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Kategorie: Therapie

Energiarbeit mit Krebs-Patienten

Menschen wie Du und ich haben Krebs

Eine Freundin, die schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war hat mir 2013 einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten gegeben als ich sagte, dass ich Angst hätte mit ihr zu arbeiten. Ich befürchtete alles schlimmer zu machen. Deswegen machte ich beruflich einen Bogen um Menschen mit schweren Krankheiten. Sie schaute mich streng an und meinte: „ Inge, gib Dir einen Ruck. Ich erwarte keine Wunder. Schlimmer machen kannst Du bei mir nichts. Im Gegenteil, ich weiß dass Du mir helfen kannst.“

Sie hatte Recht. Die Arbeit mit ihr war genauso erfüllend wie mit jedem anderen Klienten. Ich konnte sie ein wenig unterstützen mit meiner Energiearbeit. Sie starb ein Jahr später.

Ich bin ihr immer noch dankbar dafür, dass sie mir meine Angst genommen hat. Meine Ängste waren unausgegorene Konstrukte meines Verstandes.

Seitdem habe ich mehr Menschen mit Krebs begleitet. Die meisten kannte ich schon bevor sie erkrankten. Es scheint einfacher zu sein Energiearbeit zu nutzen, wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht.

Ich arbeite nicht mit Klienten,

die konventionelle Heilmethoden ablehnen obwohl ihr Glaubenssätze eine andere Sprache sprechen. Leider sind wir manchmal Experten darin uns etwas vorzumachen. Das kann schlimme Folgen haben, wenn wir es mit ernsten Krankheiten zu tun haben.

Crystals KrebsReise

Ich habe Crystal 2011 getroffen als wir einen gemeinsamen Freund im Osten der USA besuchten. Drei Jahre später lud sie uns ein unseren Caravan vor ihrem Haus zu parken. So haben wir uns näher kennengelernt und sind seitdem locker in Verbindung geblieben.

Crystal ist eine talentierte Künstlerin. Sie hat zwei Kinder und drei Enkel, die sie über alles liebt. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet und sowohl ihrem Mann als auch ihren Kindern die Universität finanziert, was in den USA sehr teuer ist. Sie konnte deswegen nicht für ihre Rente vorsorgen und musste mit Anfang 70 noch arbeiten. Sie war immer da für andere.

Anfang Januar 2021 wurde sie mit einer starken Grippe zur Abklärung ins Krankenhaus geschickt. Heraus kam sie mit der Diagnose Lymphom. Die Krankheit, die mit einem massiven Anstieg der T-Zellen einhergeht, ist sehr selten und sehr aggressiv.

In diesem Augenblick, sie nennt ihn „Gnade“ sah sie ganz klar zwei Wege: Sie konnte innerhalb weniger Wochen zu sterben oder ihr Leben total umkrempeln und bleiben. Sie entschied sich dafür zu leben. Ihr war klar, dass dieser Weg nicht einfach und der Erfolg nicht sicher war.

Wollte ich mit Crystal arbeiten?

Bevor ich Crystal anrief habe ich mir drei Wochen lang überlegt, ob ich mich wirklich involvieren wollte. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:

  • Kann ich es aushalten sie leiden zu sehen?
  • Komme ich klar, wenn sie stirbt?

Wie kann ich sie unterstützen?

Mein Impuls war, ihr ein offenes Ohr zu schenken, wenn sie einen schlechten Tag hat. Sie ist ein sehr positiver Mensch. Aber auch positive Menschen haben manchmal zu kämpfen. Gut war, dass ich weder Familie noch eine enge Freundin war. Ich konnte das ganze Bild sehen ohne in Panik zu geraten.

Sie gab zu, dass sie Schwierigkeiten hatte mein Angebot anzunehmen. Sie war daran gewöhnt alles allein zu schultern. Aber sie wusste: Dieses Mal brauchte sie Unterstützung.

Unsere Energiearbeit

Wir fanden schnell heraus dass wir gut zueinander passten. Wir waren beide sehr offen was unserer Arbeit zugute kam.

Crystals Weg

Nach ihrer Entscheidung handelte sie schnell. Sie nahm an einer speziellen Studie teil mit drei Tagen Chemotherapie pro Woche für drei Monate.

Sie nutzte die Chemo als ihren Helfer gegen die bösartigen T-Zellen. Mit einem Quarzkristall schützte sie ihren Körper vor den Nebenwirkungen. Ihr fielen weder die Haare aus noch war ihr übel. Stattdessen ging es ihr immer besser.

Ursachen für den Krebs

Sie wusste, dass massives Trauma aus ihrer Kindheit der Auslöser für ihren Krebs war. Sie hatte aber keine Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit. Daran haben wir gemeinsam gearbeitet.

Crystals traumatische Kindheit

Ihre Kindheit war gezeichnet von Gewalt und Schlägen. Sie ist mit 16 ausgezogen und hat alleine die Schule fertig gemacht. Eine schlimme Kindheit kann schwere Folgen haben.

Viele Kinder vergessen ihre Traumen. Ihr Körper schützt sie davor indem er das Gefühl und die Erinnerung trennt und in zwei verschiedenen Gehirnhälften packt. Trotzdem ziehen sich die Trauma-Folgen durch ihr ganzes Leben.

