifen die Initiative und suchen aktiv Lösungen für ihre Probleme. Sie übernehmen die Verantwortung für sich und ihr Leben. Sie kommen zu mir weil sie bereit sind neue Wege zu gehen auf die sie ohne unsere gemeinsame Arbeit vielleicht nicht gekommen wären.

Wie Klienten zu mir kommen

Oft werde ich empfohlen. Immer mehr Klienten finden mich über meine Webseite, meinen Blog und auf Social Media. Ich zeige dort meine Persönlichkeit. So können sie feststellen ob die Chemie stimmt bevor sie den direkten Kontakt suchen.

Mit meiner Energiearbeit unterstütze ich meine Klienten oft da wo es wehtut, beim Eingemachten.

Menschen, die eine schnelle einfache Lösung suchen kommen erst gar nicht zu mir. Dafür ist meine Energiearbeit zu ungewöhnlich. Dass empfinde ich als großes Glück. Meine Klienten eine grundsätzliche Bereitschaft für Veränderung. Das ist eine super Basis für die gemeinsame Arbeit.

Bei der Erwartung, dass die ganze Arbeit von mir geleistet wird, brauche ich erst gar nicht anfangen. Das gemeinsam Erreichte verpufft dann schnell, weil alles andere so bleibt wie bisher.

Wenn Du immer dasselbe tust wirst Du auch immer das Gleiche erschaffen. Das wäre eine Verschwendung von Zeit und Energie auf beiden Seiten. Obwohl es in der Regel reicht, eine Kleinigkeit zu verändern. Es muss nicht sofort der große Wurf sein. Mit der Zeit lernst Du dem Prozess zu vertrauen.

Beispiel Pragmatismus

Wenn ich eine Kopfschmerztablette nehme bin ich mir klar darüber, dass ich einem Glaubenssatz folge. Der heißt, die Schmerzen gehen schnell weg und ich fühle mich besser. Da bin ich pragmatisch. Das hindert mich nicht daran andere Wege zu testen um meine Schmerzen loszuwerden. Wenn es mir zu doof ist nehme ich eben eine Tablette, fertig. Wer heilt hat Recht. Den Weg unserer Heilung bestimmen wir selbst.

Das bedeutet nicht, dass das was bei mir wirkt auch für Dich passt. Die Verantwortung für die Heilung bleibt immer bei Dir. Du triffst die Entscheidungen.

Meine Klienten wissen, dass sie sich selbst heilen

Sie bekommen von mir dabei kräftigen Rückenwind. Ich unterstütze sie gerne energetisch und mit Rat und Tat, auch über längere Zeit hinweg. Aber das Tun kann ich ihnen nicht abnehmen. Sie erschaffen sich durch unsere gemeinsame Arbeit Möglichkeiten anders zu handeln. Dieses Handeln kann ihnen niemand abnehmen.

Ich vereinbare deswegen selten Folgetermine. Meine Klienten wissen selbst am besten, wann sie mich wieder brauchen.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich Feedback von meinen Klienten bekomme, die mit Selbstvertrauen Veränderungen angehen.

Was meine Klienten nicht realisieren

Vielen meiner Klienten ist gar nicht bewusst wie weit sie schon sind und was sie alles richtig machen. Was sie brauchen um voran zu kommen sind oft Informationen: Über sich und das was sie schon alles geleistet haben genauso wie über ihre Möglichkeiten.

Bei mir passiert keine Magie oder Hexerei – schade eigentlich. Ich nutze einfach eine andere Art an Informationen zu kommen und so die Basis für nachhaltige Veränderung zu legen.

Das bedeutet konkret, dass wir uns gemeinsam ein Anliegen in 4D anschauen. Das zusätzliche D ist mein Talent, herauszufinden welche energetischen Gegebenheiten mein Gegenüber mitbringt. Gemeinsam leiten wir daraus Möglichkeiten und Wege ab wie das Problem meines Klienten gelöst werden kann.

Bist Du bereit für Veränderung?

Es ist gerade eine gute Zeit für Veränderung. Das Althergebrachte stellen wir immer mehr auf den Prüfstand. Scheinbare fest stehende Strukturen verändern sich gerade schneller als wir gucken können. Da bietet es sich an, auf den Zug aufzuspringen und die allgemeine Leichtigkeit für Veränderung auszunutzen.

Nicht umsonst sind wir gerade viel schneller unzufrieden mit unseren Lebensumständen. Wir sind nicht mehr bereit uns passend zu machen für einen Job oder eine Beziehung. Wir wissen, dass wir das Recht haben ein uns entsprechendes Leben zu erschaffen.

