Der Blog für Deine Entwicklung

Kategorie: Wir erschaffen unsere Realität (Seite 2 von 3)

Warum Selbst-Vertrauen wichtig ist

Natürlich vertraue ich mir, wem denn sonst? fragst Du Dich vielleicht.

Ich vertraue mir nicht hundertprozentig und Du?

Vertraust Du darauf, dass Du in jeder Lebenslage die richtige Entscheidung triffst? Hast Du nie Angst, dass etwas aus dem Ruder läuft, das Du nicht unter Kontrolle hast? Die Kinder? Die Arbeit? Die Gesundheit?

Wir würden viel leichter leben wenn wir uns mehr vertrauen könnten.

In diesem Artikel untersuche ich warum wir oft unsicher sind. Außerdem teile ich am Schluss acht Übungen zur Stärkung Deines Selbst-Vertrauens.

Selbst-Vertrauen gibt uns Sicherheit, die wir immer dabei haben

Eine Gesellschaft in der jeder mehr Selbst-Vertrauen hat, ist weniger manipulierbar und besser fähig mit Herausforderungen fertig zu werden.

1. Selbst-Vertrauen weitergeben

Mein Mann und ich arbeiten seit vielen Jahren daran uns mehr zu vertrauen. Unsere Kinder sollen mit möglichst viel Selbst-Vertrauen aufwachsen. Wir wollen ihnen vorleben, dass sie auf sich zählen können. Das Gleiche wünsche ich Dir auch: Du sollst die Sicherheit haben, dass

  • Du wertvoll bist
  • Du Dich nicht in die Pfanne haust
  • Du das erschaffst was Du brauchst
    • Gemeinschaft
    • Interessante Arbeit
    • Deine Werte leben
  • Du stark bist
Baby Füsse in 2 Erwachsenenhänden

Es ist ein langer Prozess zum Selbst-Vertrauen

Wir lernen früh, dass wir nicht okay sind. Wir werden er-zogen, geformt und passend gemacht. Weil

  • Wir nicht den Erwartungen unserer Eltern entsprechen
  • Wir nicht gut genug sind in der Schule
  • Wir nicht in die Schablone unserer Gesellschaft passen
    • Körperlich
    • Vom Intellekt her
    • Von unseren Interessen her

Wir haben uns ein Spalierobstbaum zugelegt, weil wir wenig Platz in unserem Garten haben. Dieser Baum wird dazu gezwungen in zwei Dimensionen zu wachsen. Ich finde das ist eine passende Parallele für die Rigidität in der meine Generation aufgewachsen ist.

Spalierobstbaum

Uns war nur erlaubt in vorgegebene Richtungen zu wachsen. Ausbrecher wurden neu justiert. So waren wir vorhersagbar und leitbar.

2. Warum fühlt sich unsere Welt unsicher an?

Über 50% der Menschheit ist traumatisiert. Das nennt sich transgenerationales Trauma. Auch ich kenne das. Meine Eltern wurden im 2. Weltkrieg geboren. Das Leben ihrer Eltern war ständig bedroht und das haben sie mitgenommen. Ich habe von ihnen gelernt, dass Kontrolle wichtig ist und dass man trotzdem immer damit rechnen muss, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

  • Wir erlebten Die Ängste unserer Eltern, den Job zu verlieren zum Beispiel.
  • Wir wurden als Kinder schreien gelassen und dadurch wurde unsere Verbindung zur Umwelt gestört.

Wir lernten so früh unserer Umgebung zu misstrauen. Um aus diesen Konditionierungen auszubrechen müssen wir uns ihrer erst einmal bewusst werden. Dann können wir daran arbeiten sie loszulassen.

Wie baust Du Dein Selbst-Vertrauen auf?

Erfahrung hilft

Du wärst heute nicht da wo Du bist, wenn Du nicht diverse Schwierigkeiten gemeistert hättest. Darauf kannst Du stolz sein. Sich das immer wieder klar zu machen öffnet den Blick nach vorne.

Entscheidungen aus der Vergangenheit akzeptieren

Im Nachhinein bin ich immer schlauer. Wenn ich mich mal wieder im „Hätte und Wäre“ verstricke hilft mir der Satz: Ich habe damals mit den mir zur Verfügung stehenden Informationen die beste Entscheidung getroffen.

8 Übungen für mehr Selbst-Vertrauen

Ich habe hier Übungen zur Stärkung Deines Vertrauens gesammelt. Lass Dich inspirieren.

Aufschreiben macht den Unterschied

Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe Deine Erkenntnisse auf. Es macht einen großen Unterschied etwas aufzuschreiben anstatt es nur zu denken. Es ist greifbarer und Du kannst es besser mitnehmen.

1. Stärken bewusst machen

Schreib Dir auf, wo Du gut bist. Wenn Dir nichts einfällt, frag Deine Liebsten.

2. Deine Ressourcen

Sind die Sachen, die Dir leicht fallen. Wenn ich unsicher bin konzentriere ich mich auf meine Ressourcen und nicht auf die Zukunft. Das gibt mir Halt und Zuversicht.

Deine Ressourcen kannst Du durch diese Fragen finden

3. Glaubenssätze erkennen

Es ist wichtig zu wissen welche Glaubensüberzeugungen Dein Vertrauen in Dich und Deine Umwelt beschränken. Glaubenssätze zu ändern ist wie Fahrradfahren lernen. Du musst es immer wieder üben.

HInweis: Wenn Du das denkst,

  • Ich bin hilflos
  • Ich muss aber…
  • Der oder die sollte…machen
  • Schon wieder!

dann sitzt da wahrscheinlich ein Glaubenssatz, den Du Dir anschauen darfst.

Denk daran: Um einen Glaubenssatz zu verstärken brauchen wir nur ein Erlebnis. Um ihn dauerhaft zu ändern mindestens 100.

4. Sich selbst kennen und akzeptieren lernen

Um Dich bei dir selbst sicher zu fühlen musst Du Dich als Ganzes akzeptieren

Das bedeutet auch in die dunklen Ecken zu schauen. Die Dinge anzuschauen derer Du Dich vielleicht schämst. Ich bespreche meine Fundstücke mit meinem Mann und Freunden. Oft stelle ich dann fest, dass ich gar nicht so schrecklich bin wie ich gedacht habe.

5. Präsent im Hier und Jetzt sein schafft Vertrauen

Nur im Hier und Jetzt erschaffen wir unsere Zukunft. Wir erschaffen mehr von dem auf das wir unsere Aufmerksamkeit richten. Entscheidend ist, wo Deine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist. Sie ist der Lichtstrahl, der aus den vielen Möglichkeiten die aussucht, die Du Realität werden lässt. Wir sind die Schöpfer unserer Realität

Tagsüber stelle ich mir immer wieder folgende Fragen:

  • Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade?
  • Welche Energie strahle ich so aus?

Damit Du das nicht vergisst, nutze eine Erinnerungs-App oder befestige einen Zettel an prominenter Stelle.

6. Schaffe Dir einen sicheren inneren Ort

In diesen sicheren Raum kannst Du Dich zurückziehen, um Abstand zu gewinnen und zu heilen. Du brauchst einen Ort an dem Du Dich wohl fühlst. Ideal ist ein Ort, der real existiert. Du musst nicht selbst dagewesen sein, sondern kannst Dich zum Beispiel auf Pinterest inspirieren lassen.

riesige alte Eiche

7. Die Wurzelübung

Diese Übung dient der Erdung und Zentrierung. Ich liebe sie weil sie einfach und wirkungsvoll ist.

Stell dich ohne Schuhe hin. Deine Arme hängen locker an den Seiten. Atme dreimal tief ein und aus. Stell Dir vor, Du bist eine große Eiche.

  • Deine Wurzeln reichen bis tief in die Erde
  • Dein Blätterdach gibt Schutz
  • Fühle wie fest Du mit der Erde verbunden bist
  • Der Wind zerrt an Dir und Du stehst fest am Boden
  • Ein Tier schabt sich an Deiner Rinde und es ist egal
  • Ein Hund hebt sein Bein und das stört Dich nicht
  • Du fühlst Dich wohl in der Verbundenheit des Waldes
  • Du atmest bewusst ein und aus
  • Du bist fest verankert und sicher

Ich habe diese kleine Meditation für Dich aufgenommen:

Übung zur Stärkung Deiner Wurzeln

Du findest sie auch mit meinen anderen 5 Minuten Inspirationen auf meiner Webseite.

Diese Übung benutze ich häufig. Sie gibt mir Halt. Dann wirft mich so schnell nichts um.

8. Erfolgserlebnisse sammeln

Oft nehmen wir die kleinen Wunder des Alltags, die durch unsere Energie im Hier und Jetzt verursacht werden kaum wahr.

Leg Dir einen Zettel hin oder schreibe am Abend in Dein Notizbuch, was alles geklappt hat und was einfach war. So gibst Du Deinen Erfolgen mehr Aufmerksamkeit.

Erfolgserlebnisse sind wichtig als Bestätigung. Du brauchst sie um Dich zu motivieren weiterzumachen. Dadurch wirst Du immer selbstbewusster und vertraust Dir immer mehr.

Du hättest gerne mehr Übungen?

In meinem Blogartikel Übungen zur Stärkung Deiner Superkräfte findest Du zehn weitere.

Mehr Selbst-Vertrauen als Individuum

Je selbstsicherer wir sind umso effizientere und bessere Entscheidungen können wir treffen. Wir sind offener für mehr Möglichkeiten zwischen denen wir wählen können. Je sicherer wir uns fühlen umso weniger sind wir manipulierbar.

Mehr Selbst-Vertrauen als Gesellschaft

Wir brauchen das Vertrauen, dass wir uns an den eigenen Haaren aus dem Schlammassel in den wir die Welt gestürzt haben herausziehen können. Wir brauchen die Sicherheit und das Wissen, dass wir dazu in der Lage sind. Das können wir nur schaffen wenn jeder Einzelne von uns fest an sich glaubt.

Brauchst Du Unterstützung um mehr Selbst-Vertrauen aufzubauen? Ruf mich gerne unverbindlich an.

Bilder: Pixabay, Privat

© Inge Schumacher

Energiarbeit mit Krebs-Patienten

Menschen wie Du und ich haben Krebs

Eine Freundin, die schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war hat mir 2013 einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten gegeben als ich sagte, dass ich Angst hätte mit ihr zu arbeiten. Ich befürchtete alles schlimmer zu machen. Deswegen machte ich beruflich einen Bogen um Menschen mit schweren Krankheiten. Sie schaute mich streng an und meinte: „ Inge, gib Dir einen Ruck. Ich erwarte keine Wunder. Schlimmer machen kannst Du bei mir nichts. Im Gegenteil, ich weiß dass Du mir helfen kannst.“

Sie hatte Recht. Die Arbeit mit ihr war genauso erfüllend wie mit jedem anderen Klienten. Ich konnte sie ein wenig unterstützen mit meiner Energiearbeit. Sie starb ein Jahr später.

Ich bin ihr immer noch dankbar dafür, dass sie mir meine Angst genommen hat. Meine Ängste waren unausgegorene Konstrukte meines Verstandes.

