Heilende Hände haben wir alle. Wir bekommen sie in der Grundausstattung mitgeliefert.
In diesem Artikel erkläre ich dir wie du mit deinen Händen heilst und gebe dir 7 Tipps, wie du dich mit deinen heilenden Händen vertrauter machst.
Du meinst vielleicht, du hast keine heilenden Hände. Ich kann dir versichern, du nutzt deine Hände jetzt schon öfter heilend als du glaubst.
Überlege mal: Wenn du dich stößt, fasst du als erstes instinktiv die schmerzende Stelle an und streichst darüber. Das ist kein Zufall.
Deine Hände beruhigen dich, wenn du sie auf die schmerzende Stelle legst. Du förderst so Heilung und Entspannung. Du nutzt deine Hände also schon längst als Übermittler von heilenden Energien.
Wo hast du schon heilende Hände erlebt?
Massagen kennst du bestimmt. Jemand, der gut massieren kann, spürt verhärtete Muskeln auf und löst die Verspannungen. Er schenkt deinem Körper und deinem gesamten Sein Ruhe.
Meine Osteopathin arbeitet mit ihren Händen und nimmt ganz viel Informationen über ihre Hände auf.
Kennst du Reiki? Diese japanische Kunst des Handauflegens ist bei uns weit verbreitet. Wenn du die Chance hast, probiere das einmal aus.
Heilende Hände haben keine unerwünschten Nebenwirkungen
Um dein Körper-Geist-System besser zu verstehen, fang einfach an, selbst mit deinen heilenden Händen zu experimentieren.
Das Schöne ist, dass du nichts kaputt machen kannst, wenn du deine Hände als ein Instrument zur Heilung einsetzt.
Alle Eltern heilen
Wenn dein Kind sich wehtut, wirst du automatisch deine Hand auf die schmerzende Stelle legen, wenn es sich nicht um eine offene Wunde handelt. Meine Kinder haben von sich aus meine Hand dahin gelegt, wo es wehtat.
Deine Berührung tröstet und gibt Sicherheit. Alleine dadurch unterstützt du die Selbstheilung deines Kindes.
In meiner Praxis ermutige ich Eltern, ihre Kinder zu berühren und ihnen Heilung zu schicken. Sie kennen sie am besten und merken schnell, wann das passt und wann nicht.

Meine heilenden Hände
Ich benutze meine Hände beruflich, wenn eine Behandlung das erfordert, vergesse ihre heilenden Fähigkeiten im Alltag aber auch immer wieder.
Meine Töchter hatten im letzten Sommer riesige Mückenstiche, was vermutlich an einer allergischen Reaktion lag. Die Stellen waren groß und rot und taten weh. Meine Mittlere kam zu mir mit der Idee: Mama, kannst du nicht einfach mal deine Hände draufhalten?
Klar konnte ich. Daran geglaubt, dass es hilft habe ich jedoch wenig. Wir haben also ein Experiment gemacht.
Es war faszinierend. Nach 15 Minuten Handauflegen war der riesige Mückenstich nur noch halb so groß. Am nächsten Tag haben wir die Behandlung wiederholt und danach war sie nicht mehr notwendig.
Wie ich das gemacht habe?
Ganz genau kann ich das nicht beschreiben. Ich habe die Intention zur Heilung gehabt und die Hände über die betroffenen Stellen gehalten. Geholfen hat mir dabei bestimmt auch meine langjährige Erfahrung im Umgang mit Energien.
Du kannst das aber auch. Probiere das einmal aus. Wie gesagt: Schaden kannst du nicht anrichten, im Gegenteil. Du musst noch nicht einmal hundertprozentig an die Wirksamkeit deiner heilenden Hände glauben. Es reicht, wenn du offen bist.
Heilung ist natürlich
Das Drumherum ist übrigens total egal. Erlaubt ist, was für dich passt. Während des Heilens kannst du dich unterhalten und es darf gelacht werden. Das entspannt die Situation und kann die Heilung fördern.
Ich habe mich währenddessen immer wieder auf meine heilende Absicht fokussiert. Mehr nicht.
Selbstheilung
Wir heilen uns immer selbst, egal wer oder was uns dabei unterstützt. Heilende Hände, Bewegung oder Vitamine, gute Energien oder ein fähiger Arzt.
Wie du deine Hände zum Heilen einsetzt?
Die Hände sind dein Fokuspunkt. Stelle dir vor, wie heilende Energie durch deinen Körper in die Hände fließt.
Du solltest diese Energie nicht aus dem eigenen Körper holen, sondern von außen. Daher, woher, für dich die zur Heilung passende, Energie herkommt. Du schützt so deine eigenen Energiereserven. Das ist wichtig, denn du kannst nicht helfen, wenn deine Batterien leer sind.
Ich bitte bei meiner Energiearbeit, die passende Energie, zur Verfügung zu stehen. Sie ist immer da, darauf kann ich mich verlassen.
Während der Heilung kannst du die Hände auf den Körper auflegen oder ihn darüber schweben lassen. Probiere aus und stelle fest, was sich im Einzelfall stimmiger für dich anfühlt.