Für viele Probleme vor denen wir gerade stehen gibt es keine Erfahrungswerte und damit auch zu wenige Vorbilder. Uns bleibt nichts anderes übrig als unser eigenes Vorbild zu werden. Ich liebe es trotzdem mich von anderen inspirieren lassen. Wir können von jedem lernen, wenn wir offen dafür sind.

Fazit

Meine Klienten sind aktiv, übernehmen die Verantwortung für ihr Sein und sind offen für Veränderung. Deswegen habe ich die bewusste Entscheidung getroffen, sie Klienten und nicht Patienten zu nennen.

Bist Du eher der Typ Klient oder Patient?

Überlegst Du mit mir zu arbeiten? Ich schenke Dir eine kostenlose halbe Stunde.

Fotos: Privat

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Positiv denken ist zu einfach

Ich rege mich auf, wenn ich schon wieder höre und lese: „Bloß keine negativen Gedanken oder Gefühle zulassen! Das ist schädlich.“ Dieser Artikel ist ein Plädoyer dafür auch das Negative wahrzunehmen.

Jemand erzählte mir von einem Unfall mit einem Lächeln und dem Ausspruch alles wäre gut. Instinktiv  dachte ich: Da stimmt etwas nicht: Das war doch schlimm! Warum dieses Lächeln und die, wie ich empfand, krampfhaft positive Darstellung?

Unsere Realität ist keine Utopie

Wir leben in einer Welt, in der Unfälle passieren und Menschen dabei zu Schaden kommen. Täglich sehen wir Bilder von Krankheit, Leid und Krieg. Das gehört leider zu unserem Leben dazu. Das sollten wir nicht unter den Teppich kehren.

Ich fühle mich als positiver Mensch und habe auch schlechte Tage. Dann geht es mir nicht gut. Das muss ich nicht schönreden. Ich habe gelernt dazu zu stehen und schimpfe auch mal wie ein Rohrspatz, wenn ich sauer bin. Das ist normal, oder?

Wir erleben Positives wie Negatives

Was ich selbst übe und auch meinen Klienten nahe bringe ist genaues Hinschauen statt blinden positiven Denkens. Alles mit einem: Alles ist gut abzutun ist genau das: Abtun und nicht hinsehen. Sich der Realität nicht stellen. Damit machen wir uns etwas vor.

Wir etablieren dadurch einen Automatismus des Wegschauens, des sich nicht Auseinandersetzens. Das bewusst durch den Alltag gehen und Informationen über sich sammeln fällt hinten runter.

Wir verstecken die Dinge, die uns wehtun dann unter einem positiven Anstrich. Das war das, was mir bei dem Gespräch über den Unfall nicht gefallen hat. Es war nicht authentisch.

Auch das Negative will gesehen werden

Ich versuche realistisch zu sein. Wenn etwas schief geht, dann merke ich: Da gibt es eine Baustelle. Dann erst kann ich etwas daran ändern. Wenn ich die Baustelle hinter einem positiven Anstrich verstecke, dann falle ich immer wieder darüber und es ändert sich nichts. Einseitiges positives Denken würde einen wichtigen Teil meiner Realität verdecken.

Wenn mir etwas weh tut, das Auto nicht anspringt oder der Schlüssel mal wieder verschwunden ist, dann darf ich mich ärgern. Das negative Gefühl darf von mir gefühlt werden. Es ist ein Signal. Ich muss aber nicht unbedingt darauf reagieren.

Das Unterdrücken von negativen Gefühlen ist keine gute Idee. Ich füttere so meine unterirdischen Gefühlsdepots und erschaffe später eine Explosion: Irgendwann kommt alles in einem großen Schwall wieder raus.

Das habe ich auf die harte Tour gelernt. Früher habe ich meine vermeintlich schlechten Gefühle weggeschlossen. Dann spürte ich sie nicht mehr. Das war aber nur eine vorübergehende Lösung. Denn die Gefühle waren trotzdem da und beeinflussten mein Leben. Das merkte ich aber erst, wenn es zu spät war. Irgendwann kam es zur Explosion.

Dann gab es Kollateralschäden und die Leute, die das Pech hatten dann um mich herum zu sein, bekamen dann die geballte Gefühlsladung ab. Dabei waren sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Früher verstand ich solche Ausbrüche nicht. Woher kamen die? Ich erkannte irgendwann: Die Ursache stand in keiner Relation zum Anlass der Ausbruchs. Das war nur der Tropfen, der das Überlaufen verursacht hat. Die Ursache versteckte sich woanders.