Ich sitze in meiner Praxis mit dem Tensor in der Hand

Unsere Energiearbeit

Durch unsere gemeinsame Arbeit fand sie heraus, dass ihre Mutter mehrfach versucht hatte sie abzutreiben. – Ich habe erstaunlich viele Klienten, die dieses Schicksal teilen. – Ich bat sie außerdem in ihre sehr frühe Kindheit zurückzugehen und zu imaginieren was noch vorgefallen sein könnte.

Sie bekam niederschmetternde Bilder. Als sie ein paar Monate alt war hat ihre Mutter versucht sie zu erdrosseln. Sie konnte sich sogar an den Ring der Mutter erinnern, der sie dabei unter dem Kinn verletzte. Die Mutter hörte nur auf weil sie Angst vor dem Gefängnis hatte.

Das war starker Tobak. Es brauchte eine ganze Weile bis sie damit umgehen konnte. Sie hatte die Erklärung gefunden für ihr Gefühl nicht erwünscht zu sein, das sie ihr ganzes Leben hatte. Es erklärte auch ihren Schilddrüsenkrebs zwanzig Jahre zuvor.

Crystal entscheidet sich anders

Weil sie nach der Chemo in gutem Zustand war hat sie sich gegen eine Knochenmarkstransplantation und für ein experimentelles Medikament entschieden. Das bedeutete kein Krankenhaus und deutlich weniger Leid. Es hatte auch zur Konsequenz, dass die Verantwortung für ihre Heilung jetzt allein bei ihr lag.

Crystal startet ihre freudvolle Reise zu sich

Ihr ist klar, dass sie nur erfolgreich sein wird, wenn sie mehr Freude in ihr Leben bringt. Sie ist sehr motiviert, ihre Traumen anzusehen und sie zu lösen. Sie braucht ihre ganze Aufmerksamkeit um sich bewusst immer wieder für das Leben zu entscheiden.

Sie nutzt ihre kreativen und spirituellen Talente um

  • Sich ihrer Energie in jedem Moment bewusst zu sein
  • Sich zu fragen ob sie immer zu ihrem Besten handelt
  • die toxischen Energien zu bemerken und zu verändern, die den Krebs zurückbringen könnten

Freunde und Familie müssen sich an eine veränderte Crystal gewöhnen, die sich selbst an erster Stelle stellt. Sie ist jetzt eher in der Rolle des Zuhörers und weniger der Macherin.

Sie sagt, sie versucht die Probleme jetzt nicht mehr zu antizipieren bevor sie überhaupt da sind. Wegen ihrer eigenen schrecklichen Kindheit ist zu einer Übermutter geworden. Das hat zu beiderseitigen Abhängigkeiten geführt. Sie arbeitet jetzt gemeinsam mit ihrer Familie daran das zu ändern.

Crystal spürt die hundertprozentige Unterstützung von mir und meinem Mann. Auf der anderen Seite sieht sie die Ängste und Befürchtungen ihrer Familie und Freunde. Das ist zu erwarten. Es ist aber trotzdem nicht einfach damit umzugehen.

Ihr jetziger guter Zustand ist für die sie begleitenden Mediziner unerklärlich. Sie können sich ihren Heilungsprozess nicht erklären.

Allein hinterm Steuer

Crystal weiß, dass nur sie selbst sich aus dieser Krankheit führen kann. Sie nutzt das Medikament als Hilfe zum Fokussieren und arbeitet unablässig an ihrem Vertrauen in ihren Weg.

Unsere Trauma-Arbeit

Crystal sitzt am Lenkrad ihres Lebensautos. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Wir tauschen uns ein paarmal in der Woche aus. Ich frage sie immer was sie von mir braucht. Mein Mann und ich sind für sie da, wenn sie Fragen hat.

Ich finde es sehr bereichernd sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich lerne sehr viel von ihr.

Was hat Crystal bisher auf ihrem Reise mit Krebs geändert?

  • Sie lebt viel bewusster und ist präsenter im Jetzt
  • Sie hat den Druck losgelassen, den sie sich ständig gemacht hat immer und überall produktiv zu sein
  • Sie akzeptiert sich mehr und mehr selbst
  • Sie erlebt viel mehr Freude im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen und Putzen.
  • Sie etabliert gesündere Verbindungen zu ihrer Familie
  • Sie ist sich der Verwicklungen bewusst, die ihre Traumen in all ihren Beziehungen verursacht haben
  • Sie erweitert ihren Freundeskreis um Menschen, die ihr gut tun
  • Sie vergisst immer öfter dass sie krank ist

Egal wie diese Riese ausgeht, Crystal verfolgt einen Weg, der ihr schon jetzt ein befriedigenderes erfülltes Leben beschert.

Jede Lebensgeschichte und jeder Krebs ist anders

Ich erkläre mir die vielen Krebserkrankungen in der heutigen Zeit mit dem massiven Trauma, das wir seit dem 2. Weltkrieg angesammelt haben.

Traumen produzieren toxische Energie, die zu ernsten Krankheiten führt

Die Auslöser von Krebserkrankungen sind unterschiedlich. Es gibt individuelle und kulturelle Faktoren. Zum Beispiel bin ich der Meinung, dass die Brustkrebsrate deswegen so hoch ist, weil die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft überdacht werden muss.

Energiearbeit bei Krebs

Krebs-Patienten brauchen ein individuelles Unterstützungssystem. Sie sind in der Pflicht herauszufinden was ihnen gut tut und sich entsprechende Hilfe zu suchen. Nur sie wissen was wirklich passt. Meiner Meinung nach ist eine Mischung von konventioneller und alternativer Medizin für die meisten optimal.

