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Sprache macht den Unterschied

Ich habe gerade eine Corona Infektion hinter mir. Es war nicht schlimm. Nur merkte ich danach, dass ich aus der Balance bin. Bei Kleinigkeiten rastete ich plötzlich aus: Als kein Klopapier da war ging ich an die Decke! Körperlich hatte ich keine Symptome. Die Tests waren negativ und ich leider auch!

Das zeigte sich leider in meiner Sprache

Als ich wieder einmal wie ein Rohrspatz vor mich hin schimpfte wurde mir klar wie negativ meine Sprache geworden war: wie herabsetzend und verurteilend.

Das war ein so deutlicher Unterschied zu meiner sonstigen Daseinsform, dass mir das ziemlich schnell bewusst wurde. Ich habe meine Familie gewarnt, dass ich momentan nicht ganz bei mir bin. Der Kommentar meines Mannes war: „Ach, Du hast das gemerkt?“

Obwohl ich mich oberflächlich fit fühlte brauchte ich wohl mehr Regenerationszeit. Wenn ich mich wieder aufregte, wusste ich, Du musst kürzer treten. So habe ich grummelnd mein Arbeitspensum reduziert. Das fiel mir nicht leicht. Theorie ist eben einfacher als Praxis. Hier hatte ich also eine großartige Gelegenheit zum Üben.

Wörter transportieren Energie

Dieses aus der Balance sein hat mich sensibilisiert für die Macht der Wörter. Meine Negativität hat sich deutlich in meiner Sprache ausgedrückt. Ich habe zu Hause für schlechte Laune gesorgt, wenn ich nicht aufgepasst habe.

Manchmal bewegt sich mein Mund bevor mein Gehirn eingeschaltet ist und dann kommen Sachen raus, die ich am liebsten zurücknehmen würde. Was natürlich unmöglich ist.

Ich habe also daran gearbeitet zurück in meine Balance zu kommen und achtsam mit meiner Energie und meinen Worten zu sein.

Was Sprache bewirken kann: Bei Pflanzen

Ich gebe zu: Ich rede mit meinen Pflanzen. Dass das ihnen vielleicht sogar beim Wachsen hilft zeigt folgendes Experiment:

In einem Ikea Markt wurden die Besucher aufgefordert einen Monat lang eine Pflanze zu beschimpfen und die andere mit liebevollen Worten zu überschütten. Was passiert ist kannst Du im You tube Video (in Englisch) sehen: Einer Pflanze ging es danach richtig gut, die andere vegetierte vor sich hin.

Sprache und Wasser: Die Experimente von Masaru Emoto

Zum ersten Mal davon gehört, dass Wörter Energie transportieren, habe ich durch Masaro Emoto. Er hat die Wirkung von Sprache und Musik auf Wasser untersucht.

Emoto hat Wasser gefroren und die Kristalle fotografiert. Je naturbelassener das Wasser war umso schönere Kristalle konnte er fotografieren.

Er stellte eine Flasche Wasser zwischen zwei Lautsprecher, die auf für Menschen angenehme Lautstärke eingestellt waren. Klassische Musik ergab wunderschöne Kristalle, Heavy Metall mit hasserfüllten Texten ließ die Kristalle in tausend Stücke zerspringen.

Interessanterweise reagierte das Wasser nicht nur auf gesprochene sondern auch auf geschriebene Sprache. Das Wort Danke, in verschiedenen Sprachen gezeigt ergab einen schönen Kristall. Das geschriebene Wort Dummkopf lässt den Kristall in jeder Sprache zerspringen.

Diese Ergebnisse finde ich auch deswegen interessant weil wir zu 70% aus Wasser bestehen. Was passiert also in unserem Körper, wenn wir beschimpft oder gemobbt werden? Das bedeutet doch, dass nicht nur unsere Psyche sondern auch unser Körper leidet. Wir zerbrechen dann wohl auch ein Stück.

Beispiel

Gesehen habe ich das bei meinem Sohn, der eine riesige Power hat, aber sehr sensibel ist. Am Anfang habe ich dagegen gehalten wenn er ausgerastet ist. Bis ich gemerkt habe, dass ihn das nur verletzte. Die beste Art mit ihm umzugehen war eine deutlich sanftere.

Schrift-Sprache

Wir können also als Blogger, Autoren und Social Media-Nutzende viel kaputt machen mit Worten, die wir unreflektiert heraushauen.

Sprache im Internet

Shitstorms gehören dazu, wenn man sichtbar wird, höre und lese ich immer wieder. Wirklich? Ich finde das nicht normal und mag mich auch nicht damit abfinden.

Sprache beim Bloggen

Der Vorteil beim Schreiben ist, dass ich mehr Zeit habe zu reflektieren. Ich merke, wenn ich ein Wort weglasse oder ein anderes dazu nehme, dann kann eine ganz andere Energie entstehen.