Da hinschauen wo es wehtut

Alle, die – wie ich – auf dem Weg sind bewusster durch den Alltag zu gehen wissen, dass es uns nicht weiterbringt Negatives auszublenden. Wenn ein Thema dran ist, fällt es mir so lange vor die Füße bis ich es mir endlich anschaue.

Beispiel

Eine Klientin, die ich ein Jahr lang während ihrer Krebserkrankung begleitet habe, hat Großes geleistet. Sie ist gesund – gegen jede Statistik. Erst die Arbeit an ihren Traumata und Verletzungen machte das möglich. Ich kannte sie schon vor ihrer Krebserkrankung.

Sie war eine dieser immer lächelnden positiven Menschen. Das war eine Fassade, hinter der sich schlimme Erlebnisse versteckten, die sie krank machten. Vieler dieser Verletzungen war sie sich vorher nicht einmal bewusst. Jetzt ist ihr Optimismus echt.

Meine Erkenntnis: Mehr negative Gefühle warten auf Entdeckung

Ich habe gerade das Buch von Gabor Maté: Wenn der Körper Nein sagt, gelesen. Maté hat unzählige Interviews mit Patienten geführt und die seelischen und sozialen Zustände beleuchtet, die eine Rolle in deren Krankengeschichte spielten. Immer wieder weist er auf unterdrückte negative Gefühle als die Ursache für viele Krankheitsbilder hin.

Ich fühlte in mich hinein, ob und wo ich noch Gefühle verstecke. Ich hatte das intuitive Wissen, dass es noch welche gibt und es sich lohnen wird danach zu forschen.

Ehe ich mich versah bekam ich einen Stups: Meine Ursprungsfamilie hat mich verletzt. Das tat weh. Ich wurde sauer und merkte wie ich diese negativen Gefühle wegpacken wollte. Und sagte: Stopp. Was passierte da gerade?

Am nächsten Tag wachte ich mit Rückenschmerzen auf. Das war die Motivation, die ich brauchte um gründlicher hinzusehen. Zum Glück war Wochenende und ich hatte genug Zeit und Ruhe zum Forschen.

Ich schaute dahin, wo es wehtat. Ich ging meine Kindheit durch, gefühlt zum hundertsten Mal, mit dem klaren Ziel diese unterdrückten Gefühle zu lokalisieren und mir anzusehen.

Mein Mantra in diesen Tagen war: Ich habe ein Recht darauf wütend zu sein. So habe ich mir immer wieder die Erlaubnis gegeben, meine negativen Gefühle herauszuholen und mir anzusehen. Das hat erstaunlich gut funktioniert.

Besonders interessant fand ich den Glaubenssatz, dass ich nicht sauer auf meine Geschwister sein durfte. Sie waren meine Verbündeten und mit ihnen durfte ich es mir nicht verderben.

Es gab noch weitere Behälter, in denen Gefühle ausgelagert waren. Ich durfte zusehen wie sich diese langsam in Luft auflösten. Das war das erste Mal, dass ich so etwas bei vollem Bewusstsein hinbekam. Das war faszinierend und sehr anstrengend. Ich wurde zwar unendlich müde, meine Rückenschmerzen waren aber weg.

Arbeit an schwierigen Themen

Normalerweise nutze ich mein Unterbewusstsein, wenn ich an schwierigen Themen arbeite. Ich setze eine Intention und mein Unterbewusstsein macht sich dann an die Arbeit und trägt Stück für Stück die Informationen zusammen, die ich brauche. Das ist eine gute Art an mir zu arbeiten ohne mich zu überfordern.

Positiv zu sein bringt nicht weiter

Wenn ich versuchen würde alles nur positiv zu sehen würde ich in meiner Entwicklung stecken bleiben. Nur wenn ich in der Lage bin, dahin zu schauen wo es wehtut, ist Veränderung möglich.

Ich weiß mittlerweile: Meine negativen Gedanken und Gefühle sind nicht böse. Sie sind Ausdruck meiner Realität und enthalten wichtige Informationen, die ich mir anschauen darf.

Meinst Du, bei Dir gibt es auch versteckte Gefühle, die dran sind angeschaut zu werden? Ich bin sicher noch nicht am Ende meiner diesbezüglichen Entdeckungsreise. Ich merke, wie mir jeder Schritt, der mir hilft alles anzuschauen was mich ausmacht mehr Freiheit und mehr innere Sicherheit gibt.

Brauchst Du Unterstützung? Ruf mich an. Ich schenke Dir eine halbe Stunde.