Seitdem habe ich mehr Menschen mit Krebs begleitet. Die meisten kannte ich schon bevor sie erkrankten. Es scheint einfacher zu sein Energiearbeit zu nutzen, wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht.

Ich arbeite nicht mit Klienten,

die konventionelle Heilmethoden ablehnen obwohl ihr Glaubenssätze eine andere Sprache sprechen. Leider sind wir manchmal Experten darin uns etwas vorzumachen. Das kann schlimme Folgen haben, wenn wir es mit ernsten Krankheiten zu tun haben.

Crystals KrebsReise

Ich habe Crystal 2011 getroffen als wir einen gemeinsamen Freund im Osten der USA besuchten. Drei Jahre später lud sie uns ein unseren Caravan vor ihrem Haus zu parken. So haben wir uns näher kennengelernt und sind seitdem locker in Verbindung geblieben.

Crystal ist eine talentierte Künstlerin. Sie hat zwei Kinder und drei Enkel, die sie über alles liebt. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet und sowohl ihrem Mann als auch ihren Kindern die Universität finanziert, was in den USA sehr teuer ist. Sie konnte deswegen nicht für ihre Rente vorsorgen und musste mit Anfang 70 noch arbeiten. Sie war immer da für andere.

Anfang Januar 2021 wurde sie mit einer starken Grippe zur Abklärung ins Krankenhaus geschickt. Heraus kam sie mit der Diagnose Lymphom. Die Krankheit, die mit einem massiven Anstieg der T-Zellen einhergeht, ist sehr selten und sehr aggressiv.

In diesem Augenblick, sie nennt ihn „Gnade“ sah sie ganz klar zwei Wege: Sie konnte innerhalb weniger Wochen zu sterben oder ihr Leben total umkrempeln und bleiben. Sie entschied sich dafür zu leben. Ihr war klar, dass dieser Weg nicht einfach und der Erfolg nicht sicher war.

Wollte ich mit Crystal arbeiten?

Bevor ich Crystal anrief habe ich mir drei Wochen lang überlegt, ob ich mich wirklich involvieren wollte. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:

  • Kann ich es aushalten sie leiden zu sehen?
  • Komme ich klar, wenn sie stirbt?

Wie kann ich sie unterstützen?

Mein Impuls war, ihr ein offenes Ohr zu schenken, wenn sie einen schlechten Tag hat. Sie ist ein sehr positiver Mensch. Aber auch positive Menschen haben manchmal zu kämpfen. Gut war, dass ich weder Familie noch eine enge Freundin war. Ich konnte das ganze Bild sehen ohne in Panik zu geraten.

Sie gab zu, dass sie Schwierigkeiten hatte mein Angebot anzunehmen. Sie war daran gewöhnt alles allein zu schultern. Aber sie wusste: Dieses Mal brauchte sie Unterstützung.

Unsere Energiearbeit

Wir fanden schnell heraus dass wir gut zueinander passten. Wir waren beide sehr offen was unserer Arbeit zugute kam.

Crystals Weg

Nach ihrer Entscheidung handelte sie schnell. Sie nahm an einer speziellen Studie teil mit drei Tagen Chemotherapie pro Woche für drei Monate.

Sie nutzte die Chemo als ihren Helfer gegen die bösartigen T-Zellen. Mit einem Quarzkristall schützte sie ihren Körper vor den Nebenwirkungen. Ihr fielen weder die Haare aus noch war ihr übel. Stattdessen ging es ihr immer besser.

Ursachen für den Krebs

Sie wusste, dass massives Trauma aus ihrer Kindheit der Auslöser für ihren Krebs war. Sie hatte aber keine Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit. Daran haben wir gemeinsam gearbeitet.

Crystals traumatische Kindheit

Ihre Kindheit war gezeichnet von Gewalt und Schlägen. Sie ist mit 16 ausgezogen und hat alleine die Schule fertig gemacht. Eine schlimme Kindheit kann schwere Folgen haben.

Viele Kinder vergessen ihre Traumen. Ihr Körper schützt sie davor indem er das Gefühl und die Erinnerung trennt und in zwei verschiedenen Gehirnhälften packt. Trotzdem ziehen sich die Trauma-Folgen durch ihr ganzes Leben.

Ich sitze in meiner Praxis mit dem Tensor in der Hand

Unsere Energiearbeit

Durch unsere gemeinsame Arbeit fand sie heraus, dass ihre Mutter mehrfach versucht hatte sie abzutreiben. – Ich habe erstaunlich viele Klienten, die dieses Schicksal teilen. – Ich bat sie außerdem in ihre sehr frühe Kindheit zurückzugehen und zu imaginieren was noch vorgefallen sein könnte.

Sie bekam niederschmetternde Bilder. Als sie ein paar Monate alt war hat ihre Mutter versucht sie zu erdrosseln. Sie konnte sich sogar an den Ring der Mutter erinnern, der sie dabei unter dem Kinn verletzte. Die Mutter hörte nur auf weil sie Angst vor dem Gefängnis hatte.

Das war starker Tobak. Es brauchte eine ganze Weile bis sie damit umgehen konnte. Sie hatte die Erklärung gefunden für ihr Gefühl nicht erwünscht zu sein, das sie ihr ganzes Leben hatte. Es erklärte auch ihren Schilddrüsenkrebs zwanzig Jahre zuvor.

Crystal entscheidet sich anders

Weil sie nach der Chemo in gutem Zustand war hat sie sich gegen eine Knochenmarkstransplantation und für ein experimentelles Medikament entschieden. Das bedeutete kein Krankenhaus und deutlich weniger Leid. Es hatte auch zur Konsequenz, dass die Verantwortung für ihre Heilung jetzt allein bei ihr lag.

Crystal startet ihre freudvolle Reise zu sich

Ihr ist klar, dass sie nur erfolgreich sein wird, wenn sie mehr Freude in ihr Leben bringt. Sie ist sehr motiviert, ihre Traumen anzusehen und sie zu lösen. Sie braucht ihre ganze Aufmerksamkeit um sich bewusst immer wieder für das Leben zu entscheiden.

Sie nutzt ihre kreativen und spirituellen Talente um

  • Sich ihrer Energie in jedem Moment bewusst zu sein
  • Sich zu fragen ob sie immer zu ihrem Besten handelt
  • die toxischen Energien zu bemerken und zu verändern, die den Krebs zurückbringen könnten

Freunde und Familie müssen sich an eine veränderte Crystal gewöhnen, die sich selbst an erster Stelle stellt. Sie ist jetzt eher in der Rolle des Zuhörers und weniger der Macherin.

Sie sagt, sie versucht die Probleme jetzt nicht mehr zu antizipieren bevor sie überhaupt da sind. Wegen ihrer eigenen schrecklichen Kindheit ist zu einer Übermutter geworden. Das hat zu beiderseitigen Abhängigkeiten geführt. Sie arbeitet jetzt gemeinsam mit ihrer Familie daran das zu ändern.

Crystal spürt die hundertprozentige Unterstützung von mir und meinem Mann. Auf der anderen Seite sieht sie die Ängste und Befürchtungen ihrer Familie und Freunde. Das ist zu erwarten. Es ist aber trotzdem nicht einfach damit umzugehen.

Ihr jetziger guter Zustand ist für die sie begleitenden Mediziner unerklärlich. Sie können sich ihren Heilungsprozess nicht erklären.

Allein hinterm Steuer

Crystal weiß, dass nur sie selbst sich aus dieser Krankheit führen kann. Sie nutzt das Medikament als Hilfe zum Fokussieren und arbeitet unablässig an ihrem Vertrauen in ihren Weg.

Unsere Trauma-Arbeit

Crystal sitzt am Lenkrad ihres Lebensautos. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Wir tauschen uns ein paarmal in der Woche aus. Ich frage sie immer was sie von mir braucht. Mein Mann und ich sind für sie da, wenn sie Fragen hat.

Ich finde es sehr bereichernd sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich lerne sehr viel von ihr.

Was hat Crystal bisher auf ihrem Reise mit Krebs geändert?

  • Sie lebt viel bewusster und ist präsenter im Jetzt
  • Sie hat den Druck losgelassen, den sie sich ständig gemacht hat immer und überall produktiv zu sein
  • Sie akzeptiert sich mehr und mehr selbst
  • Sie erlebt viel mehr Freude im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen und Putzen.
  • Sie etabliert gesündere Verbindungen zu ihrer Familie
  • Sie ist sich der Verwicklungen bewusst, die ihre Traumen in all ihren Beziehungen verursacht haben
  • Sie erweitert ihren Freundeskreis um Menschen, die ihr gut tun
  • Sie vergisst immer öfter dass sie krank ist

Egal wie diese Riese ausgeht, Crystal verfolgt einen Weg, der ihr schon jetzt ein befriedigenderes erfülltes Leben beschert.

Jede Lebensgeschichte und jeder Krebs ist anders

Ich erkläre mir die vielen Krebserkrankungen in der heutigen Zeit mit dem massiven Trauma, das wir seit dem 2. Weltkrieg angesammelt haben.

Traumen produzieren toxische Energie, die zu ernsten Krankheiten führt

Die Auslöser von Krebserkrankungen sind unterschiedlich. Es gibt individuelle und kulturelle Faktoren. Zum Beispiel bin ich der Meinung, dass die Brustkrebsrate deswegen so hoch ist, weil die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft überdacht werden muss.

Energiearbeit bei Krebs

Krebs-Patienten brauchen ein individuelles Unterstützungssystem. Sie sind in der Pflicht herauszufinden was ihnen gut tut und sich entsprechende Hilfe zu suchen. Nur sie wissen was wirklich passt. Meiner Meinung nach ist eine Mischung von konventioneller und alternativer Medizin für die meisten optimal.

Tipps:

  • Sabine Dinkel hat ein tolles Buch über ihren Weg mit Krebs geschrieben: Krebs ist wenn man trotzdem lacht.
  • Podcast (englisch) Lynn Mc Taggert im Gespräch mit Joe Dispensa: Paving the way for miracles.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Channeling und der Shift

Eine Informationsquelle, die ich regelmäßig nutze ist gechanneltes Material. Hier bekomme ich viele Inspirationen. (You can read this article in English here.)

Was ist Channeling?

Channeling bezeichnet die Kommunikation zwischen Menschen und nicht–physischen Wesenheiten. Ein Medium kommuniziert mit einem anderen Teil des Bewusstseins. Sie bauen gemeinsam einen Kanal auf.

Es gibt Massen an Informationen dazu im Internet. Bücher, Webseiten und Workshops. Channeling scheint den Weg in den Mainstream gefunden zu haben, zumindest in der esoterischen Ecke der Welt.

Hintergrundinformation zu Channeling

Wir sind so viel mehr als uns der Spiegel jeden Morgen zeigt. Wir haben einen Körper, der eng mit dieser Erde verbunden ist und wir haben eine Seele, die zu diesem Körper gehört. Diese Seele ist Teil eines größeren Bewusstseins. Manche nennen es das höhere Selbst. Ich nenne es Essenz. Die Seele verbindet uns mit allem Feinstofflichen. Wir vereinen also das Beste aus zwei sehr verschiedenen Welten in uns.