Ich kann

  • Begeisterung erzeugen beim Teilen von praxisnahem Wissen und Tipps
  • Meine Leser mit auf meine Reise nehmen
  • Spannend sein und inspirieren

Und vermeide

  • Langeweile
  • Trockene Inhalte
  • Belehrungen

Die Lehrer, an die ich mich dreißig Jahre nach dem Abitur noch erinnere, konnten das: mich als Schüler mitnehmen. Durch ihre Zugewandtheit und ihre Sprache haben sie mich abgeholt.

Sprache manipuliert

In den letzten Jahren ist mir klar geworden wie leicht uns Sprache beeinflussen kann. Die Geschicke der Welt werden auch durch die Sprache der Berichterstattung beeinflusst.

Gute Beispiele dafür sind

  • Die Kommunikation von Donald Trump
  • Krieg in der Ukraine: Auf beiden Seiten
  • Covid Berichterstattung

Die Angst machende Berichterstattung über die Corona Infektion hat mich dazu gebracht, meinen Nachrichtenkonsum zu überdenken.

Denn ich merke intuitiv, wenn etwas nicht stimmt. Mein Bullshit-o-meter springt an und dann werde ich vorsichtig, auch wenn ich nicht genau weiß, warum das so ist.

Wie vorsichtig bist Du mit dem was Du liest und hörst?

Heilende Sprache

Es gibt Sternstunden, da finden Dich genau die Worte, die Dir gut tun. Sie können Dich einhüllen wie eine warme Decke. Sie motivieren und tragen Dich durch schwere Zeiten.

Ärzte sind sich oft viel zu wenig bewusst, dass schon ihr Da- und Zugewandtsein den Heilungsprozess ihrer Patienten entscheidend beeinflusst.

Wähle Deine Worte weise

Was wir brauchen um achtsam mit Sprache umzugehen ist Bewusstsein für uns selbst und unsere Gefühle. Wie schnell es geht, in Negativität, abzurutschen habe ich gerade gemerkt. Dass sich das so deutlich an meiner Sprache zeigte hat mich überrascht.

Ich bin dem aber nicht hilflos ausgeliefert, denn ich habe die Wahl wie ich mit meinen Befindlichkeiten umgehe. Immer! Ich darf entscheiden welche Energie ich transportiere. Wenn ich aus der Balance bin kann das auch mal eine besondere Herausforderung sein.

Ich komme langsam raus meinem Tief. Das Reflektieren über meine Sprache – intern und nach außen – hat mir dabei geholfen.

Was hast Du für Erfahrungen mit Sprache gemacht?

Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bücher: Masaru Emoto: Die Antwort des Wassers, Band 1 und 2 (2001)

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

8 Kommentare

  1. Christine

    Gratulation zu diesem Beitrag! Und danke für die Erinnerung, welche Macht Worte und Sprache haben. Das wird leider zu oft vergessen bzw. unterschätzt.

    Schön, dass es Dir wieder besser geht. Und dass Du trotz Alltag gespürt hast, dass etwas nicht in Ordnung ist. Gute Selbstwahrnehmung würde ich sagen…

    • Inge Schumacher

      Danke liebe Christine,
      fürs nächste Mal wünsche ich mir, dass ich es noch eher merke…

  2. Birgit

    Hallo Inge,
    heute war wieder mal so ein Impuls in mir und ich habe mich gefragt, was Sie wohl in letzter Zeit geschrieben haben. Und siehe da, Ihre letzten beiden Artikel über Sprache und Zuhören passen voll rein in meine Überlegungen der letzten Tage, wie ich mit Menschen umgehen/kommunizieren möchte, was mir gut tut und was nicht.
    Ihre Artikel sind für mich sehr inspirierend und ermutigen mich, weiter meinen Weg zu gehen. Herzlichen Dank und ich freue mich auf weitere interessante Beiträge und auf das Buch!

    • Inge Schumacher

      Liebe Birgit
      danke für Ihre Wertschätzung. Das freut mich sehr!
      Alles Gute für Ihren Weg!
      Inge

  3. Birte

    Liebe Inge, ein sehr interessanter Artikel! Besonders über Experimente lese ich immer gern, und diese waren ja nun wirklich sehr spannend.
    Ich hoffe dass du weiterhin – auch innerlich – deine C-Infektion hinter dir lassen kannst und freue mich auf die nächste Blognacht! Liebe Grüße, Birte

    • Inge Schumacher

      Liebe Birte
      Danke für Dein Feedback!
      Auf die nächste Blognacht freue ich mich auch!
      Herzliche Grüße Inge

  4. Edith

    Liebe Inge,

    wie wunderbar du deine Erlebniswelt in Worte gefasst hast. Vielen Dank.

    Auch ich habe mich in der letzten Zeit mit diesem Thema befasst. Und ganz ohne zu wissen, was du schreibst, ist mein letzter Artikel in eine ganz ähnliche Richtung gegangen. Wenn du magst, kannst du ihn gerne lesen.

    Lieben Gruß von Edith

    P.S. https://www.dgdessous.de/die-macht-der-frau-und-ihre-waffen/

    • Inge Schumacher

      Stimmt liebe Edith,
      und als Beweis ist unser Bild des eigenen Körpers sehr treffend gewählt!

      Herzliche Grüße nach Laueburg
      Inge

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