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

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Gabor Maté (2019) Wenn der Körper Nein sagt. Wie verborgener Stress krank macht und was wir dagegen tun können.

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Achtsamkeit stoppt den Autopiloten

Meine spontane Reaktion als ich über die Blogparade von Annette Pitzer las war: Nicht schon wieder Achtsamkeit! Dieses Wort fühlt sich ausgelutscht und breitgetreten an. Wenn das Thema Achtsamkeit hochkommt, habe ich mittlerweile die Tendenz wegzuhören.

Das liegt daran , dass das arme Wort Achtsamkeit überfrachtet ist mit Erwartungen.

Achtsamkeit soll alles richten:

  • Stress reduzieren
  • Entschleunigen
  • Glücklich machen

Deswegen habe ich noch keinen Artikel über Achtsamkeit geschrieben. Das ändere ich jetzt. Denn das, was Achtsamkeit wirklich bedeutet hat in meinen Leben einen wichtigen Stellenwert.

Die Knospe einer pinken Blume

Eine Definition von Achtsamkeit

„Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen.“

deutsches Fachzentrum für Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet Aufwachen

Achtsamkeit ist für mich eng verbunden mit zwei anderen Worten, die interessanterweise auch mit A anfangen: Autopilot und Atmen.

Wenn ich nicht aufpasse, bin im Alltag ständig im Autopilot. Ich bin damit beschäftigt meine Todos abzuarbeiten, wie viele Andere auch:

  • Arbeiten
  • Für die Familie sorgen
  • Einkaufen
  • Wäsche waschen
  • Müll raustragen
  • Wohnung putzen

Irgendwann fiel mir auf, dass ich jeden Morgen mit einer Todo Liste im Kopf aufwache. So startete der Tag in der Zukunft beim nächsten abzuhakenden Punkt. Für Dinge, die ich nicht geschafft habe, haute ich mich in die Pfanne. Die Folge: Ich war unzufrieden.

Ich bekam heraus, dass ich ständig im Autopilotenmodus unterwegs war. Der Autopilot ist an sich nichts Schlechtes. Er hat eine wichtige Funktion:

Der Autopilot ist darauf ausgelegt, uns mit möglichst wenig Energieaufwand durch den Tag zu bringen.

Inge Schumacher

Er erleichtert mir das Leben. Ich muss nicht darüber nachdenken, wie ich Auto fahre. Ich tue das automatisch.

Der Nachteil ist: Im Autopiloten lebe ich im Halbschlaf. Viele Sinneseindrücke grenze ich aus, weil sie als nicht wichtig herausgefiltert werden.

Deswegen bin ich im Autopiloten-Modus unflexibel und reagiere eingefahren. Ich halte fest an Dingen die ich immer so und nicht anders mache. Damit tritt meine Entwicklung auf der Stelle. Deswegen wurde ich im Autopiloten-Modus so unzufrieden!

Der Autopilot behindert mich bei

  • der Beantwortung der wirklich wichtigen Fragen des Lebens und
  • der Erreichung meiner Ziele

Die großen Fragen des Lebens beantworten – dazu gibt es nämlich keine Einstellung im Autopiloten. Da ist er überfordert. Das funktioniert nämlich nur bewusst im Hier und Jetzt.

Ich habe geübt den Autopiloten immer öfter auszustellen. So habe ich mich immer besser kennengelernt. Meine Berufung als Expertin für Energiearbeit konnte ich nur so finden. Stück für Stück lerne ich mich noch heute – so viele Jahre später – immer besser kennen.

Achtsamkeit bedeutet Bewusstsein

Nur, wenn ich das Lenkrad meines Lebensautos selbst in der Hand halte und bewusst entscheide wohin ich fahre bin ich aufmerksam. Dazu muss ich wissen, dass es den Autopiloten gibt und wie er arbeitet. Erst dann kann ich ihn abschalten. Dann erst kann ich achtsam werden.

Beispiel: Achtsamkeit als Aha-Erlebnis

Eine Klientin, die ich schon länger begleite erzählte, dass sie jetzt viel mehr bemerkt. Sie ist aufmerksamer was ihre eigenen Befindlichkeiten angeht. Sie stellt aber auch fest, dass sie mehr mitbekommt was in ihrer Umgebung vorgeht.

Ich habe ihr gespiegelt, dass sie ist mehr im Hier und Jetzt ist und weniger auf Autopiloten unterwegs ist. Sie lebt dadurch bewusster. Sie übt sich also in Achtsamkeit und dann passiert das, was viele Gurus als Aufwachen bezeichnen. Sie ist wacher und bekommen dadurch viel mehr mit.