Tipps:

  • Sabine Dinkel hat ein tolles Buch über ihren Weg mit Krebs geschrieben: Krebs ist wenn man trotzdem lacht.
  • Podcast (englisch) Lynn Mc Taggert im Gespräch mit Joe Dispensa: Paving the way for miracles.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Was man über Osteopathie wissen muss

Osteopathie: Was kann sie, was sind ihre Stärken? Meine Osteopathieexpertin Jeanette Gauster beantwortet meine Fragen und gibt Einblicke in ihre Arbeit.

Diesen Artikel widme ich der von mir sehr geschätzten Therapie der Osteopathie. Ich bin Heilpraktikerin und habe mich auf geistiges Heilen, Fußreflexzonenmassage und Kinesio-Taping spezialisiert. Da ich selbst keine Expertin für Osteopathie bin, habe ich mir eine ins Boot geholt. Jeanette Gauster ist Osteopathin und im Vorstand der Osteopathen in Hamburg. Sie hat mir viele Fragen rund um diese Therapieform beantwortet und passt auf, dass ich hier sachlich richtig berichte. Das Interview mit ihr ist unter Punkt C. zu lesen.

1. Geschichte der Osteopathie

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still beschäftigte sich intensiv mit dem Bewegungsapparat, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen. Er war der Meinung, dass nur eine gute Beweglichkeit eine freie Versorgung von allen Teilen des Körpers gewährleisten kann.

Aus der Not heraus entwickelte er in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Osteopathie. Er lebte im amerikanischen Grenzland und erlebte täglich wie Menschen an Infektionen, Krankheiten oder im Kindbett starben: Drei seiner Kinder starben an Meningitis, eines an einer Lungenentzündung und seine Frau verlor er nach Geburtskomplikationen. Die damals existierenden Medikamente, die schwerste Nebenwirkungen hatten, lehnte er ab. Er beherrschte das manuelle Mobilisieren und Richten von Gelenken und entwickelte dies weiter.

Sein Ziel war es die gestörte Mobilität von Knochen, Gelenken, Faszien, Organen, Gefäßen und Nervenverläufen wieder herzustellen und dem Körpers dadurch die Selbstheilung zu erleichtern. Er stellte seine Form der Medizin, die Osteopathie, am 22. Juni 1874 zum ersten Mal öffentlich vor. Er gründete eine Schule und seither verbreitete sich die Osteopathie und entwickelte sich kontinuierlich weiter.

Praktiziert wird die Osteopathie mittlerweile in fast allen europäischen Ländern. In Deutschland wurde sie erst in den 1980´ern bekannter.

 2. Was ist Osteopathie?

Das Wort Osteopathie setzt sich aus den beiden griechischen Begriffen osteon (Knochen) und pathos (Leiden, Leidenschaft) zusammen. Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet.

Die Osteopathie kümmert sich sowohl um die Beweglichkeit des gesamten Körpers als auch um die Eigenbewegungen einzelner Körperteile, Organe und Gewebe.

In unserem Körper sind alle Teile über die Faszien, das sind dünne Bindegewebshüllen, miteinander verbunden. Daher können Störungen in einem Teil des Körpers überall Auswirkungen haben. Schmerzen entstehen aufgrund von Funktionsstörungen. Wegen dieser Zusammenhänge behandelt ein Osteopath immer den gesamten Patienten.

Osteopathie konzentriert sich nicht nur auf den Bewegungsapparat sondern wirkt weit darüber hinaus. Sie ist daher eine Behandlungsmöglichkeit für sehr viele Beschwerden und ist wegen ihrer einfühlsamen und schmerzfreien Art besonders gut für Kinder und Säuglinge geeignet.

Meine eigenen Erfahrungen mit Osteopathie

Ich habe Osteopathie während der 2. Schwangerschaft durch meine Hebamme kennen gelernt. Meine erste Tochter ist in Beckenendlage geboren und die Hebamme empfahl mir Osteopathie, um eine 2. Beckenendlagengeburt eventuell zu vermeiden. Während der zweiten Schwangerschaft war ich also dreimal bei einem Osteopathen. Meine 2. Tochter lag zwar trotzdem in Beckenendlage, ich hatte aber während der Schwangerschaft überhaupt keine Rückenschmerzen, was sehr angenehm war. Inwieweit mir die Osteopathie bei der unproblematischen ambulanten Geburt geholfen hat, kann ich nicht beurteilen.

Einige Jahre später sagte meine Yogalehrerin zu mir: „Inge, du bist schief.“ Ich schaute in den Spiegel und sie hatte Recht: Eine Schulter stand deutlich tiefer als die andere. Daraufhin holte ich mir nach längerer Zeit wieder einen Osteopathietermin. Die Osteopathin meinte zu mir: „Wie schön, dass Sie kommen ohne Schmerzen zu haben.“ Nach drei Behandlungen stand ich wieder gerade. Jetzt beobachte ich mich selber und alle ein bis zwei Jahre hole ich mir osteopathische Hilfe.

Während einer Osteopathiebehandlung merke ich genau, wie und wo mein Körper dabei unterstützt wird, Energien loszulassen. Ich unterstütze diesen Prozess des Loslassens aktiv, was meine Osteopathin auch bemerkt.