Bei den Mückenstichen meiner Kinder habe ich die Handfläche nahe über der Stelle gehalten und meine Arme vorsichtig auf dem betroffenen Körperteil abgestützt, damit sie nicht müde werden.
Wer heilt, hat recht
Ob Mückenstiche oder Neurodermitis, es gibt keine Grenzen oder Regeln für den Einsatz deiner heilenden Hände. Die Wirkung ist heutzutage medizinisch noch nicht nachweisbar. Das braucht dich aber nicht davon abhalten, es auszuprobieren.
7 Übungen für deine heilenden Hände
Wenn du deine Hände bewusst benutzt, setzt du dich konkret mit deinem Körper auseinander und trittst mit ihm in Kontakt. Dadurch verbesserst du die Kommunikation mit ihm. Das können wir alle gut gebrauchen. Leider sind viele von uns, mich eingeschlossen, mit ein Defizit in der eigenen Körperkommunikation aufgewachsen.
Für diese Übungen solltest du am Anfang in bequemer Stellung an einem ruhigen Ort sitzen. So kannst du in Ruhe ausprobieren.
1. Energieball
Halte deine Hände mit leicht geöffneten Fingern etwa zwei Zentimeter voneinander entfernt. Stelle dir vor, wie sich zwischen ihnen eine Energiekugel bildet. Lasse sie größer und kleiner werden, indem du deine Hände zusammen oder auseinanderführst.
2. Achtsame Berührung
Setze dich ruhig hin und konzentriere dich auf deine Hände. Lege sie auf verschiedene Körperteile und spüre die Wärme und Energie, die von ihnen ausgeht.
3. Atem-Energie
Atme tief ein und visualisiere, wie du während des Ausatmens heilende Energie durch deine Hände ausatmest. Halte sie über Bereiche deines Körpers, die Unterstützung benötigen.
4. Selbstheilung
Lege deine Hände auf die Bereiche deines Körpers, die Unwohlsein oder Schmerzen verspüren. Stell dir vor, wie heilende Energie durch deine Hände fließt.
5. Energie-Scan
Halte deine Hände erst 5 cm, dann 10 cm und dann 15 cm über deinem eigenen Körper und bewege sie langsam auf und ab. Fühle, ob du Unterschiede in der Energie oder Temperatur wahrnimmst. Streiche sanft über die Stellen, die sich bedürftig anfühlen.
6. Visualisierung
Schließe die Augen und visualisiere, wie du heilendes Licht durch deine Hände auf dich, eine Freundin oder ein Familienmitglied lenkst. Energie kennt keine Grenzen. Der Empfänger muss also nicht im selben Raum sein wie du.
7. Sprich mit deinem Körper
Zum Beispiel tut dir der Fuß weh. Untersuche die schmerzende Stelle und sammle Informationen:
- Fühlt sie sich hart oder weich an?
- Ist sie kalt oder warm?
- Juckt die Haut?
- Ist sie gerötet?
Dann frage den Fuß, wie du ihn bei der Heilung unterstützen kannst.
- Hilft ihm eher Wärme oder Kälte?
- Braucht der Fuß Ruhe und muss hochgelegt werden oder hilft eine vorsichtige Massage?
- Wo sollst du deine Hand auflegen?
Schon die Aufmerksamkeit, die du deinen Fuß zukommen lässt, fördert die Selbstheilung.
Bei diesen Übungen geht es um das bewusste Lenken von Energie. Mit ein wenig Achtsamkeit, Offenheit und etwas Übung, baust du so eine engere Verbindung zu deinen heilenden Händen auf.
Beim ersten Mal fühlst du dich wahrscheinlich komisch dabei. Egal, es ist ja keiner da, der sich über dich lustig machen kann.
Beschwerden unbedingt beim Arzt abklären
Diese Übungen können dich und dein soziales Umfeld unterstützen. Sie ersetzen jedoch keinesfalls die Behandlung durch Fachpersonal. Andauernde Beschwerden solltest du auf jeden Fall mit Ärzten und Spezialisten abklären. Deine heilenden Hände kannst du natürlich trotzdem weiter einsetzen.
Du möchtest eine engere Beziehung zu deinen heilenden Händen aufbauen? Ich begleite dich gerne dabei. Vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Dieser Artikel ist in der Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.
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Beitragsbild: Mirjam Kilter, anderes: Pixabay


Stimmt, liebe Inge. Ich bin mir oft gar nicht bewusst, wie oft ich meine Hände dazu einsetze, anderen und mir selbst wohl zu tun. Das häufigste, das ich zur Zeit mache, ist einfach einem alten Menschen (ich arbeite in einem Altenheim) mit der Hand zart über den Rücken oder den Kopf zu streicheln, wenn er traurig ist. Es ist so einfach, jemand etwas Gutes zu tun. Wenn man (ich) will, hat man alle „Werkzeuge“ zur Hand. Und oft genug ist es die Hand selbst. Vielen Dank für deinen aufschlussreichen Artikel. Liebe Grüße
Liebe Edith,
wir du deinen Umgang mit deinen heilenden Händen beschreibst, ist das Schöne und das Natürliche daran. Wir brauchen nicht groß darüber nachzudenken. Einfach Mensch sein und Empathie reichen völlig aus!
Herzliche Grüße
Inge