Ich hörte förmlich, wie es bei ihr Klick machte. Sie verstand plötzlich, dass sie gerade die Früchte ihrer Arbeit ernten durfte. Sie weiß jetzt sicher, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Dem Weg der Achtsamkeit.

Achtsamkeit geht nur ohne Urteil?

Achtsamkeit bedeutet vor-urteilsfrei wahrzunehmen, das steht in vielen Definitionen. Das finde ich sehr unrealistisch. Warum?

Wir beurteilen natürlicherweise. Die Beurteilung ist bei uns allen eng mit unseren Sinneseindrücken gekoppelt. Um potentielle Gefahren rechtzeitig zu erkennen müssen wir eine Situation blitzschnell einordnen können. Das geschieht automatisch – zu unserem Schutz.

Um die Beurteilung von der Wahrnehmung zu entkoppeln muss ich meine automatische Reaktion erkennen und diese bewusst verändern. Ich muss lernen, innerlich einen Schritt zurückzutreten und dadurch Distanz und damit einen neutraleren Blick auf eine Situation zu bekommen. Das braucht Übung.

Deswegen sei nicht enttäuscht, wenn Du Dich mal wieder dabei erwischst zu urteilen. Das ist so eingerichtet um Dich zu schützen. Bleib dran und über weiter. Du wirst trotzdem immer achtsamer werden.

Wenn ich bewusst im Hier und Jetzt bin, fällt es mir leichter den berühmten Atemzug zu tun und so der automatischen Beurteilung einer Situation nicht zu folgen, sondern offen zu bleiben für die vielen anderen Informationen, die da noch sind. Das ist sehr spannend und dadurch lerne ich sehr viel.

Wahrnehmung ist immer subjektiv

Ganz vorurteilsfrei werde ich nie sein. Alle Sinneseindrücke müssen meine Wahrnehmungsfilter passieren. Damit sind sie zwangsläufig subjektiv. Das ist okay so. Es ist aber hilfreich, zu wissen, dass andere eine Situation wahrscheinlich anders wahrnehmen. Ich bestehe also nicht darauf, dass meine Sichtweise die einzig richtige ist. Im Gegenteil.

Bei der Arbeit mit meinen Klienten ist das besonders wichtig. Ich erinnere sie immer wieder daran, dass die Informationen, die ich aus ihrer Energie lese subjektiv sind. Sie sollen von meinen Inspirationen nur mitnehmen, womit sie etwas anfangen können und das sie weiter bringt. Dazu braucht es Achtsamkeit.

Es ist kein Zufall, dass Achtsamkeit in aller Munde ist

Wir sehnen uns nach einem sinnvollen Leben und danach effiziente wirksame Entscheidungen zu treffen, die uns voran bringen. Das geht nicht im Autopiloten.

Sei es Corona und jetzt der Krieg in der Ukraine. Laufend müssen wir uns auf drastische Veränderungen einstellen. Dazu müssen wir im Hier und Jetzt effizient Handeln können.

Nur mit mehr Bewusstsein und Achtsamkeit werden wir die Herausforderungen, die auf uns zukommen bewältigen. Erst dann sind wir in der Lage die hilfreichen Informationen, die uns den Weg zeigen, wahrzunehmen und zu nutzen.

Achtsamkeit, Autopilot und Atmen bilden für mich einen wichtigen Dreiklang

Ich werden achtsam, indem ich meinen Autopiloten mit einem bewussten Atemzug ausschalte.

Du willst wissen, wie achtsam Du schon bist oder Dir ein paar Inspirationen abholen? Ich schenke Dir ein halbstündiges kostenloses Gespräch.

Bücher:

  • Das achtsame Gehirn, Daniel J. Siegel
  • Vom Glück der kleinen Dinge, Anselm Grün

Bilder: Privat

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Körper-Sprache

Wann hat Dein Körper Dich das letzte Mal ausgebremst?

Als meine Kinder klein waren, habe ich ein- bis zweimal im Jahr mit einer starken Erkältung im Bett gelegen. Das hat mich irgenwann genervt. Deswegen habe ich genauer hingeschaut: Was passierte denn da und warum?

Was ich herausbekommen habe: Ich brauchte eine Pause, weil ich über meine Grenzen ging. Ich wusste bis dahin noch nicht einmal, dass ich Grenzen hatte, die ich und andere ständig überschritten.