Auch mit meinen Kindern gehe ich ab und zur Osteopathie. Als Baby hatte mein Sohn einen schiefen Kopf und Probleme beim Trinken. Hier hat die Osteopathie auch geholfen.

Aus meinem Freundes,- Bekannten- und Klientenkreis weiß ich, dass Osteopathie sowohl bei Kindern mit körperlichen Auffälligkeiten wie Schwierigkeiten beim Kopf drehen, KiSS Syndrom, Verdauungsproblemen, Koliken, X-Beinen, und wiederkehrenden Infekte unterstützen kann als auch bei Entwicklungsverzögerungen, extremem Verhalten außerhalb der normalen Entwicklungsstufe, z.B. bei ständigen Wutanfällen oder extremer Introvertiertheit, Sprachproblemen und Problemen beim Schreiben lernen positive Resultate gebracht hat.

Im Gespräch mit Jeanette konnte ich viel Neues über Osteopathie dazu lernen. Zum Beispiel haben die fünf verschiedenen Osteopathen, Männer und Frauen, die ich bisher erlebt habe, eher sanft gearbeitet. Jeanette erklärte mir, dass es auch viele Osteopathen gibt, die mehr chiropraktisch arbeiten, also den Körper des Patienten eindrücklicher bewegen. Intuitiv habe ich mir wohl die Behandlungsweise gesucht, die am besten zu mir passt.

3. Fragen an die Osteopathin Jeanette Gauster

1. Wie bist Du darauf gekommen, Osteopathie zu lernen und wie gestaltete sich Dein Ausbildungsweg?

Ich hatte als Kind eine starke Skoliose, das ist eine Wirbelsäulenverkrümmung und habe deswegen jahrelang Krankengymnastik gemacht. Als junge Erwachsene bin ich schließlich wegen der ständigen Schmerzen operiert worden. Schon früh habe ich mich deswegen für die Arbeit als Krankengymnastin interessiert und so machte ich nach der Schule eine 3 jährige Ausbildung zur Physiotherapeutin. Während dieser Ausbildung lernte ich die Osteopathie kennen und lieben. Ich wusste, das möchte ich lernen.

Die berufsbegleitende Ausbildung bei einer bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) anerkannten Schule dauerte 5 Jahre. Anschließend habe ich zwei Jahre lang Kinderosteopathie gelernt. Auch heute noch bilde ich mich ständig weiter.

Direkt im Anschluss an die Osteopathieausbildung habe ich die Heilpraktikerprüfung gemacht damit ich auch Diagnosen stellen darf.

2. Bei welchen Beschwerden würdest Du Osteopathie empfehlen?

Osteopathie kann bei vielen chronischen Beschwerden helfen, besonders dann, wenn die Schulmedizin nicht weiter weiß. Wenn Körper, Geist und Seele aus irgendeinem Grund nicht eins sind, kann Osteopathie unterstützen. Jeglicher psychischer Stress kann sich im Körper zeigen; auch Depressionen und seelische Traumata.

3. Kommen Deine Patienten von alleine oder werden sie von Ärzten oder Heilpraktikern geschickt?

Viele meiner Patienten kommen von alleine oder auf Empfehlung aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis. Aus dem medizinischen Bereich bekomme ich die meisten Empfehlungen von Hebammen, Logopäden und Ergotherapeuten.

4. Wie ist Dein idealer Patient?

Mein idealer Patient lässt sich auf die Behandlung ein. Meine Art der Therapie ist wenig invasiv, das heißt man merkt an der Oberfläche nicht viel. Dass sich im Körper dabei trotzdem viel tun kann ist für viele Menschen ungewohnt und daher schwer zu verstehen.

Auch deswegen arbeite ich gerne mit Kindern. Sie hinterfragen nicht viel, lassen sich auf die Behandlung ein und fühlen einfach.

5. Sollten Kinder und Säuglinge schon früh einem Osteopathen vorgestellt werden?

Osteopathie kann bei Kindern wunderbar die Selbstheilungskräfte unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass man sofort nach der Geburt zum Osteopathen rennen muss. Im Gegenteil, Kinder haben von sich aus ausgeprägte Selbstheilungskräfte. Nach meiner Erfahrung wissen Eltern, wenn etwas nicht mit ihrem Kind stimmt. Sie sollten sich da ruhig auf ihr Gefühl verlassen und sich je nach Bedarf Hilfe holen.

6. Wie sieht eine Osteopathiebehandlung bei Dir aus?

Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Mich interessiert neben den aktuellen Beschwerden auch die körperliche Historie und die Lebenssituation meiner Patienten.

Ich arbeite während der Behandlung mit den Händen am Patienten und suche nach Läsionen, das sind Stellen wo etwas nicht im Fluss, also verspannt oder blockiert ist. Dort unterstütze ich den Körper.

Ich gebe in der Behandlung kleine Anstöße und der Körper setzt diese dann um. Er geht dabei so weit wie er in diesem Moment gehen kann. Nichts wird erzwungen, denn die Selbstheilungskräfte überfordern einen nicht.

7. Was hat Osteopathie mit Selbstheilungskräften zu tun?

Der Körper kann alleine heilen und tut das auch ständig. Erst wenn eine Verletzung oder Überlastung zu groß ist oder es zu viel auf einmal wird, kann er sich nicht mehr selbst heilen. Er kompensiert dann um weiter funktionieren zu können. Das hat dann Folgen für andere Teile des Körpers und irgendwann spüren wir Schmerzen mit denen uns der Körper darauf aufmerksam macht, dass etwas nicht stimmt.