Wir sind hier, weil wir Vieles nur mit einem Körper erfahren können. Gefühle zum Beispiel: Gefühle sind Signale des Körpers. Oder Berührung. Weil wir neugierig sind und möglichst viel lernen wollen leben wir viele verschiedene Leben.

Wenn unser Körper stirbt wir die Seele wieder eins mit unserer Essenz. Sie nimmt alles mit was wir erlebt und gelernt haben. Nichts geht verloren.

Der Vorhang des Vergessens

Wenn wir geboren werden vergessen wir woher wir kommen: Dass wir Teil eines größeren Bewusstseins, einer Essenz sind. Dieses Vergessen ist fest mit dem Leben hier verbunden. So leben wir mit voller Intensität.

Dieses Weltbild erklärt für mich

Warum es so viel Leid und Schmerz gibt. Das ergibt keinen Sinn, wenn wir nur ein Leben haben. Wenn es aber darum geht möglichst viele Erfahrungen zu machen, dann gehören Armut, Krankheit und Leid dazu.

Ich erwarte nicht, dass Du mir glaubst. Bleibe aber bitte offen für Informationen, die Dir helfen können. Die Informationen, die ich hier teile habe ich aus vielen verschiedenen Quellen.

Wenn der Vorhang des Vergessens verschwindet

Alzheimer Patienten erfahren was passiert, wenn sie ihren Halt in dieser Realität verlieren, weil sie unkontrolliert immer mehr Informationen von jenseits des Vorhangs wahrnehmen. Ich wird nie vergessen wie eine Freundin meiner Schwiegermutter, die Alzheimer hatte mir erzählte, dass sie aufgehört hat auf die vielen Merkwürdigkeiten hinzuweisen, die nur sie sieht und hört.

Der Shift im Bewusstsein

Eine Erklärung für die wachsende Anzahl von Channels ist der Shift, den wir gerade erleben: Jedes Bewusstsein in diesem Universum hat beschlossen, auf der subjektiven Ebene, diesen Entwicklungsschritt zu tun. Wir verändern die Spielregeln weil sie nicht mehr passen.

Durch den Shift werden die Vorhänge des Vergessens langsam immer dünner. Er wurde seit über 100 Jahren vorbereitet. Richtig los ging es zur Jahrtausendwende. Gegen 2075 soll diese Entwicklung vollendet sein. Wie unsere Welt dann wohl aussehen wird?

Ich weiß, dass wir uns gerade verändern und bewusster werden. Ich sehe das an meinen Kindern. Mein Jüngster weiß intuitiv, dass er ein mächtiges Wesen ist, und daher die  Entscheidungsgewalt über sein Leben hat. Das macht das Leben mit ihm nicht einfacher.

Im Shift findet ein Paradigmenwechsel statt von

  • Intellekt zu Intuition
  • Konzentration auf das Außen hin zum Innen
  • Der Masse zum Individuum

Viele nennen das eine Veränderung zum Weiblichen. Warum weiblich? Weil wir diese Eigenschaften mit dem weiblichen Anteil in uns in Verbindung bringen. Unsere Welt ist bisher aufgrund unserer Geschichte bisher eher männlich geprägt.

Was sind Hinweise auf den Shift?

Veränderungen durch den Shift werden langsam sichtbar. Vieles passiert, was uns dazu  motiviert unseren Horizont zu erweitern und uns damit auf Veränderungen vorzubereiten.

  • Weltweite Verbindungen via Internet
  • Klimawandel
  • Corona Virus

Wir sind dabei zu lernen:

Essenzen helfen uns im Shift

Weil sich so viel verändert unterstützen uns mehr Essenzen mit Informationen. Meiner Meinung nach können wir jede Hilfe gebrauchen.

Unsere Aufgabe im Shift ist uns besser kennenzulernen. Nur dann können wir unseren Weg durch die vielen Veränderungen finden, die uns bevorstehen. Wir müssen fest in dieser Realität verankert sein um den Herausforderungen gewachsen zu sein.

Ich arbeite seit vielen Jahren daran bewusster zu werden. Mein Blog ist voll von meinen Erfahrungen. Trotzdem habe ich noch einen langen Weg vor mir. Die Reise zu sich selbst ist nicht einfach aber sehr lohnend. Ich habe mir auf vielen Gebieten schon mehr Freiheit erarbeitet:

Wir channeln uns natürlicherweise selbst

Als Essenz können wir auf ein riesengroßes Reservoir an Wissen zurückgreifen. Joe Dispensa nennt das, sich einklinken.

Ich nutze das, weil mein Namensgedächtnis unterirdisch ist. Ich vergesse kaum ein Gesicht aber jeden Namen. Wenn ich dringend einen Namen brauche erinnere ich mich plötzlich. Dann unterstützt mich meine Essenz.

Sich selbst channeln ist so normal, dass wir es nicht merken. Schwieriger ist es eine andere Essenz zu channeln. Das Aneinander gewöhnen und Aufeinander einspielen braucht viel Zeit und Energie, wie mir verschiedene Medien berichtet haben.

Ist Channeling eine brauchbare Informationsquelle?

Weil gechannelte Informationen durch die Glaubenssätze und Persönlichkeit des Mediums hindurchmüssen sind sie immer subjektiv eingefärbt. Das geht gar nicht anders. Wir dürfen daher nicht alles für bare Münzen nehmen was wir hören und lesen.

Deswegen nutze ich meinen internen Bullshit-o-meter. Das ist ähnlich wie bei Trump oder Fox News: Die sind auch besser mit Vorsicht zu genießen.

Meine Erfahrung mit Channels

Seth

Seth ist eine der bekannteren gechannelten Essenzen des 20. Jahrhunderts. Er hat seinem Medium Jane Roberts etliche Bücher diktiert. (Zum Beispiel: Seth speaks; auf Deutsch: Von der ewigen Gültigkeit der Seele.)

Elias

Vor 15 Jahren entdeckten wir Elias. Mary Ennis channelt Elias seit 25 Jahren. Elias war zum Beispiel als Oscar Wilde inkarniert. (Weitere Links findest Du unten im Artikel.)

das bekannte Foto von Iscar Wilde

Elias diktiert keine Bücher. Er bevorzugt Einzel- und Gruppensitzungen. Er hilft, das Trauma, das durch den Shift an die Oberfläche kommt zu reduzieren. Ich habe viel durch ihn gelernt.

Wie Du mit gechannelten Informationen umgehst

Channels haben alle eine Agenda. Einige kommen genauer rüber als andere, das heißt die Information wird durch das Medium mehr oder weniger verzerrt.

Such Dir die Informationen heraus, die Dich ansprechen. Spiel mit ihnen und teste sie. Sprich mit anderen darüber.

Ich rate Dir offen zu sein, wenn Du mit gechannelten Informationen zu tun hast. Für mich ist ein Mix aus Büchern (z.B. Laura Seiler, Joe Dispensa, Julia Cameron…)  persönlichen Gesprächen und gechanneltem Material optimal.

In der Tabelle unten habe ich ein paar der bekannteren Channels zusammengestellt und mit Links versehen.

ChannelChannelerWebseiteSprache
EliasMary EnnisElias Website
mehr Deutsche Übersetzungen
Deutsch Deutsch
SethJane RobertsBücher Deutsche WebseiteDeutsch
Abraham HicksEsther HicksAbraham Hicks You tube Bücher und You tubes DeutschEnglisch Deutsch
BasharDarryl AnkaBashar Info in DeutschEnglisch Deutsch
KryonLee CarolKryonEnglisch
KrisSerge Grandbois Webseite
Deutsche Übersetzungen
Englisch Deutsch 

Hast Du Dich schon mit Channeling beschäftigt? Was sind Deine Erfahrungen?

Pictures: Pixabay, privat, Wikimedia

© Inge Schumacher

Deine Persönlichkeitsentwicklung zeigt (Neben-)Wirkungen

Es ist wieder passiert. Eine Freundin von mir verliert gerade ihren Arbeitsplatz. Sie meint: Wie gut, dass Du mich gewarnt hast, dass das passieren könnte. Dieser Artikel handelt davon warum ich sie darauf vorbereitet habe.

Persönlichkeitsentwicklung wirkt, hat aber auch unerwartete Folgen

Unter Persönlichkeitsentwicklung verstehe ich meinen Weg zu mir selbst. Seit etlichen Jahren lasse ich immer wieder Sachen los, die ich mit mir herumschleppe.

Mein Lebensziel ist, mich gut kennenzulernen. Ich will mich mögen und wohlfühlen in meiner Haut. Ich bin schon seit vielen Jahren unterwegs. Immer wieder stolpere ich, manchmal über Steine, manchmal über Felsbrocken. Ab und zu muss ich auch eine Schlucht auf einer schwankenden Hängebrücke überqueren.

Blick in eine Hängebrücke

Das hört sich anstrengend an? Ist es auch. Aber ich bin im Training und motiviert weil ich es sich wirklich lohnt.

Mit meiner Persönlichkeitsentwicklung habe ich bisher erreicht

Das motiviert mich immer weiter zu gehen. Ich laufe diesen Weg zu mir selbst zwar alleine, treffe mich aber auch mit anderen Reisenden zum Erfahrungsaustausch. Gemeinsam lässt sich der eigene Weg oft besser verstehen und einschätzen.

Einsame Bank auf dem Deich

Wie sieht meine Persönlichkeitsentwicklung aus?

Der Indikator dafür, dass eine Neuausrichtung meines Weges ansteht ist mein Zufriedenheitsgrad. Mein Körper signalisiert mir mit Gefühlen oder mit körperlichen Symptomen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Das ignoriere ich gerne eine Zeitlang und stapfe stur weiter. Im Laufe der Zeit habe ich aber gelernt besser darauf zu achten. Es wird immer unangenehmer, wenn ich dann keine Ursachenforschung betreibe.

Ich hinterfrage und forsche in verschiedensten Bereichen:

  • Bin ich das wirklich?
  • Tut mir das gut?
  • Warum passiert mir Dieses und Jenes immer wieder?

Ich stelle dann zum Beispiel fest, dass ich zu viel Ausrüstung mit mir herumschleppe. Das erklärt meine Rückenschmerzen.

Losgelassen habe ich bisher

  • Meine Karriere als Unternehmensberaterin
  • Zu viele regelmäßige Abendtermine, ich brauche mehr Spontanität
  • Jede Menge Glaubenssätze was und wie eine Mutter zu sein hat

Im Moment bin ich unzufrieden mit meinen verschiedenen Rollen als

  • Mutter
  • Hausfrau
  • Ehefrau
  • Gärtnerin
  • Flüchtlingshelferin
  • Freundin
  • Heilerin

Ich fühle mich eingesperrt. Es strengt mich an, meinen Erwartungen an diese Rollen gerecht zu werden.

Mein Mann meinte treffend: Du begrenzt Dich zu sehr. Ich spürte, dass er Recht hatte. Auch wenn es mir anfangs schwergefallen ist diese Grenzen überhaupt wahrzunehmen.

Ich beobachte mich seither mehr und achte auf Störgefühle und Impulse. Durch diese Aufmerksamkeit bekomme ich mit wo was nicht für mich passt. Die Grenzen, die ich so gefunden habe bin ich dabei aufzulösen. Damit werde ich wohl noch eine Zeitlang beschäftigt sein.