Die Kommunikation mit meinem Körper ist gestört

Die Grenzen, die mein Körper mir aufzeigte habe ich so lange ignoriert bis er mich aus dem Verkehr gezogen und still gelegt hat. Natürlich hat er mir zu verstehen gegeben, dass ich Erholung brauchte bevor er den Holzhammer herausholte. Ich nahm diese Kommunikation nur nicht wahr.

Ich beschloss, dass sich etwas ändern musste. Nach etlichen Fehlversuchen haben mein Körper und ich folgende Kommunikation etabliert: Wenn ich zu sehr über meine Grenzen ging, bekam ich Halsschmerzen. Das habe ich deutlich gespürt aber es hat mich nicht sehr beeinträchtigt.

Die Halsschmerzen habe ich als Hinweis genutzt um mir bewusst zu werden:

  • Was passiert gerade?
  • Was tue ich und auf welche Weise?
  • Muss das sein?
  • Was sind meine Prioritäten?

Und siehe da, es gab oft auch andere Wege, die wirklich wichtigen Dinge zu erledigen. Manches durfte auch einfach nicht stattfinden.

Mir war gar nicht bewusst wie unnatürlich es war, die Sprache des eigenen Körpers nicht zu verstehen. Wir sind doch eins seit der Geburt.

Körpergrenzen bewusst überschreiten

Ich habe schon lange nicht mehr krank im Bett gelegen. Heute bin ich mir meist bewusst wenn ich über eine Grenze gehe mit der Konsequenz, dass ich hinterher wahrscheinlich eine längere Erholungsphase brauche.

Die Kommunikation mit meinem Körper ist immer noch nicht optimal. Ich war lange Jahre so abgekoppelt und verkopft, dass es noch immer bewusster Anstrengung bedarf mitzubekommen was mein Körper gerade braucht.

Wie unser Körper mit uns kommuniziert

Meine Erfahrung, auch mit vielen Klienten zeigt, dass unsere Körper uns ständig Hinweise geben. Wir sind es nur nicht gewöhnt auf ihn zu hören. Dabei sollte es das Natürlichste von der Welt sein.

Ich weiß, dass wir vermeintlich schädliche Gewohnheiten nicht nur haben weil wir uns schaden wollen. Das wäre völlig unlogisch.

Beispiele:

Eine Klientin, die daran arbeitete zu sich zu finden, beklagte sich darüber, dass sie zu viel raucht. Wir haben gemeinsam geschaut, was sie beim Rauchen tut. Sie atmet bewusst und sie ist beim Rauchen kurz ganz bei sich im Hier und Jetzt. Das ist genau das, von dem sie noch viel mehr braucht. Die Ursache ist also nichts Schlechtes, auch wenn Rauchen auf lange Sicht schadet. Im Moment fällt es ihr noch schwer auf andere Art und Weise zu sich zu kommen.

Kein Wunder, dass sie so schwer davon loskommt. Das Rauchen ist ein Symptom ihre Körpers dafür, dass sie lernen soll mehr bei sich anzudocken.

Eine andere Klientin hat Probleme mit dem Dünndarm Nährstoffe aufzunehmen. Da sie sehr sensibel ist habe ich ihr die Hausaufgabe gegeben sehr sorgfältig auszusuchen, was sie zu sich nimmt. Sie soll lernen herauszubekommen was genau ihr Körper wann braucht.

Zuerst kommuniziert unser Körper mit Impulsen, dann mit Symptomen

Unser Körper sagt uns was er braucht. Wir bekommen Hunger und Durst. Wenn wir Heißhunger auf irgendetwas haben, stecken in einem Lebensmittel wahrscheinlich Spurenelemente oder eine Energie, die der Körper gerade braucht. Wir bekommen also einen Impuls geschickt.
Diese Impulse können wir auch anfordern. Meine Klientin soll sich zum Beispiel die Äpfel, die sie kauft genau ansehen. Jeder Apfel hat eine andere Energie. Sie soll üben, die auszusuchen, zu denen ihr Körper ja sagt.

Durch diese individuelle Selektion kann sie ihren Körper bei der Nährstoffaufnahme unterstützen.

Versuch doch auch einmal mit dem Blick auf die Energie, die Nahrungsmittel für Dich ausstrahlen einzukaufen. Du wirst sehen: Nicht jeder Apfel sieht gleich lecker aus. Das ist eine Information, die Du nutzen solltest.

Diese Beispiele zeigen wie individuell die Kommunikation unseres Körpers mit uns ist. Am besten lernen wir schon als Kinder gut mit unserem Körper zu kommunizieren. Meine Kinder habe ich deswegen von klein auf gefragt, was sie glauben dass ihr Körper jetzt braucht.