Eine Kompensation kann folgendermaßen aussehen: Wir knicken uns den Fuß um und das führt zu einer leichten Fehlstellung der Fußknochen. Danach reagiert das Knie darauf, dann sind die Hüfte, das Becken und die Wirbelsäule dran. Wochen oder Monate später haben wir dann vielleicht Nackenschmerzen.

Manche Menschen können ihr Leben lang wunderbar kompensieren und stellen erst mit über 60 Jahren fest, dass es plötzlich jede Menge Probleme gibt, wo doch vorher immer alles in Ordnung war.

8. Osteopathie wirkt auch nach der Behandlung: Woher kommt das?

Ich erkläre das gerne an einem Beispiel: Unser Keller ist voll und das Regal ganz hinten an der Wand ist zusammengebrochen. Wir entschließen uns gründlich aufzuräumen. Da wir nicht an das kaputte Regal herankommen, fangen wir mit dem Aufräumen an der Tür an.

Als Osteopathin fange ich sozusagen an der Tür an zu behandeln. Der Körper arbeitet aber, im Gegensatz zum Keller, nach der Behandlung alleine weiter. Das kann anstrengend sein und viele Patienten sind danach müde. Wichtig ist deswegen, nach einer Behandlung ausreichend Wasser zu trinken, da der Körper Schadstoffe dann leichter abtransportieren kann. In den ersten zwei bis drei Wochen nach einer Behandlung, manchmal auch länger, arbeitet der Körper noch weiter und findet so sein neues Gleichgewicht.

9. Bezahlen die Krankenkassen Deine Behandlungen?

Die Bezeichnung Osteopath ist nicht gesetzlich geschützt. Viele gesetzliche Kassen übernehmen seit 2012 dann einen Teil der Kosten, wenn der Osteopath eine 5-jährige Ausbildung in einer von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) anerkannten Schule vorweist.

Ob private Kassen die Behandlung bezahlen hängt vom individuellen Tarif ab. Sind Heilpraktiker-Leistungen eingeschlossen, ist der Abschluss als Heilpraktiker für die Erstattung entscheidend.

10. Worin liegen Deine Stärken?

Was mir bei meiner Arbeit sehr hilft ist mein feines Gespür. Ich spüre gut, wo es gerade hakt, das erleichtert mir die Arbeit. Ich mag Menschen und lasse mich unvoreingenommen auf sie ein. Ich bin ein bodenständiger, direkter und humorvoller Mensch.

11. Was schätzt Du an Deinem Beruf?

Ich freue mich, wenn ich dazu beitrage, dass ein Körper sich wieder selbst helfen kann und ich schätze die Vielseitigkeit meiner Arbeit.

Die Therapie ist keine Wellnessbehandlung und man sollte keine Wunder erwarten. In schwierigen Fällen sehe ich es schon als Erfolg, Linderung zu erreichen. Z.B. bei einer Patientin mit wiederkehrenden Rückenschmerzen hat sich die Dauer ihrer Schmerzen von 3 Wochen auf 3 Tage reduziert.

Vielen Dank für Deine Antworten Jeanette!

4. Osteopathie als Therapiemöglichkeit

Ich hoffe, Jeanettes Antworten haben geholfen, Osteopathie greifbarer zu machen. Es wäre schön, wenn mehr Menschen diese Therapieform besser kennenlernen. Meiner Erfahrung nach ist eine Osteopathiebehandlung eine gute Investition auch wenn die Krankenkasse sie nicht oder nur zum Teil bezahlt. Unsere langfristige Gesundheit sollte uns das wert sein.

Die Verantwortung für unsere Gesundheit liegt ganz alleine bei uns

Nicht jede Therapie passt für jeden und nicht jeder Therapeut ist uns sympathisch und das ist gut so. Manchmal hilft nur, etwas auszuprobieren von dem man das Gefühl hat, es könnte helfen. So habe ich vor 13 Jahren auf der Suche nach Heilung für meine asthmakranke Tochter das geistige Heilen entdeckt.

Für mich persönlich ist Osteopathie eine wertvolle Unterstützung. Auch in meinem Körper addieren sich im Laufe der Zeit kleine Verspannungen auf. Als Energiearbeiterin bin ich dafür wahrscheinlich sensibel und merke, wenn mein Körper mal wieder Unterstützung beim Loslassen braucht. Ich erspare mir damit sicher viele Beschwerden und bleibe länger gesund.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Allergien: Hatschi!! Gesundheit!

Allergien sind im besten Fall lästig. In diesem Artikel gebe ich einen Überblick über die Möglichkeiten der Behandlung und wie wichtig es ist, dass Du bei der Therapiewahl Deine Präferenzen nicht aus den Augen verlierst.

Sobald die ersten Frühblüher ihre Pollen verteilen hören wir dieses Niesen. Dann wissen wir, die Heuschnupfensaison hat begonnen.  Für viele Menschen ist das eine unangenehme Zeit: Ihre Augen jucken und die Nase läuft.

Heute leidet fast jeder 3. Deutsche an irgendeiner Allergie. Heuschnupfen hat sogar jeder 6. Die Zahl der von Allergien betroffenen Kinder liegt zwischen 10% und 20 %. Asthmaerkrankungen haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Die Gründe für diesen Anstieg werden kontrovers diskutiert: Stress, Umweltgifte, Infektionen, Lebensumstände, Hygiene sowie das Impfen oder die Vererbung werden genannt.