Der Weg zu Dir selbst ist oft spannender als erwartet

Im Laufe der Reise hast Du Dir idealerweise eine Grundsicherheit erarbeitet. Du weißt wo Du Hilfe beim Klettern brauchst und was Du alleine schaffst. Du wirst mutiger.

Je genauer Du Deinen Weg kennst umso leichter wird es an den Weggabelungen für Dich. Du entdeckst im Laufe der Zeit viel mehr Weggabelungen. Kleine unscheinbare, die Du am Anfang des Weges übersehen hättest, testest Du heute aus. Du weißt, dass Du den Weg zurück zum Hauptweg immer wiederfindest.

Du hältst es aus, wenn sich Dein Ziel ändert und Du eine neue Karte erstellen musst: Entweder hast Du ein Ziel erreicht oder Deine Prioritäten haben sich während der Reise verändert.

Deine Reise ist nicht immer schön. Es gibt Zeiten, da bist Du am Ende Deiner Kraft, müde und ausgelaugt. Manchmal verirrst Du Dich oder Du stehst vor einer Steilwand und musst umkehren.

Handflächen mit Weltkarte

Überraschungen gehören dazu

Richtig spannend wird es, wenn Du mit Ereignissen konfrontiert bist, die scheinbar aus dem Nichts kommen.

Meiner Freundin ist das gerade passiert. Sie ist eine hochqualifizierte Fach- und Führungsfrau. Mein Mann und ich haben schon vor zwei Jahren das Potential gesehen, dass sie sich aus ihrem Job kickt, wenn sie ihren Weg weitergeht. Ich habe ihr deswegen frühzeitig von einer unerwünschten Nebenwirkung von Persönlichkeitsentwicklung berichtet:

Die natürliche Abstoßungsreaktion

Wir sind Magneten, die Dinge in unser Leben ziehen, die zu der Energie passen, die wir ausstrahlen. (Ich meine damit nicht die Energie, die wir denken die wir haben.) Das bedeutet auch, dass wir Dinge und Situationen abstoßen, die nicht mehr zu uns passen.

Jeder kennt das von Freunden, die sich anders entwickeln. Dann geht man getrennte Wege. Gravierender ist es, wenn es um unsere unsere Existenz geht, um den Job.

Ich habe in der Reisen-zu-sich-selbst Community oft miterlebt, dass scheinbar aus heiterem Himmel gekündigt wurde. Von beiden Seiten: Vom Unternehmen und vom Arbeitnehmer aus.

Je nachdem wie bewusst wir sind, bekommen wir mit ob sich etwas zusammenbraut oder nicht. Sind wir vorgewarnt ist es ein bisschen einfacher. Der Jobverlust die Konsequenz vieler Einzelentscheidungen, die wir auf unserem Lebensweg getroffen haben.

Trotz allem: Jobverlust bedeutet den Ausnahmezustand. Alle Lernerfahrungen, die auf dem Weg gesammelt wurden brauchen wir jetzt, unser Supportsystem auch. Am wichtigsten ist dabei die Sicherheit, dass wir uns auf uns selbst verlassen können. Die haben wir immer dabei, egal was passiert.

Meine Freundin ist froh, dass ich sie mehrmals auf die Nebenwirkungen ihres Weges zu sich selbst hingewiesen habe. Immer wieder habe ich ihr von Beispielen anderer Menschen erzählt. Sie hat lange nicht verstanden was das mit ihr zu tun hat.

So war sie anfangs zwar überrascht, aber nicht geschockt. Sie hatte sich schon eine längerfristige Exit-Strategie überlegt. Jetzt zahlen sich die Erfahrungen aus, die sie bisher gemacht hat. Sie weiß, sie kann sich auf sich und ihr Unterstützungsteam verlassen. Sie staunt selbst wie wenig panisch sie ist.

Sie sagt, dass sie weiß dass alles gut wird, sie aber keine Ahnung hat wie. Das muss sie auch nicht. Mein Tipp an sie ist, dass sie diese Zuversicht pflegt. Dann wird sie sicher an ihr Ziel kommen, dass sie jetzt noch nicht kennt.

Deine Persönlichkeitsentwicklung ist so einzigartig wie Du es bist

Jeder Reise zu sich selbst ist anders. Jede Karte sieht anders aus. Es gibt verschiedenste Details und Beschriftungen. Manche sind liebevoll bemalt, andere zerknittert und abgenutzt. Manche verlassen sich auf ihr inneres GPS, andere bevorzugen eine altmodische Karte aus Papier.

Sie alle erfüllen Ihren Zweck. Du erschaffst sie sowieso ständig neu. In jedem Moment, in jedem neuen Jetzt erschaffst Du Deinen Weg und Deine Ausrichtung .

Es ist nie zu spät loszugehen oder umzukehren. Es ist immer recht-zeitig und Zeit genug.

Trotz unerwarteter Nebenwirkungen empfehle ich jedem diese Reise zu anzutreten und zu genießen. Sie lohnt sich immer und ist nie langweilig.

Möchtest Du mehr über Dich und Deinen Weg zu Dir erfahren? Ich schenke Dir eine halbstündige Kennenlern-Einheit.

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder Pixabay und privat

© Inge Schumacher

Corona: Wie Du in Deiner Mitte bleibst

Corona bringt uns aus unserer Mitte. Die Energien in unserer Umgebung sind viel ansteckender als das Virus. Wir können uns dem Geschehen nicht entziehen. Selbst wenn wir uns in der Wohnung einschließen und nicht herausgehen bekommen wir die generelle Unruhe mit. Sie diffundiert quasi durch die Wände.

Angela Brauer hat eine Blogparade ins Leben gerufen, die sich mit dem Thema Krisen beschäftigt. Sie sammelt Artikel, die Mut machen. Da passt dieser Artikel gut. Ich erkläre, warum wir uns Vieles gerade so schwer fällt und gebe Impulse was wir dagegen tun können.

You can read this article in English here.

Die turbulenten Energien stören sogar unsere Technik. Momentan spinnen meine elektronischen Geräte manchmal und Telefonleitungen brechen öfter zusammen.

Es regiert die Angst vor Corona

Die Regierungen haben Angst und reagieren deswegen so stark auf den Virus. Auch deswegen begrenzen sie das öffentliche Leben. Das scheint im Moment sinnvoll zu sein. Ich lade Dich ein, trotzdem kritisch zu hinterfragen, was da gerade passiert.

Wenn wir isoliert sind und Angst haben, dann sind wir besonders gut manipulierbar.

Die Währung von Kontrolle ist Angst. Das könnte künftig vielleicht ausgenutzt werden.

Ich plädiere deswegen dafür unsere Angst bewusst wahrzunehmen und Verantwortung für die eigene Befindlichkeit zu übernehmen. Wir müssen nicht in Angst versinken. Wir können aktiv etwas dagegen tun.

Weniger Strukturen ergeben mehr Unsicherheit

Unsere gewohnten Strukturen werden uns gerade genommen weil Schulen und Betriebe geschlossen sind. Für viele Menschen sind diese Strukturen sehr hilfreich. Fallen sie weg, verursacht das Unsicherheit. Diese Unsicherheit fördert zusätzlich die allgemeine Angst.

Meiner Meinung nach müssen wir langfristig ohnehin lernen alleine für unsere Strukturen zu sorgen. Das können wir jetzt gut üben.

Du kannst Dir selbst helfen

Die allgemeine Angst geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Was mir hilft damit umzugehen ist, möglichst bewusst zu sein. Angst nicht wahrzunehmen oder zu negieren macht sie nur noch schlimmer.

Ist Dir aufgefallen, dass es momentan einfacher ist wütend zu werden?

Beobachte Dich und die Menschen in Deiner Umgebung bitte genau. Mein sonst so ruhiger Mann ist aufgeregter als sonst. Auch bei mir habe ich das festgestellt und mich gewundert. Dabei ist unerheblich, ob wir einen guten Grund dafür haben uns aufzuregen. Zum Beispiel weil

  • Der Nachbar laut ist
  • Die Kinder nerven
  • Du überfordert bist

Das liegt daran, dass wir wegen der Unruhe einfacher Extreme erschaffen. Wir fühlen uns in die Ecke gedrängt. Wir sehen keine Alternativen. Das macht aggressiv. Je länger die angespannte Situation anhält, umso mehr sollten wir  aufpassen was für eine Energie wir ausdrücken.

Fremde Gefühle puffern

Ich versuche genau zu evaluieren woher meine Gefühle kommen: Ich hinterfrage zum Beispiel ob meine Unruhe aus mir oder von außen kommt.

Meine eigenen Gefühle sind Signale, die mich mit wichtigen Informationen versorgen. Gefühle, die von außen kommen kann ich puffern. Das kann ich aber nur, wenn mir bewusst ist, dass sie nicht von mir sind. Deswegen ist mehr Bewusstsein jetzt so wichtig.

Mich rufen Klienten an, die mit der Panik in ihrer Umgebung zu kämpfen haben.

Klienten-Beispiel: Im Hamsterrad

Eine Klientin wandte sich an mich weil sie aus ihrem Sorgen-Hamsterrad nicht herauskam. Sie hatte große Angst davor was sie mit ihrem Hund in einer möglichen Ausgangssperre machen soll.

Wir stellten fest, dass sie nicht im Hier und Jetzt war. Wir arbeiteten auch heraus, dass sie ihre Ängste an ihrem Hund fest macht. Das ist ein natürlicher Vorgang. Angst will ausgedrückt werden und deswegen machen wir sie an etwas Konkretem fest.

Viele von uns machen unsere Ängste an Menschen fest, die uns nahe stehen. Viele Kinder rufen jetzt öfter bei ihren Eltern an und umgekehrt. Ich tue das auch. Es hilft mir dabei mich wohlzufühlen.

Nach unserem Gespräch war sich meine Klientin bewusster was sie tat und wie sie ihre Ängste ausdrückte. Sie versucht ins Hier und Jetzt zu gehen und sich dort zu verankern, wenn sie merkt, dass sie in eine Angstspirale rutscht.

Schreckensszenarien ausmalen hilft nicht: Dann sind wir in der Zukunft

Wir bringen unseren Körper dann nur dazu von Stresshormonen überflutet zu werden. Unser Blutdruck steigt, wir sind im Flucht- oder Todstellmodus. Diese Reaktion hilft uns aber nicht in der Corona Ausnahmesituation. Vor diesem Virus können wir nicht davonlaufen.

Der Schlüssel zum Gestalten ist die Gegenwart

Nur im Hier und Jetzt können wir schwierige Situationen angehen. Die einzigen, die für uns selber effektiv sorgen können sind wir. Das sollten wir uns gerade jetzt klar machen. Je wohler wir uns fühlen desto sicherer ist die Basis, auf der wir stehen. Das hilft uns dabei, die Unruhe um uns herum besser auszuhalten.

Wie bleibe ich in meiner Mitte?

Ich überlege gemeinsam mit meiner Familie was uns gut tut. Wir setzen kleine Highlights und arbeiten daran, dass unsere Stimmung positiv bleibt. Wir drücken unsere Ängste aus und überlegen was wir konkret tun können.