Wenn wir Nahrungsmittel nicht mögen, bin ich mir mittlerweile sicher, dass sie uns nicht bekommen. Warum sollten wir sie auch sonst ablehnen? Viele mögen zum Beispiel keine Tomaten. Das hat den Grund, dass Tomaten viele Histamine enthalten, auf die viele von uns empfindlich reagieren.

Das erklärt auch warum Kinder am einen Tag ein Nahrungsmittel mögen und es am nächsten Tag ablehnen mit dem Brustton der Überzeugung, dass sie das noch niemals gegessen hätten.

Wir können unserem Körper vertrauen, dass er weiß was gut für uns ist und was nicht. Meine Generation ist das leider nicht gewöhnt. Wir mussten unseren Teller leer essen – ob wir wollten oder nicht. So wurde uns der natürliche Umgang mit unserer Nahrung abtrainiert und damit ging auch die Kommunikation mit dem Körper verloren.

Ich esse heute oft noch automatisch meinen Teller leer auch wenn ich eigentlich satt bin. Weil ich das so gelernt habe. Dem arbeite ich entgegen indem ich mir nicht mehr so viel auf den Teller tue und immer bewusster werde.

Hören wir nicht auf die Impulse unseres Körpers, dann verstärkt er seine Lautstärke. Er versucht sich immer weiter Gehör zu verschaffen. Dies geht so weit, dass wir Schmerzen bekommen. Ich wurde ausgebremst und stillgelegt.

Überflüssige Glaubenssätze

Meine mittlere Tochter mochte überhaupt keinen Brei. Ein halbes Jahr lang habe ich jeden Tag versucht ihr irgendeine Art von Brei zu verabreichen. Keine Chance. Ich habe schließlich aufgegeben. Heute glaube ich, dass ihr Körper für Brei noch nicht bereit war. Ich habe uns beide unnötig gequält, weil ich meinte, dass Kinder ab sechs Monaten Brei essen müssten.

Übung macht den Meister

Ich lade Dich ein zu experimentieren. Schärfe Dein Gespür für die Bedürfnisse Deines Körpers. Sorge bewusst für Dich. Herausbekommen warum Du auf etwas Appetit hast, kannst Du indem Du Fragen stellst: Wie Du Dich fühlst zum Beispiel.

Versuche herauszubekommen welche anderen Lebensmittel noch infrage kommen. Das bedeutet, dass Du Dir Alternativen anbietest und so eingrenzen kannst, was Dein Körper gerade für Nährstoffe braucht. Beobachte wie Du auf diese reagierst.

Was ist es um Deine Kommunikation mit dem Körper bestellt?

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Pixabay und privat

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Warum Veränderung so schwer ist

Ich habe ein Ziel. Warum gehe ich nicht einfach los? Was hindert mich?

Unser Körper, und damit auch unser Gehirn, ist darauf ausgelegt, uns mit möglichst wenig Energieaufwand lebend durch den Tag zu bringen. Deswegen gibt es den genialen Autopiloten.

Er erleichtert uns das Leben. Wir müssen nicht darüber nachdenken, wie wir die Füße hochheben und aufsetzen damit wir laufen können. Das geht alles automatisch.

Beispiel
Als meine Tochter lernte Auto zu fahren fragte sie mich, wie ich das Lenken, Verkehr beobachten und Schalten alles auf einmal hinbekomme. Sie fühlte sich von der Fülle der Aufgaben total überfordert.

Mir fiel es schwer mich an diese schwierige Anfangszeit zu erinnern. Autofahren läuft bei mir schon lange automatisch.

Veränderung geht nicht im Autopiloten

Den Autopiloten können wir nicht gebrauchen wenn wir Neues ausprobieren oder etwas verändern wollen:
• Wir wollen aufhören zu rauchen
• Uns gesünder ernähren
• Wir wünschen uns einen erfüllteren Job

Warum fangen wir oft erst gar nicht an?

Es nützt gar nichts wenn wir uns beschimpfen und niedermachen, glauben, dass wir faul, doof oder schlichtweg unfähig sind. Das bringt nichts, außer dass wir uns noch schlechter fühlen.

Schuld am Scheitern ist unser Autopilot. Der tut nur seinen Job. Er ist schuld daran, dass wir nicht aus dem Quark kommen.

Gewohnheiten bedeuten Sicherheit. Sicherheit ist das oberste Ziel. Deswegen wird der Autopilot immer darauf hinarbeiten uns in gewohnte Bahnen zu halten. Das macht es so schwer Veränderungen zu etablieren.