Was kann ich bei Allergien tun?

In diesem Artikel möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Allergiesymptome nicht in Stein gemeißelt sind. Ich habe selbst erlebt, dass ich meine aktiv beeinflussen konnte.

1. Was bedeutet Allergie?

Das Wort Allergie leitet sich aus dem Altgriechischen allos, die Fremdreaktion, und ergon, die Verrichtung, ab. Sie bezeichnet eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe, die Allergene.

Das Immunsystem schlägt Alarm

An einem schönen Frühlingstag fliegen Birkenpollen, also Allergene, durch die Luft. Sie treffen auf unsere Schleimhäute und bei einigen von uns wird dadurch im Körper Alarm ausgelöst. Dem Immunsystem wird gemeldet: “Da sind Eindringlinge, die sofort bekämpft werden müssen“: Die Augen tränen und die Nase läuft. Der Körper will diese Eindringlinge schnell loswerden. Hier haben wir es mit dem häufigsten Allergietyp, dem Typ 1 (Soforttyp) zu tun.

Unser Immunsystem irrt sich. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Allergiker mehr Antikörper im Blut haben als Nicht-Allergiker. Das Immunsystem von Allergikern befindet sich sozusagen dauernd in erhöhter Alarmbereitschaft. Warum das so ist, dafür gibt es bisher keine befriedigende wissenschaftliche Erklärung.

2. Meine eigenen Erfahrungen mit Allergien

Haselnussblüten

Mit neun Jahren bekam ich die ersten Heuschnupfensymptome. Ich reagierte zuerst nur auf blühende Gräser. Die Symptome nahmen bis ins Erwachsenenalter kontinuierlich zu, so dass schon am Anfang des Jahres, wenn die Haselnuss blühte, meine Augen juckten. Ich hatte bis in den Oktober hinein Beschwerden.

Als Teenager machte ich beim Arzt einen Pricktest. Dieser Test hilft bei der Diagnose von Allergien vom Typ 1. Dabei werden allergenhaltige Lösungen mit Abwehrzellen der Haut durch einen Piks in Kontakt gebracht. So kann man beobachten, welche Allergene Reaktionen auslösen. Nach diesem Test waren meine Unterarme voller Quaddeln. Ich war gegen die meisten der getesteten 20 Stoffe allergisch.

Indem ich blühende Wiesen mied kam ich mit meiner Gräser-Allergie ganz gut durch die Schulzeit. Als ich meinen Mann, einen Medizinstudenten, mit Mitte 20 kennenlernte, stand ich kurz vor dem BWL-Examen. Durch den damit verbundenen Stress wurden meine Allergiesymptome so stark, dass ich mich nur noch im Haus aufhielt. Medikamente wollte ich so wenig wie möglich nehmen. Mein Mann schlug mir vor, einmal etwas ganz anderes auszuprobieren. Da ich nichts zu verlieren hatte, habe ich es versucht.

2.1 Erfolgreicher Selbstversuch mit Visualisierung

Er hat mir geholfen ein Bild zu entwickeln, das mir dabei half mittels Visualisierung meine allergischen Reaktionen in den Griff zu bekommen. Ich sollte dem Immunsystem mit diesem Bild vermitteln, dass die von ihm wahrgenommen Allergene nicht gefährlich sind. Erstaunlicherweise hat das funktioniert!

Jahrelang habe ich mir also ab Anfang des Jahres vorgestellt, dass ich an meine Antikörper Flugblätter verteilte habe auf denen stand: „Alles ganz harmlos. Beruhigt euch.“ Immer wenn ich geniest habe, also jeden Tag, habe ich das Bild aktiviert. So brauchte ich keine Medikamente und hatte kaum noch Symptome.

Interessant war, dass ich fest daran glauben musste, dass es funktioniert. Einmal habe ich das nicht hinbekommen und hatte am Anfang des Jahres einen sehr starken Allergieanfall. Es hat danach einige Wochen gedauert, bis ich das Vertrauen in die Visualisierung wieder aufgebaut hatte.

2.2 Kreuzallergien

Im Laufe der Jahre bekam ich zusätzlich Kreuzallergien. Die Schleimhäute in meinem Mund und Rachen reagierten plötzlich beim Verzehr von Haselnüssen, Kirschen und rohen Karotten. Kreuzallergien entstehen, wenn das Immunsystem auf ähnliche Eiweißstrukturen auch mit Abwehr reagiert. Meines hatte also gelernt, auch auf diese Nahrungsmittel zu reagieren.

Kreuzallergien sind abzugrenzen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die keine allergischen Reaktionen sind.

Ich kam zwar weiter ohne Medikamente aus, war aber etwas eingeschränkt was die Wahl der Nahrungsmittel betraf. Mittlerweile hatten wir eine Familie.

2.3. Meine Tochter hatte Asthma

Meine älteste Tochter litt an Belastungsasthma. Davon sind besonders Kinder betroffen. Sie hatte bei körperlicher Anstrengung Husten und Atemnot. Wie beim bekannteren Asthma bronchiale reagieren auch hier die Bronchien empfindlich auf Allergene. Wir gingen zum Lungenfacharzt.