Wir strukturieren unseren Tag: Morgens sitze ich mit den Kindern am großen Tisch und jeder widmet sich seinen Aufgaben. Mein Kleiner hat danach frei und die Mittlere bereitet sich auf den Realschulabschluss vor.

Da gutes Essen die Moral hebt gibt es bei uns jeden Tag etwas Besonderes zu essen:

  • Gemeinsam schnippeln wir einen großen Obstsalat (siehe Beitragsbild)
  • Selbstgebackenes Baguette
  • Waffeln
  • Tacos
  • Pfannkuchen

Panik zu haben ist okay

Da ich versuche bewusster zu sein erkenne ich schnell: Aha, ich habe gerade einen Panikmoment. Dann gehe ich sofort ins Hier und Jetzt. Es gibt keinen Grund für mich Angst zu haben: Der Kühlschrank ist voll und der Familie geht es gut. Im Hier und Jetzt bin ich schnell raus aus dem Sorgen-Hamsterrad.

Wie komme ich schnell ins Hier und Jetzt?

Angst ist zum Glück nur ein Gefühl. Ein Gefühl, das die Zukunft antizipiert und schnell verschwindet, wenn wir es gehen lassen. Folgendes kann helfen ins Hier und Jetzt zu kommen:

1. Den Körper bewegen

Bewegung hilft uns, uns selbst zu besser zu spüren. Dann ist es einfacher uns von den herumschwirrenden Energien abzugrenzen.

Arbeiten in Haushalt und Garten dokumentieren für mich Normalität.

2. Dinge tun, die Spaß machen:

  • Aufbauende Musik. Ich habe eine Gute-Laune-Playlist.
  • Ablenken: Ich nutze die zusätzliche freie Zeit um zu lesen. Ich liebe es mit einem guten Buch in eine andere Realität einzutauchen. Auch sinnlose Computerspiele machen mir Spaß.
  • Ich trage gute Laune Socken (siehe Bild oben)

3. In Kontakt bleiben

Ich telefoniere regelmäßig mit meiner Familie und meinen Freunden. So nehme ich Teil an ihrem Leben und weiß, wie es ihnen geht.

4. Humor ist wenn man trotzdem lacht

Eine Freundin war erleichtert, mit mir am Telefon lachen und scherzen zu können. Sie meinte, viele Menschen mit denen sie zu tun hat hätten ihren Humor verloren. Anscheinend bin ich mit wunderbaren Freunden und Bekannten gesegnet. Sie haben zwar Angst, können aber trotzdem über sich lachen.

Lachen entspannt die Atmosphäre.

Es ist egal worüber: Also ran an die Komödien. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Herumalbern.

Wie gehe ich mit Leuten um, die in Panik sind?

Es hilft nichts, zu sagen: Reg Dich nicht auf, das ist alles nicht so schlimm. Wenn unser Gegenüber in Panik ist, dann bringt das gar nichts. Er fühlt sich nur unverstanden.

Es geht nicht darum ein Echo für diese Menschen zu sein und sie in ihrer Panik zu bestärken. Es kommt darauf an, ihre Wirklichkeit und damit sie ernst zu nehmen. Dadurch drücken wir Unterstützung und Mitgefühl aus. Wir sind dann mit ihnen auf Augenhöhe. So stellen wir einen guten Kontakt her und können etwas von unserer eigenen Sicherheit mit ihnen teilen.

Ein altes Vorhängeschloss in Herzform

Akzeptanz ist die Tür zu unserem Herzen

Du machst einen großen Unterschied, wenn Du offen und ohne Wertung Deinen Mitmenschen gegenübertrittst. Du kannst so die Wirklichkeit viel stärker positiv verändern als Du glaubst.

Ich benutze dafür gerne das Bild von den kreisförmigen Wellen, die ein Stein auslöst, der in einen Teich geworfen wird. Alle, die für sich sorgen und Akzeptanz ausstrahlen sind Vorbilder, die natürlicherweise abfärben.

Konkret etwas tun kann unser Gegenüber aus seinem Ohnmachtsgefühl herausholen.

Stell zum Beispiel die Frage: Was kann ich für Dich tun damit es Dir besser geht?

Beispiel:

Eine Freundin, deren Tochter vor lauter Panik im Dreieck gesprungen ist, ist ruhig geblieben und hat gefragt: Was kann ich tun, damit es Dir besser geht? Die Tochter hat sich gewünscht einkaufen zu gehen. Das haben sie dann gemacht.

Lass Dich von Corona nicht aus Deiner Mitte bringen!

Wir werden alle diesem Virus begegnen, früher oder später. Je mehr Du in Dir ruhst und je sicherer Du Dich dadurch fühlst umso weniger Symptome wirst zu erschaffen.

Bleibe bei Dir und schau auf das, was Du tust. Du musst kein Spielball Deiner Gefühle sein und kannst jederzeit aus Deiner automatischen Reaktion auf sie aussteigen. Ich wünsche Dir mehr Bewusstsein, damit Du weiter gut für Dich und Deine Familie sorgen kannst.

Momentan mache ich viele Fernbehandlungen. Wenn Du Probleme hast in Deiner Mitte zu bleiben unterstütze ich Dich gerne.

Links:

Anna Koschinski hat (im November 2020) folgenden persönlichen Artikel über Stärken stärken und ihre Corona Erfahrungen geschrieben.

Mehr Artikel von mir zur Corona Situation findest Du hier:

  • Corona: Das neue Normal
  • Corona: Leben mit der Angst
  • Corona: Wie Du in Deiner Mitte bleibst

Der Podcast Wie Du diese Krise meistern wirst von Laura Seiler beschäftigt sich auch mit diesem Thema und vermittelt einige gute Übungen.

Mein Facebook live

Auf die Ohren

Meine 5 Minuten Inspiration zum Hören:

Wie Du in Deiner Mitte bleibst
Wie gehe ich mit Ängsten um

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Selbstakzeptanz bedeutet Freiheit

Wir brauchen alle Wertschätzung. Wir wollen gesehen und akzeptiert werden. Leider suchen wir diese Akzeptanz oft im Außen. Wenn wir sie dann bekommen verpufft ihre Wirkung schnell und alles geht von vorne los.

Nur Akzeptanz, die von uns selbst kommt macht uns auf Dauer stark.

Was ist Akzeptanz?

Akzeptanz bedeutet annehmen. Wenn ich etwas akzeptiere bedeutet das nicht dass ich es gut finde: Ich akzeptiere, wie meine Tochter mit ihren Hausaufgaben umgeht. Meine Präferenz muss es nicht sein.

Akzeptanz, die ich nach außen richte nimmt meiner Umgebung den Druck meinen Erwartungen zu entsprechen. Das erleichtert das Zusammenleben.

Selbstakzeptanz bezeichnet das Annehmen der eigenen Person mit all ihren Facetten. Das ist ein Herzensthema von mir, an dem ich ständig arbeite. Denn ich bin noch weit davon entfernt mich vollständig zu akzeptieren.

Wie sollen uns andere wertschätzen, wenn wir es selber nicht tun?

Warum fällt mir Selbstakzeptanz so schwer?

Wir sind daran gewöhnt auf Mängel zu schauen

Vielleicht kommt meine mangelnde Selbstakzeptanz daher, dass sich unsere Kultur so auf den Mangel konzentriert. Babys und Kleinkinder haben noch kein Problem mit Selbstakzeptanz. Aber spätestens ab der 1. Klasse werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir Mängel haben. Wir wachsen damit auf nicht Okay zu sein so wie wir sind. Wir laufen durch unser Leben mit dem Gefühl: Ich bin nicht gut genug.

Fehler werden immer noch nicht akzeptiert

Wir sind Menschen und die machen Fehler. Das wird in unserer Gesellschaft aber immer noch zu wenig akzeptiert. Eine Freundin von mir hörte letztens von ihrem 40-jährigen Chef: Wir haben hier eine Null-Fehler-Kultur. Ich dachte da wären wir schon weiter.

Hand aufs Herz: Was würdet Ihr tun?

Gehe ich für eine Operation lieber in ein Krankenhaus, das Fehler zugibt oder in eins das sagt, dass es keine macht? Das Krankenhaus, das Fehler zugibt hat eine Fehlerkultur und lernt hoffentlich aus seinen Fehlern während das Krankenhaus, das keine Fehler zugibt sich mit diesen nicht genug auseinandersetzt.

Schrecklich: Wie wir mit uns selbst reden!

Lauschen wir unserem inneren Monolog wird klar wie unfreundlich wir mit uns umgehen. Seid ehrlich: Da werden täglich ziemlich deftige Kraftausdrücke gebraucht.

Unser innerer Monolog transportiert damit Hass und Frust und bombardiert uns ständig damit. So machen wir das zarte Pflänzchen unseres Selbstwertgefühls ständig platt.

Was passiert wenn wir uns dauernd selbst beschimpfen?

  • Wir lehnen uns ab und kämpfen gegen uns selbst. Das kostet wertvolle Energie und bringt nichts außer dass wir uns schlecht fühlen.
  • Wir beeinflussen auch unsere Umgebung negativ: Wenn wir uns selber als Dummkopf oder Eierloch titulieren brauchen wir uns nicht wundern, wenn andere das auch tun.
  • Wir konzentrieren uns auf das Negative und erschaffen mehr davon: Wir programmieren uns auf Abwertung in allen Lebensbereichen.
  • Wenn wir glauben wir sind nicht okay führt das dazu, dass wir uns verstellen, damit wir akzeptiert werden. Dann fühlen wir uns nicht wohl weil wir nicht wir selber sein können.

Die laufende Herabsetzung läuft im Unterbewusstsein ab

Wenn uns bewusst ist wie sehr wir uns täglich fertig machen sind wir in der Lage das zu ändern. Erst dann können wir freundlicher mit uns umgehen.

Der Selbstoptimierungs-Wahn

Ich will mich nicht besser an diese hektische Welt anpassen und hinter unerreichbaren Idealen hinterherlaufen. Das ist ineffizient und frustrierend. Deswegen definiere ich Selbstoptimierung so:

Ich will mich wohl in meiner Haut fühlen und meine optimale Realität erschaffen.

Selbstversuch Selbstakzeptanz

Meinen Akzeptanzlevel habe ich in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Bei 100% bin ich aber noch lange nicht. Also habe ich im letzten Jahr folgenden Selbstversuch gemacht:

Jeden Morgen kurz nach dem Aufwachen habe ich mir einige Minuten gesagt: Heute akzeptiere ich mich hundertprozentig. Ich habe das 4 Wochen lang durchgehalten und aufgeschrieben, was mein innerer Monolog mir so entgegen geschleudert. Es war zum Totlachen. Hier ein paar (zensierte) Beispiele:

  • Jetzt spinnst Du total!
  • Was soll denn das?
  • Bringt ja doch nichts!
  • Wie blöd ist das denn?

Mit Selbstakzeptanz hatte das wenig zu tun. Ich habe da einen wunden Punkt getroffen. Eine Steigerung meiner Selbstakzeptanz konnte ich nach diesen 4 Wochen nicht feststellen. Dafür wusste ich, wie viel Arbeit noch zu leisten ist.

