Erwischt du dich auch manchmal dabei, immer wieder über die selben Dinge zu jammern?

Wenn du deine Ziele und Werte nicht leben kannst, sondern dich fremdgesteuert fühlst, macht dich das unzufrieden und du kommst ins Jammern.

Besonders traurig ist es, wenn du dich machtlos fühlst, daran etwas zu ändern. Jammern zeigt, dass die Zeit reif für Veränderung ist. Denn Jammern passiert nicht einfach. Es ist ein Hinweis darauf, dass etwas in deinem Leben nicht stimmt.

Wenn du jammerst, fühlst du dich machtlos und als Opfer. Das ist ein schreckliches Gefühl. Nicht umsonst hat mein 1. Buch den Titel „Jammern kannst du später“. Dort zeige ich, wie du mit dem Gefühl der Hilflosigkeit umgehst und ins Tun kommst.

Ich habe selbst jahrelang gejammert und mich hilflos gefühlt. Bis ich gelernt habe, dass ich nicht das Opfer der Umstände, sondern sehr wohl dazu in der Lage war, meine eigene Realität zu gestalten und zu handeln.

Jammernde geben ihre Verantwortung ab

Wenn du dich als Opfer fühlst, versuchst du, andere Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was du nicht schaffst. Weil du es nicht hinbekommst, sollen andere das für dich übernehmen. Ganz abgesehen davon, dass das selten funktioniert, gibst du damit deine Gestaltungsmacht ab.

Jammernde glauben zum Beispiel:

  • Wenn mein Chef endlich meine Arbeit würdigt, dann bin ich zufrieden und es geht mir gut.
  • Wenn meine Eltern, meine Kinder, mein Partner mich auf diese oder jene Art wertschätzen, dann ist alles gut.

Das wird wahrscheinlich nicht passieren. Über unsere Mitmenschen hast du keine Verfügungsgewalt. Das Warten darauf, dass andere etwas für dich tun, macht dich nur noch kleiner und abhängiger. Du gibst ihnen die Schuld, dass du in dieses Jammertal geraten bist, und fühlst dich umso mehr als Opfer.

Das Verharren in einer Opfersituation bedeutet, dass keine Handlungsmöglichkeiten bleiben. Du siehst keinen Ausweg aus der Situation. Nicht weil du unfähig bist, sondern weil in diesem Moment einfach keine weiteren Optionen existieren. Du steckst fest.

Ich bin nicht gut genug

Die Ursache für diesen Stillstand ist oft das eigene Selbstbild. Du müsstest daran arbeiten, aber du schiebst die Auseinandersetzung mit dem, was du bist und wozu du hier bist vor dir her, weil du dich unzulänglich fühlst.

Wir verstecken uns vor uns selbst, weil wir uns davor scheuen, unseren Fehlern und Macken ins Gesicht zu sehen.

Wir schämen uns, weil wir uns nicht richtig fühlen und nicht gut genug. Wir haben instinktiv Angst vor uns selbst. Das ist keine gute Basis, um Selbstvertrauen aufzubauen.

Wer will sich schon gerne auf jemanden einlassen, auf den man sich nicht verlassen kann?

Gegen Jammern hilft Selbstvertrauen

Selbstvertrauen ist das wirksamste Mittel gegen Jammern. Selbstbewusstsein bekommst du am besten, wenn du dich wirklich kennenlernst.

Das sehe ich bei vielen Klienten: Je mehr sie sich kennenlernen, umso mehr schätzen sie sich und umso weniger beklagen sie sich. Sie fühlen sich wohler, freier und sind viel zufriedener. Warum? Weil sie handlungsfähig sind und sich als die Gestalter ihres Lebens wahrnehmen.

Das hört sich ganz einfach an, oder? Du musst einfach nur losgehen und einmal genau hinschauen. Ich verspreche dir, dass du positiv überrascht sein wirst. Wenn du Unterstützung dabei brauchst, dann sprich mich unverbindlich an.

Mit Jammerlappen umgehen

Jammerlappen brauchen dich als Ohr, in das sie ihr Gejammer hineinschütten können. Sie ziehen dich runter. Sie wollen sich nicht wirklich bewegen und etwas an ihrer Situation ändern.

Als ich das begriffen habe, beschloss ich, nicht mehr als Abfalleimer für diese Menschen zur Verfügung zu stehen. Ich habe den Kontakt zu chronischen Jammerlappen abgebrochen. Allein dadurch fühlte sich mein Leben schon viel positiver an.

Versteh mich nicht falsch: Ich gestehe jedem zu, sein Herz auszuschütteln und negative Gefühle loszuwerden. Das brauchen wir alle.

Das Leben schüttelt uns manchmal ordentlich durch, und was einen dann auffängt, ist ein gutes soziales Miteinander.

Wenn das Jammern aber chronisch wird, dann wechsle ich das Thema oder entferne mich aus der Situation.

Tipp bei chronischem Jammern

Sei so positiv, dass Jammerlappen es nicht mit dir aushalten!

Glaub mir, das funktioniert. Es handelt sich dabei um eine ganz natürliche Abstoßungsreaktion.

Wenn du deine natürliche Lebensfreude und deinen Optimismus teilst, passiert folgendes: Menschen, für die das Glas immer halbleer ist, ziehen sich zurück. Denn du bestärkst sie nicht in ihrer Negativität, sondern zeigst, dass es auch anders geht.

Das Schöne daran ist: Du wirst automatisch diejenigen anziehen, die das Glas halbvoll sehen. Die, die offen sind für

  • Entwicklung
  • Austausch
  • echten Kontakt
  • Verbindung statt Drama
  • Tiefe statt Spielchen

Diesen Menschen bereichern dein Leben und du kannst die Welt mit ihnen aus den Angeln heben. Im positiven Sinne.

Lass deine Positivität strahlen. Ohne dich zu erklären oder zu entschuldigen. Sie ist eine Einladung für die, die mitgehen und ihr Leben gestalten wollen.

Was bringt dich zum Jammern und wie gehst du mit Jammerlappen um?

Bilder: KI

© Inge Schumacher