Der Arzt verschrieb ihr die tägliche Inhalation mit einem kortisonhaltigen Medikament. Kortison wirkt entzündungshemmend und bewirkt bei längerer Anwendung ein Abschwellen der Bronchialschleimhaut. Es verringert die Schleimproduktion und hemmt so die allergische Reaktion der Bronchien.

Nach einem Jahr erklärte uns der Arzt, dass sie ihr ganzes Leben lang weiter täglich mit Kortison inhalieren müsse. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt 5 Jahre alt. Damit wollte ich mich nicht abfinden und sah mich nach Alternativen um.

2.4  Energiearbeit hat gewirkt

Erfolg hatten wir schließlich mit geistigem Heilen. Nach drei Behandlungen innerhalb von 6 Monaten waren meine Tochter und ich unsere Allergien fast vollständig los. Sie hatte nie wieder Atemnot. Ich konnte wieder Kirschen, Nüsse und Karotten essen und mich in blühende Wiesen legen.

Dieser Erfolg hat mich so fasziniert, dass ich eine Ausbildung in geistigem Heilen und Energiearbeit gemacht habe. Danach besuchte ich eine Heilpraktikerschule und habe die Heilpraktikerprüfung gemacht. In meiner Praxis behandele ich auch Allergien.

2.5 Was habe ich aus meinen Allergien gelernt?

Ich habe gelernt, die Überreaktionen meines Immunsystems in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Wenn mein Immunsystem in ständiger Alarmbereitschaft ist, dann gibt es Gründe dafür. Durch die Energiearbeit bekam ich Hilfe dabei, die Ursachen für die Alarmbereitschaft meines Immunsystems herausfinden und sie zu beseitigen. Ich habe meine Selbstheilungskräfte entdeckt und genutzt. So beruhigte sich mein Immunsystem wieder und die Allergiesymptome verschwanden.

Auch heute habe ich manchmal Allergiesymptome. Sobald sie auftauchen, stelle ich Fragen: Was ist passiert? Was belastet oder stresst mich? In der Regel finde ich schnell die Ursache, behebe sie und die Symptome verschwinden wieder. Ich nutze meine Allergiesymptome also als Frühwarnsystem.

3. Allergiebehandlungen in meiner Praxis

Wenn Sie wegen Allergien zu mir in die Praxis kommen, schauen wir uns diese gemeinsam im Gesamtzusammenhang an. Nach einer ausführlichen Anamnese und Aufnahme des energetischen Ist-Zustandes stelle ich fest, welche Allergien und Empfindlichkeiten vorliegen.

Dann untersuchen wir die Gründe für die Überreaktion Ihres Immunsystems und bearbeiten diese. Oft stellt sich schon kurz nach der ersten Behandlung eine Besserung ein. In der Regel braucht man aber mehrere Behandlungen, um die allergischen Reaktionen langfristig loszuwerden.

Beispiel Katzenallergie

Eine Klientin litt sehr unter einer Katzenallergie. Sie traute sich wegen der Symptome kaum noch ihre Enkel zu besuchen. In der Behandlung stellten wir fest, dass die Ursache für die Allergie ein Thema aus der Beziehung zu ihrer Mutter war. Einige Wochen später bekam ich einen Anruf von ihr, in dem sie mir glücklich berichtete, dass sie gerade ohne Allergiesymptome neben einer Katze saß.

Die diffusen Allergiesymptome meiner zweiten Tochter

Seit zwei Jahren hat meine Zweitälteste, sie ist 16 Jahre alt, ab und zu heftige Allergiesymptome. Ihre Augen tränen dann und sie niest ständig. Ich konnte bei ihr bisher keine „normale“ Allergie feststellen. Wir haben herausgefunden, dass ihr dann eine Energiebehandlung hilft, in der wir gemeinsam die Ursachen aufdecken und bearbeiten. Meist sind es Themen aus der Schule, mit Freunden oder aus der Familie. Sie ist ein hochsensible Empathin, die oft Energien aus ihrer Umgebung aufnimmt und diese schwer wieder los wird.

4. Weitere Therapien für Allergien

Energiearbeit ist nur eine von vielen Möglichkeit Allergien zu behandeln. Sie passt nicht für jeden. Deshalb stelle ich hier einige andere Behandlungsmöglichkeiten vor.

4.1 Hyposensibilisierung

Bei der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) wird das Immunsystem durch die kontinuierlich steigende Gabe des Allergens langsam an dieses gewöhnt. Langfristig schwächt sich so die Reaktion auf das Allergen ab. Die Reaktion des Immunsystems tritt kaum noch oder nur noch bei sehr starker Allergenbelastung auf.

Die spezifische Immuntherapie kann nur genutzt werden, wenn es für die Allergie ein entsprechend aufbereitetes Allergen gibt, dessen Wirksamkeit in Studien nachgewiesen ist. Bewährt hat sie sich bei Allergien gegen Bienen- und Wespengift, Pollen, Hausstaubmilben, Hund- und Katzenhaaren.

Sie ist eine gute Methode für Allergiker, die mit einem anaphylaktischen Schock rechnen müssen, wenn sie mit einem Allergen in Kontakt kommen. Bienenallergiker können nach einer erfolgreichen stationären Hyposensibilisierung wieder angstfrei den Sommer genießen.

4.2. Antihistaminika

Antihistaminika sind Medikamente, die die Immunreaktion dämpfen. Sie können Symptome kurzfristig lindern, die Ursache aber nicht beheben. Histamin spielt eine wichtige Rolle bei unserer Immunabwehr.