Selbstakzeptanz macht frei

Mangelnde Selbstakzeptanz steht mir im Weg und behindert meinen natürlichen Energiefluss. Ich habe festgestellt, dass ich auch in anderen Lebensbereichen an meine Grenzen stoße, wenn ich bei meiner Selbstakzeptanz nicht weiter komme.

Meine Motivation weiter an meiner Selbstakzeptanz zu arbeiten

Eine starke Motivation an meiner Selbstakzeptanz zu arbeiten ist mein Lebensziel, die beste Heilerin zu werden, um Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen. Je mehr ich mich akzeptiere desto besser werde ich. Es fällt mir immer leichter mich in meine Klienten hineinzuversetzen und ich komme einfacher an die Information wo es hakt. Ich werde auch kreativer beim Erarbeiten von individuellen Lösungen.

Selbstakzeptanz gibt uns

  • Vertrauen in uns selbst
  • Emotionale Stabilität
  • Großzügigkeit und Toleranz anderen gegenüber
  • Macht uns attraktiv – für uns und andere
  • Macht uns erfolgreich: konstruktive Kritik können wir besser annehmen und umsetzen ohne dass sie uns wehtut

Wo es mir noch an Selbstakzeptanz fehlt

Ein großer Stolperstein auf meinem Weg zu mehr Selbstakzeptanz ist Ungeduld. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich mit dem Tempo meines Fortschritts in meiner persönlichen Entwicklung hadere. Es geht mir oft zu langsam unabhängig davon was ich erreiche. Da zeigt sich das: „Ich bin nicht gut genug“.

Mein Tempo zu akzeptieren, daran arbeite ich

Wenn mal wieder etwas länger dauert als ich mir vorgenommen habe weil das Leben dazwischen kommt, versuche ich das zu akzeptieren. Es ist nicht schlimm, wenn Hausarbeit liegen bleibt oder ein Blogartikel noch nicht fertig ist. Ich versuche so immer mehr in meinen Flow zu kommen.

Mein Körper

Warum können besonders wir Frauen nicht den Menschen akzeptieren, der uns morgens im Spiegel anschaut? Ich finde immer etwas an mir auszusetzen.

Lange Zeit haben nur die Stellen meines Körpers Aufmerksamkeit bekommen, mit denen ich unzufrieden war. In der Theorie weiß ich, dass die Werbung und die Hochglanzmagazine unrealistische Schönheitsideale verbreiten. Ich habe aber erst vor kurzem wirklich verstanden, dass mir mehr Selbstakzeptanz hilft damit umzugehen.

Als ich bei einem Netzwerktreffen mit einer Bloggerkollegin über Selbstakzeptanz sprach, erzählte sie mir dass sie sich regelmäßig nackt vor den Spiegel stellt und sich schön findet. Ich habe mich von ihr inspirieren lassen und mache das jetzt auch öfter. Es fällt mir immer noch schwer und gerade deswegen ist es eine gute Übung

Ich nehme mir auch mehr Zeit meinem Körper regelmäßig für sein gutes Funktionieren zu danken. Das vergesse ich immer wieder. Es ist ein Skandal wie lieblos und gedankenlos ich ihn oft behandele. Dabei hat er Streicheleinheiten verdient z.B. beim Eincremen und Haare bürsten.

Die Perspektive wechseln und Erfolge wahrnehmen

Aus dem Automatismus des sich Herabsetzens kommen wir nur heraus wenn wir uns positiver wahrnehmen. Deswegen gibt es in jeder Energiearbeits-Session einen Blick auf das, was meine Klienten bereits geleistet haben.

Es fällt uns alleine sehr schwer zu sehen wie weit wir schon gekommen sind. Meine Klienten haben schon so viel in ihrem Leben geleistet und gelernt und sind sich dessen oft nicht bewusst. Es motiviert sie sehr weiter an sich zu arbeiten wenn sie das Erreichte wahrnehmen und sich darüber freuen.

Positive Folgen meiner steigenden Selbstakzeptanz

Ich durfte vor 2 Jahren in einer Meditation erleben wie toll es sich anfühlt mich 100% zu akzeptieren. Das war ein tiefgreifendes Erlebnis von Freiheit und Ruhe. Auf meinem Weg dahin merke ich wie ich mich langsam verändere.

1. Ich verurteile weniger

Ein von mir unerwarteter Effekt meiner Offensive zur Steigerung meiner Selbstakzeptanz ist, dass ich viel weniger urteile. In meiner Familie und außerhalb. Das fiel mir erst vor kurzem auf.

Hier ein Beispiel: Früher hätte ich, wenn ich jemand extrem Übergewichtigen begegnet wäre, gedacht: Wie kann man sich nur so gehen lassen? Heute sehe ich dort einfach einen Menschen.

2. Mein innerer Monolog ist viel positiver geworden

Wenn ich mich doch mal wieder in die Pfanne haue, merke ich das jetzt eher und kann das bewusst ändern.

3. Wertschätzung von anderen nehme ich mehr wahr

Anerkennung von anderen kommt bei mir eher an und ich kann mich darüber freuen anstatt automatisch in Abwehrhaltung zu gehen.

Das ist ein Meilenstein für mich. Ich habe mir daraufhin angeschaut, wo ich Akzeptanz anderer bisher nicht annehmen kann und warum das so ist. Ich habe viele große und kleine Türen gefunden, hinter denen sich überraschende Wertschätzung versteckt hat. Da gibt es bei uns allen bestimmt noch viele Schätze zu heben.

Ich möchte nach dem Grundsatz zu leben: Wir müssen uns nichts verdienen. Wir sind hier. Das reicht.

In der Theorie bin ich leider noch deutlich besser als in der Praxis. An der Art wie stark mein innerer Widerstand gegen diesen Grundsatz ist, kann ich ablesen wie es um meine Selbstakzeptanz steht.

Am leichtesten fällt mir die Umsetzung dieses Grundsatzes in meiner Arbeit mit meinen Klienten. Sie erinnern mich immer wieder daran wie wunderbar wir alle sind: Wie einzigartig und wertvoll. Wir sind alle in einigen Bereichen weiter als in anderen. Jeder von uns hat ein erfülltes Leben verdient.

Selbstakzeptanz ist der Schlüssel zu mehr Freiheit

Wir haben alle Seiten, die wir schwer annehmen können, derer wir uns schämen. Für unsere wachsende Selbstakzeptanz lohnt es sich aber, sich mit ihnen zu befassen. Ist das angenehm? Nein, denn wir müssen dazu unsere Komfortzone verlassen.

Wenn ich mit meinen Klienten Ursachen für Blockaden untersuche stoßen wir oft auf solche versteckten Bereiche. Wir entrümpeln sie dann gemeinsam und schauen uns die Fundstücke liebevoll an. Befreit von Staub und Spinnweben und stellen wir fest, dass sie weder hässlich noch furchtbar sondern sehr wertvoll sind.

Wann bin ich mir endlich selbst genug?

Keine Ahnung wie lange das noch dauert. Selbstakzeptanz ist nicht statisch. Wenn ich gut drauf bin, kann ich mich besser akzeptieren. Wenn ich schlecht drauf bin falle ich eher in alte Muster zurück und haue mich in die Pfanne. Ich höre aber nicht auf an meiner Selbstakzeptanz zu arbeiten, denn es lohnt sich. Ich fühle mich immer freier und kann meine Talente besser nutzen.

Jedes bisschen Akzeptanz, die wir mehr für uns aufbringen steigert unsere Lebensqualität.

Wir fühlen uns wohler in der eigenen Haut und erleben unsere Umwelt weniger begrenzend. Wir geben uns immer mehr die Erlaubnis wir selbst zu sein und das verbessert unser gesamtes Lebensgefühl.

Ich wünsche uns allen, dass wir unser eigener bester Freund sind und entsprechend freund-lich mit uns umgehen.

12 Inspirationen und 10 Übungen, die Dir auf diesem Weg helfen können findest Du in diesem Artikel.

Was sind Deine Baustellen auf Deinem Weg zu mehr Selbstakzeptanz? Ich unterstütze Dich gerne.

Auf die Ohren

Zum Thema Akzeptanz habe ich drei 5 Minuten Inspirationen aufgenommen.

Akzeptierst Du Dich selbst?
Selbstakzeptanz warum sind wir uns nicht genug?
Wo es mir an Selbstakzeptanz fehlt

Buchempfehlungen

  • Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg
  • Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen von Friederike Potreck-Rose und Gitta Jacob
  • Übungsbuch: 10 Minuten für die Selbstliebe von Kim Fleckenstein
  • Lieben was ist von Byron Katie

Bilder: Privat, Pixabay

© Inge Schumacher

Im Flow 2.0

2017 schrieb ich meinen ersten Gastbeitrag (bei Minimal ist Muss von Nic Pinguet) zu im Flow sein.

Das im Flow sein hat mich die ganze Zeit über begleitet.

Was bedeutet im Flow sein?

Im Flow werden wir eins mit unserer Tätigkeit und sind jenseits von Raum und Zeit. Es ist ein Zustand voller Energie und Produktivität. Im Flow sind wir hoch motiviert und konzentriert. Das macht Spaß und ist sehr effizient.

Danach sind wir glücklich und zufrieden: Wir erkennen, wie viel wir geleistet haben und wie mühelos das war.

Woher kommt der Flow Begriff?

Der Glückforscher Mihaly Csiksentmihalyi (hier sein TED Talk) schrieb in den 70er Jahren seine Dissertation über dieses Thema. Er interviewte Künstler und stellte fest, dass sie bei ihrer Arbeit in eine Art Trance gerieten. Sie vergaßen alles um sich herum und gingen ganz in ihrer Aufgabe auf. Sie waren erfüllt und glücklich.

Später interviewte er Unternehmer, die festgestellt hatten dass ihre Mitarbeiter viel effizienter waren, wenn sie an ihrem Arbeitsplatz ihren Spaß und ihre Freude am Umgang mit Technik ausleben konnten.

Voraussetzungen um in den Flow zu kommen

Wir können den Flow nicht erzwingen, aber wir können die Voraussetzungen dafür schaffen. Mir fällt es z.B. relativ leicht mich zu konzentrieren.

Neben Konzentration gibt es noch andere wichtige Voraussetzungen:

  1. Wir brauchen ein klares Ziel: Z.B einen Blogartikel schreiben
  2. Es muss eine machbare Herausforderung sein
  3. Wir brauchen Vorkenntnisse und Erfahrungen dafür: Wir kommen nicht in den Flow beim Inlinern, wenn wir noch nie auf Rollen gestanden haben.
  4. Die innere Motivation: Der innere Schweinehund muss überwunden sein. Wenn wir keine Lust haben hat es keinen Sinn.
  5. Präsent sein und bleiben: Die Arbeitsumgebung sollte möglichst frei von Störungsquellen sein.
  6. Loslassen. Kontrolle passt nicht zu diesem fließenden Zustand. Wir tauchen tief ein in unser Tun. Bin ich beim Bloggen im Flow dann bin ich kreativ. Die Ideen und Gedanken sprudeln und danach bin ich oft überrascht vom Ergebnis.