Beispiel:

Letztes Jahr habe ich mir den Zucker im Kaffee abgewöhnt. Ich habe diese Entscheidung ganz bewusst getroffen und als Experiment gesehen. Wie lange würde mir der Autopilot wohl dazwischenfunken?

Es hat viel länger gedauert als erwartet bis ich mich an meinen Kaffee ohne Zucker gewöhnt hatte.

Mein innerer Monolog in dieser Zeit war klassisch:

  • Das bisschen Zucker ist doch nicht schlimm.
  • Nur das eine Mal noch. So schmeckt das furchtbar.
  • Gönne Dir doch mal was.

Mir ist dadurch klar geworden wie schwierig es sein kann auch eine unbedeutende Gewohnheit zu verändern. Ich musste mich immer wieder bewusst gegen den Automatismus des einen Löffels Zucker entscheiden. Jeden Tag, bei jeder Tasse Kaffee, monatelang. Meine Spurrillen waren wohl metertief.

Was wir dem Autopiloten entgegensetzen können ist Motivation und Bewusstsein. Nicht umsonst stellen wir uns so lange in die Ecke bis die Motivation ausreicht um unsere Gewohnheiten zu verändern.

Große Veränderung: Ich möchte ein Buch schreiben

Ich habe letztes Jahr angefangen mich schlau zu machen und mache einen Online Kurs. So lerne ich viel über das ganze Drumherum beim Bücherschreiben: Worauf zu achten ist, Infos über Verlage, Lektoren, Editoren und was für Fehler man als Anfänger so macht.
 
Das ist ein Großprojekt, das ich in meinen Alltag integrieren will. Für mich kam das Buch bisher hinter allem anderen. Deswegen kam ich nicht voran.
 
Eine neue Schreibroutine musste her, ganz klar. Aber alleine schaffte ich das nicht, ich habe es versucht. Wie gut, dass ich mir Hilfe holen kann. Deswegen machte ich bei #28TageContent bei Anna Koschinski mit. Ich wusste, vier Wochen reichen aus um eine neue Gewohnheit zu etablieren.
 
Ich hatte mir vorgenommen jeden Tag mindestens 30 Minuten zu schreiben und mich mindestens 15 Minuten lang um mein Buch zu kümmern. Es funktionierte. Ich erreichte trotz vollem Terminkalender meine Ziele. Meine Prioritäten waren klar.

Am Anfang habe ich mir einen Timer gestellt, weil es mir so schwer gefallen ist mich ans Buch zu setzen. Das brauchte ich bald nicht mehr. Es fällt mir immer einfacher die Arbeit am Buch in meinen Alltag einzubauen. Das fühlt sich großartig an.

Veränderungen passieren nur bewusst

Nur, wenn wir das Lenkrad unseres Lebensautos selbst in die Hand nehmen und uns bewusst entscheiden wohin wir fahren haben Veränderungen eine Chance. Dazu müssen wir wissen, dass es den Autopiloten überhaupt gibt und wie erarbeitet. Erst dann können wir ihn abzuschalten.

Ich muss mich und meinen Autopiloten kennenlernen. Ich muss wissen wie er mich beschützen will und woran es liegt, wenn ich auf Widerstand stoße. Das braucht Zeit.

Sei geduldig mit Dir, wenn Du etwas Kleines oder Großes in Deinem Leben verändern willst.


Was mir hilft, ist das Wissen um meinen Autopiloten und seine vielen Tricks mit denen er mich wieder in sicheren ausgetretene Bahnen hält. Ohne dieses Wissen wären meine Chancen etwas zu verändern viel kleiner.

Denkst Du, ich kann jetzt problemlos alle Veränderungen umsetzen? Schön wäre es! Für jede Veränderung brauche ich eine bewusste Anstrengung.

Veränderung fängt klein an

In meinem Beispiel: Zuerst brauche ich die Schreibroutine. Damit eröffne ich mir erst die Möglichkeit ein Buch zu schreiben. Ob sich daraus dann auch ein fertiges Buch entwickelt werde ich sehen. Der erste Schritt ist auf jeden Fall gemacht.

Wie bremst Dich Dein Autopilot aus? Wie gehst Du Veränderungen an?

Brauchst Du Unterstützung bei Veränderungsprozessen? Wir können zusammen herausfinden welche Gummibänder Dich festhalten und wie Du sie los wirst. Nutze mein kostenloses Kennenlerngespräch.

Bilder: Privat und Pixabay

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