Antihistaminika enthalten Wirkstoffe, die sich an die Histamin-Rezeptoren im Körper binden und dadurch die Allergiesymptome abschwächen. Es gibt eine Vielzahl von Präparaten in Tabletten-, Tropfen- oder Sprayform.

Antihistaminika haben Nebenwirkungen und können aufgrund ihrer dämpfenden Wirkung müde machen. Da jeder anders auf sie reagiert, empfehle ich, gemeinsam mit dem Hausarzt auszuprobieren welches Mittel am besten zu einem passt.

4.3. Homöopathie

Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Wichtig ist, sich einen Arzt oder Heilpraktiker zu suchen, der eine fundierte Homöopathie-Ausbildung gemacht hat. Ich empfehle Klienten öfter eine mir bekannte versierte Homöopathin.

Die homöopathische Behandlung baut auf einer ausführlichen Anamnese auf. So erfährt der Homöopath die notwendigen Informationen über den Patienten, seine Situation, sein Befinden und seine Krankheitssymptome. Auf dieser Grundlage wird durch den Prozess der Repertorisation das richtige Mittel ausgewählt.

4.4 Akupunktur

Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die chinesische Medizin geht davon aus, dass ein gestörter Energiefluss des Qi für Erkrankungen verantwortlich ist. Durch das Setzen von Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte werden Störungen im Fluss des Qi behoben.

In der Praxis hat sich Akupunktur bei Allergien bewährt. Drei von vier Pollenallergikern spüren deutliche Verbesserungen. Am besten lässt man sich mehrere Jahre hintereinander behandeln. Viele Patienten haben danach jahrelang keine Beschwerden mehr.

4.5. Angewandte Kinesiologie

Als Diagnoseverfahren wird in der Kinesiologie ein Muskeltest eingesetzt, durch den Ungleichgewichte und Dysfunktionen festgestellt werden. Der Muskeltest dient als „Biofeedback-System“. Bei Allergikern findet nach ausführlicher Anamnese und Feststellung der Allergene sowie der möglicherweise dahinter verborgenen Ursachen ein kinesiologischer Energieausgleich statt.

Kostenübernahme

Eine gute Nachricht ist, dass immer mehr Krankenkassen auch Kosten für alternative Heilmethoden übernehmen. Vielleicht setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass so langfristig Kosten durch weniger Medikamenteneinnahmen und Arztbesuche gespart werden.

5. Wie finde ich die passende Therapie?

Es gibt leider keinen einzig richtigen Weg Allergien zu behandeln. Jeder muss für sich selbst herausfinden was ihm hilft. Wichtig ist, die Verantwortung dafür nicht an einen Arzt oder Therapeuten abzugeben.

Ich rate außerdem sehr davon ab zu experimentieren, wenn dadurch lebensbedrohliche Situationen entstehen können. Mit einem anaphylaktischen Schock ist nicht zu spaßen!

5.1. Was spricht mich an?

Wenn Du auf der Suche nach einer passenden Therapie sind, rate ich Dir nach einer ganzheitlichen Methode zu suchen. Langfristig werden Therapien, die sich nur auf Symptome konzentrieren nicht helfen.

Idealerweise findest Du eine Methode, die Dich dabei unterstützt herauszufinden, was für Gründe das Immunsystem hat in erhöhter Alarmbereitschaft zu sein. Außerdem kannst Du mit einer ganzheitlichen Methode besser lernen, Deine Selbstheilungskräfte zu benutzen.

Versuche offen und ehrlich zu sein. Achte bei der Suche genau darauf, was Dir über den Weg läuft und was Dich anspricht. Intuitiv wissen wir oft mehr als wir denken! Ich bin z.B. durch den Tipp einer Freundin auf das geistige Heilen gekommen.

Ein gutes Beispiel für dieses intuitive Wissen ist meine Tante, die mich einmal wegen ihrer starken Birkenpollenallergie anrief. Sie sagte, sie hätte das Gefühl, dass ihr Akupunktur helfen würde. Ich habe ihr geantwortet, dass sie sich die Antwort damit schon selbst gegeben hat. Ich war nicht überrascht, dass ihre Akupunktur-Behandlung erfolgreich war.

5.2 Allergien als Lernaufgabe

Durch meine Allergien habe ich viel gelernt:

  • Ich habe gelernt, dass es sich lohnt etwas auszuprobieren.
  • Ich habe gelernt, dass ich Einfluss auf meine Krankheiten habe.
  • Ich weiß jetzt, dass das Immunsystem nicht unabhängig von mir agiert und dass es lernfähig ist.
  • Ich habe festgestellt, dass es sich lohnt mögliche Ursachen für Allergiesymptome zu erforschen.

Der Leidensdruck durch das Belastungsasthma meiner Tochter hat mich damals zum Glück dazu motiviert, mich auf die Suche zu machen.

Vielleicht konnte ich Dich mit diesem Artikel dazu motivieren, Dich auf eine eigene Entdeckungsreise zu begeben und so vielleicht einen neuen Zugang zu Deinen Allergien zu finden. Vielleicht wirst Du Dich dabei selbst überraschen. Auf jeden Fall wirst Du viel über Dich und Deine Selbstheilungskräfte lernen.

Hast Du Fragen? Sprich mich gerne an, ich biete ein kostenloses halbstündiges Beratungsgespräch an.

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

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