Das ist keine vollständige Liste. Manche Menschen brauchen auch Druck, z.B. den Druck eines Abgabetermins, um in einen Flow zu kommen.

Beispiele für im Flow sein

Im Flow in Bewegung

Als ich letztens an der Ostsee war, habe ich meine Inliner mitgenommen. Es war Vorsaison und noch kalt, da hatte ich die Strandpromenade ganz für mich. Es war ein tolles Gefühl dahinzugleiten. Meine Bewegungen waren weich und effizient.

Im Flow im Team

Auch in Gruppen habe ich im Flow sein erlebt. Wenn ich mit meinen Kindern gemeinsam koche oder backe fließen wir oft gemeinsam mit unseren Aufgaben.

Mit meinen Klienten bin ich regelmäßig im Flow. Wir gehen dann gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise. Ich bin sehr präsent und alle meine Sinne sind online. Gemeinsam erforschen wir die Wirklichkeit meiner Klienten und sehen nach wo und warum es hakt.

Was genau ist Flow 2.0?

Unter Flow 2.0 verstehe ich einen ganzen Tag und nicht nur eine Aufgabe lang im Flow zu sein. Ich habe das Ziel, möglichst leicht durch mein Leben zu fließen.

Ich machte einen Selbstversuch: Ich wollte einen ganzen Tag bewusst im Flow verbringen. Ist das überhaupt möglich?

Ein Tag im Flow: Der Selbstversuch

An einem schönen Samstag war ich richtig gut drauf. Die Familie schlief noch. Ich hatte keine festen Termine, aber jede Menge Dinge, die ich erledigen wollte.

Ich beschloss diesen Tag zu meinem Flow-Testtag zu machen. Wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass mir solche Experimente viel Spaß machen. Ich hole dann meinen „Indiana Jones“ der Persönlichkeitsentwicklung heraus und bin gespannt welche Schätze ich finde.

Ich dockte den ganzen Tag lang immer wieder bei mir an und folgte meinen Impulsen

Zuerst beendete ich einen Blogartikel für meinen englischen Blog. Dann wollte mein Sohn American Pancakes zum Frühstück. Wir einigten uns auf Waffeln, die wir gemeinsam zubereiteten, was die restliche Familie klasse fand.

Danach recherchierte und schrieb ich noch eine Stunde an einem deutschen Blogartikel und las anschließend ein Fachbuch auf der Terrasse fertig. Mein Mann war für das Mittagessen zuständig, wie schön!

Was jetzt? Eine Freundin zog zwei Tage später um und ich hatte ihr versprochen, einige Möbel für meine Flüchtlingsmentee Evelyn abzuholen. Wir verabredeten uns per WhatsApp und packten die Möbel in mein Flugzeugmutterschiff. So nenne ich unseren Kombi, der einen schier unerschöpflichen Kofferraum hat.

Ich versuchte Evelyn zu erreichen, um zu klären wann ich ihr die Möbel vorbeibringe. Ich erwischte sie nicht und ich war mir auch nicht sicher, ob das in meinen Flowtag passte also ließ ich das los.

Gemeinsam mit meiner Tochter verbrachte ich zwei ruhige Stunden auf der sonnigen Terrasse. Dann meldete Evelyn, dass ich die Möbel vorbeibringen konnte. Ich entschloss mich zu fahren. Mein Sohn wollte mit. Prima, der Beifahrersitz war noch frei.

Wir fuhren los. Meine gewohnte Strecke war gesperrt. Erst war ich genervt, dann erinnerte ich mich an meinen Flowtag und fand eine Alternativroute unter Bäumen. Hamburgs Alleen sind besonders im Frühling wunderschön.

Meine Umzugs-Freundin hatte ich mit ihrer Familie am nächsten Tag zum Mittagessen eingeladen. Spontan wollte ihre Schwester mit Tochter dazu kommen. Als hätte ich das geahnt hatte ich am Tag vorher 500g Hackfleisch zu viel für das Chilli con Carne gekauft. So würde es auch für 10 Leute reichen.

Als wir zurück waren, war es sieben Uhr abends. Ich rührte gerade im Chili auf dem Herd, das mein Mann vorbereitet hatte, als das Telefon klingelte. Es war die Vermieterin einer Wohnung für Evelyn. Wir hatten vor einer Woche ein sehr nettes Telefongespräch geführt. Sie bot uns für morgen einen Besichtigungstermin an, denn jemand war abgesprungen. Super! Ich überbrachte Evelyn die gute Nachricht.

Was für ein Tag!

Die kleinen Aufgaben in Haushalt und Garten fügten sich nahtlos in meinen Flow-Tag ein. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Tag knallvoll war, habe aber viel erledigt.

Am Abend hüpfte ich vor Freude durch die Wohnung. Ich war durch den Tag geflossen und meine Familie und Freunde mit mir. Der Tag war einfach, effizient und überraschend verlaufen.

Fazit des Selbstversuchs Flow 2.0:

Der Selbstversuch ist gelungen. Ich war den ganzen Tag sehr präsent und lauschte auf meine Impulse.  Es war gerade deswegen ziemlich anstrengend, denn ich lief selten im Autopiloten: Ich war sehr aufmerksam und habe genau beobachtet wie meine Energie floss.

Mache ich das nochmal?

Dieser Tag war keineswegs Alltag für mich. Er hatte keine Fixpunkte, also Dinge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt passieren mussten. Deswegen hat er sich so gut für mein Experiment geeignet.

Da es für mich ungewohnt war, den ganzen Tag im Fluss zu bleiben und ich viel Energie in das Präsent sein gesteckt habe, war ich am nächsten Tag müde. Es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht und ich habe wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Ich hoffe ich kann nun besser durch Teile meines Tages schwimmen und sich Vieles ergeben lassen. Das fühlt sich für mich aber noch nicht natürlich an. Da darf ich noch üben.

Wie übertrage ich Flow 2.0 in den Alltag?

Da ich selbstständig bin, habe ich viele Freiheiten. Ich arbeite daran, sie gut zu nutzen und mit meinen Aufgaben immer lockerer durch meinen Alltag zu fließen.

Was kannst Du tun, wenn Du angestellt und nicht in einer Arbeitsumgebung bist, in der Du leicht in Deinen Flow kommst?

Sei es im Großraumbüro oder ganz ohne festen Arbeitsplatz, wichtig ist zu wissen, was Dir gut tut und wann Du Dich wohl fühlst. Wie viel Struktur brauchst Du, wie frei möchtest Du arbeiten? Es gibt oft mehr Möglichkeiten als wir denken, unseren Arbeitsalltag zu gestalten. Im Zuge Änderungen durch die Corona Pandemie sind einige Vorgesetzte bestimmt eher für Experimente zu begeistern als früher.

Ein wichtiger Hinweis, den ich immer wieder gebe, wenn es um präsent sein geht und darum unsere Realität bewusst zu gestalten ist:

Folge Deinen Impulsen

Impulse sind die kleinen Stupser, die man spüren kann, wenn man aufmerksam im Jetzt ist. Ich übe schon lange, sie wahrzunehmen, überhöre sie im Alltag aber auch noch oft. Dann fällt mir auf: Genau diesen Impuls hatte ich gestern schon, warum bin ich ihm nicht gefolgt?

Impulse helfen uns, den optimalen Weg für uns zu finden. Wenn wir offen sind, können wir auf diese Weise jede Menge Anregungen und Ideen einsammeln. Impulse helfen uns, unseren natürlichen Flow zu finden und damit effizienter unseren Weg zu gehen.

Wie kommt Ihr in den Flow?

Links

Wikipedia zu Flow (Psychologie)

Buch von Mihaly Csiksentmihalyi, des „Flow Erfinders“ Das Geheimnis des Glücks Sein TED Talk (in Englisch) und eine unterhaltsame animierte Version in einfachem Englisch.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Das Geheimnis einer wundervollen Partnerschaft II

Partnerschaften sind die großen Herausforderungen unseres Lebens. Wir haben durch sie die Chance gemeinsam den Weg zu uns zu finden.

Dies ist die Fortsetzung des letzten Blogartikels. Ihr lest hier was passiert, wenn wir uns auf die Stärken des Anderen konzentrieren und warum Vergebung so wichtig ist. Außerdem schauen wir uns an warum Trennung eine Chance ist und wie verfahrene Partner-Situationen entspannt werden können.

1. Das Geheimnis der Anziehung

Wir fühlen uns beim Kennenlernen oft angezogen von Eigenschaften, die wir selbst brauchen.

Interessanterweise sind das oft genau die Eigenschaften, die uns später beim Anderen stören. Warum? Weil sie uns immer noch fehlen. Leider ist uns das meist nicht bewusst. Wir merken nur, dass uns etwas fehlt und machen dann unseren Partner dafür verantwortlich. Schaut Euch die Punkte an, die Euch bei Eurem Partner echt nerven und dann überlegt in welcher Form Euch eine Prise davon gut täte!

Beispiel

Ich werfe meinem Mann immer noch ab und zu seine Abgrenzungsfähigkeit vor; seine Leichtigkeit, den eigenen Weg zu verfolgen. Dann fühle ich mich als Opfer, weil ich gerade den ganzen Kleinkram organisiere und die Familie am Laufen halte, aber viel lieber etwas Anderes täte. Eine meiner Lernaufgaben war das bewusste Wahrnehmen dieser Bedürfnisse. Jetzt bitte ich frühzeitig um Hilfe, damit ich die nötige Zeit bekomme für die Dinge, die mir wichtig sind.

2. Ich kenne meine Werte

und damit auch meine Bedürfnisse. Ich lebe meine Werte: Meine Familie ist mir wichtig. Ich schätze es, die Kleinigkeiten des Alltags mit ihr zu teilen.

Außerdem liebe ich es in meiner Praxis Menschen auf Ihrem Weg zu unterstützen. Ich brauche Ansprechpartner außerhalb der Familie und bekomme dadurch wertvollen Input: Dazulernen macht mir viel Freude. Ich engagiere mich als Mentorin, weil ich ein Zeichen für Integration setzen möchte. Das alles balanciere ich aus, indem ich so bewusst und achtsam wie möglich durch meinen Alltag gehe.

Partnerschaft ist keine Einbahnstraße

Mein Mann unterstützt mich sehr auf meinen eigenen Weg. Für ihn ist das selbstverständlich. Als ich das endlich verstanden hatte, war ich überrascht. Ich hatte lange den Glaubenssatz, dass ich es nicht wert bin unterstützt zu werden. Ohne einander wären wir beide heute nicht da wo wir sind.

3. Die Stärken des Anderen wahrnehmen

Ich hatte viel höhere Ansprüche an meinen Mann als an andere Menschen. Er machte mich vor langer Zeit darauf aufmerksam. Das war mir bis dahin nicht bewusst. Das kam daher, dass er mir so nahe war und daher bitte auch perfekt zu sein hatte. Schwächen waren nicht erlaubt.

Meine Stärke

Ich kann mir unendlich viele Kleinigkeiten merken. Das scheint eine Folge meiner Hochsensibilität zu sein. Für meine Arbeit ist das ein großes Plus. Meine Klienten staunen oft, was ich nach Jahren noch alles an Details weiß.

Ich ging leider davon aus, dass mein Mann das auch kann. Ich wurde früher sehr ungeduldig, wenn ich dasselbe mehrmals erzählen musste, weil ich sein Desinteresse  dafür verantwortlich machte. Seine vermeintliche Schwäche hat sich also als meine Stärke entpuppt.

Seine Stärke

Mittlerweile habe ich von meinem Mann viel über das Abgrenzen gelernt. Er ist auf seine Art zugänglich für unsere Kinder. Er kann z.B. viel besser mit extremen Emotionen wie Heulkrämpfen und Wutausbrüchen umgehen als ich. Das ist eine Stärke von ihm, die mich entlastet.

Ich schicke ihn oft zu Lehrergesprächen, denn er hat ein sehr feines Gefühl für Menschen entwickelt und kann gut schwierige Situationen klären.

Beispiel Lernentwicklungsgespräch:

Die Klassenlehrerin meiner Großen hat sie sehr ungerecht behandelt. Sie bekam viel schlechtere Noten für die gleichen Leistungen als ihre Mitschüler. Meine Tochter entwickelte einen Hass auf diese Frau.

Mein Mann kam von diesem Lernentwicklungsgespräch mit einer interessanten Erkenntnis nach Hause. Er meinte, dass die Lehrerin meine Tochter sehr schätzte. Ihr großer Gerechtigkeitssinn machte leider Überstunden und sie beurteilte sie deswegen deutlich schlechter als andere Schüler, um sie ja nicht zu bevorzugen. Der Lehrerin war das sicher nicht bewusst. Meine Tochter konnte aufgrund dieser Info viel besser mit der Lehrerin umgehen und gab nicht mehr so viel Kontra, so dass sich ihre Noten besserten.

Überraschung: Ich entdecke immer mehr Stärken

Seit ich mich mehr auf die Stärken meines Partners konzentriere entdecke ich immer mehr davon. Das hat natürlich mit meiner Wahrnehmung zu tun. Ich finde, wir brauchen alle eine „Stärken-Brille“ im Umgang miteinander, dann fällt uns das Zusammenleben viel leichter.

4. Lernaufgabe: Mit Gefühlen umgehen

Ich war früher ein unberechenbarer Vulkan. Wenn ich explodierte verletzte ich mich auch selbst, was ich lange nicht verstanden habe. Ich musste lernen zu fühlen was ausgedrückt werden wollte; und das bitte sozialverträglich.

Für mich war das vor 30 Jahren unmöglich. Ich hatte so viel von mir verbuddelt, dass ich außer dem Gefühl: Das tut so weh, das will ich nicht! keine Ahnung hatte was wirklich mit mir los war, wenn es aus mir herausbrach.

Der Lernprozess hat lange gedauert. Zuerst habe ich gelernt, dass es sich lohnt hinzusehen, wenn ich explodiere. Meist ging es um Kleinigkeiten, die sich langsam anstauten und der äußere Anlass rechtfertigte dann die heftige Reaktion nicht. Ich lernte hinzusehen, was wirklich dahinter steckte und fand viele alte Verletzungen und Glaubenssätze über die ich immer wieder stolperte bis ich sie endlich wahrnahm.

Mein Mann sagt, er hat durch mich gelernt seine Gefühle deutlich eher auszudrücken und leichter loszulassen.

5. Klar kommunizieren: Was brauche ich von Dir?

Partner reden durchschnittlich 10 Minuten pro Tag miteinander. Diese 10 Minuten sind meist mit Organisatorischem gefüllt: Einkauf , Essen, Termine. Das reicht nicht für die Beziehungspflege. Sie braucht einen ehrlichen offenen Austausch und der kostet Zeit. Hier gilt es Prioritäten zu setzen.

Früher glaubte ich: Du bist doch mein Partner. Du musst das doch wissen! Wissenstransfer per Telepathie funktionierte leider nicht.

Meine Prioritäten sind oft andere als die meines Mannes. Erst wenn ich ihm mitteile, was mir wichtig ist, gebe ich ihm die Möglichkeit zu reagieren und mich zu unterstützen.

Butter bei die Fische: Was will ich?

Klare Ansagen zu machen ist immer noch eine Herausforderung für mich. Erstens muss ich mir klar darüber werden was genau ich brauche und zweitens macht mich das verwundbar: Meine Bitte könnte abgelehnt werden.

Heute bitte ich viel schneller um Unterstützung und beziehe auch die Kinder mit ein. Ein Indikator für mich ist, wenn ich anfange mich gestresst zu fühlen. Dann erkläre ich die Situation und bitte um Ideen. Ich habe gelernt, dass ich ernst genommen werde und wir oft kreative Lösungsmöglichkeiten finden, die allen Spaß machen.

6. Vergebung

In jeder Partnerschaft gibt es Machtkämpfe, Verurteilungen und Schmerz. Im Laufe der Zeit kann sich so ein großer Berg von Verletzungen ansammeln. Ohne Vergebung verstellt dieser Müllberg irgendwann den Blick auf einander. Dann hat die Beziehung keine Zukunft mehr.

Muss das sein?

Leider scheinen wir eine masochistische Ader zu haben und alten Schmerz immer wieder gerne hervorzuholen, um in diesen starken miesen Gefühlen zu baden. Wir haben ein Recht auf unseren Zorn, aber haben wir wirklich Lust dazu, uns immer wieder schlecht zu fühlen? Wir haben auch das Recht uns nicht mehr mit der Vergangenheit zu quälen.

Schmerz, den wir dauerhaft empfinden macht uns krank

Wir finden ihn dann in unseren Körpern wieder: Z.B. als Stresssymptome wie Rückenschmerzen oder Schlaflosigkeit. Durch Vergebung können wir uns heilen. Das bedeutet nichts anderes als Loslassen und das ist manchmal leichter gesagt als getan:

  1. Trauer: Emotionale Schmerzen müssen erst einmal wahrgenommen und angemessen betrauert werden. Verdrängung ist nicht gut, dann gären die Verletzungen im Untergrund weiter.
  2. Vergeben braucht einen Wechsel des Standpunkts: Wir bleiben nicht im Außen beim Anderen, sondern schauen auf uns und räumen bei uns auf: Wir sind dann keine Opfer mehr.

Echte Vergebung hat nichts mit Großzügigkeit oder hoher Moral zu tun. Es ist eine großangelegte Entrümpelungsaktion in unseren Herzen, die sich für alle Beteiligten lohnt.

7. Trennung

Eine Freundin von mir hat sich vor kurzem nach über 20 Ehejahren getrennt. Ihr Mann hatte die Beziehungspflege ihr alleine überlassen und irgendwann war das Ungleichgewicht so groß, dass es nicht mehr passte. Die Beiden sind im Guten auseinander gegangen, auch weil meine Freundin ihn nie schlecht gemacht hat und dankbar für die gemeinsame Zeit sein kann.

Eine Trennung ist eine große Lern-Chance

Wir tun plötzlich Dinge, die wir uns vorher nicht erlaubt haben und entwickeln uns so weiter. Auch haben wir mehr Raum und Zeit für unsere eigene Heilung. Die Trennung sorgt eine Zeitlang dafür, dass wir bekommen, was uns fehlte bevor uns das Leben unsere Themen wieder vorsetzt.

Viele Trennungen kosten unendlich viel Energie

weil bis aufs Messer gekämpft wird. Es ist dann wegen des Schmerzes fast unmöglich den eigenen inneren Frieden wiederzufinden und dem Ex-Partner zu vergeben.

Wir sind dann in einem Teufelskreis gefangen: Der Ex-Partner verhält sich rücksichtslos. Unser Schmerz wächst und wir verurteilen und verachten ihn immer mehr. Wir können ihn aber nicht ändern. Das macht es schwer, die Chance der Trennung zu nutzen und die eigenen Unzulänglichkeiten, die uns der Partner spiegelt, lieben zu lernen.

Das Problem ist, dass wir etwas von dem wir uns lösen wollen zuerst annehmen müssen. Nur, wenn wir nichts mehr von unserem Ex-Partner brauchen sind wir frei für neue Beziehungen.

8. Wie wir blockierte Partner-Situationen entspannen können

Als Expertin für Unsichtbares empfehle ich in festgefahrenen Situationen die Energie zu verändern, um den Teufelskreis zu unterbrechen. Das Geniale daran ist, dass wir dazu nur uns selbst brauchen.

Es geht darum unser Herz sprechen zu lassen, denn das setzt große positive Kräfte frei. Wir erreichen auf diese Weise uns und andere Menschen über die Energieebene und allen Beteiligten geht es danach besser. Das ist dasselbe Prinzip wie bei der Brücke der Sympathie.

Übung: Metta Meditation

Eine gute Möglichkeit für die Entspannung von zwischenmenschlichen Situationen ist die bekannte Metta Meditation. Hier habe ich die Metta Meditation genau erklärt.

  • Mögest Du glücklich sein.
  • Mögest Du Dich sicher und geborgen fühlen.
  • Mögest Du gesund sein.
  • Mögest Du unbeschwert leben.

Schicke täglich zuerst für Dir und dann Deinem (Ex)Partner diese guten Wünsche. Halte das 3 Wochen lang durch. Schicke Dir und dem Anderen so aus tiefstem Herzen positive Energie. Beobachte, wie gut Dir selbst diese Fürsorge tut. Statt Schmerz und Vorwürfen sendest Du nun Akzeptanz und Frieden in die Welt. Das wirkt auch beim Anderen Wunder!

Übung: Fürbitten

Die Fürbitten, die in vielen Religionen ihren festen Platz haben, wirken genauso kraftvoll, wenn sie von Herzen kommen. Ich ermutige meine Klienten oft dazu für andere zu bitten, wenn sie sich in schwierigen zwischenmenschlichen Situationen befinden.

9. Unsere Partnerschaften brauchen dringend Entlastung!

Sie können nicht für unser gesamtes persönliches Glück verantwortlich sein. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie können aber der Dünger für unsere eigene Entwicklung sein.

Arbeit an uns selbst heilt auch die Partnerschaft

Zum Glück haben mein Mann und ich uns von Anfang an mit unserer persönlichen Entwicklung beschäftigt. Ich weiß noch, wie mein Mann 1992 sagte: Dieses Seminar sollten wir gemeinsam besuchen, damit wir auf dem gleichen Stand sind.

Wir haben uns in den 30 Jahren sehr verändert und damit auch unsere Partnerschaft: Wir arbeiten mittlerweile in anderen Berufen und sind beide selbstständig. Wir haben etliche Schwierigkeiten gemeistert und uns eint immer noch der Wille, gemeinsam durch das Leben zu gehen.

Wir brauchen die Freiheit uns immer wieder neu füreinander zu entscheiden.

10. Balance in der Partnerschaft

Leider können wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, denn eine Partnerschaft  verändert sich genauso wie die daran Beteiligten. Funktionierende Strategien müssen deshalb ständig angepasst werden.

Du brauchst nicht alles für mich zu sein

In einer erfüllten Beziehung machen wir uns sehr verletzlich, aber wir geben uns damit auch die einzigartige Chance zu uns zu finden und eine wundervolle Partnerschaft aufzubauen.

Literatur:

  • „Halt mich fest“ von Susan M. Johnson: Bindung als integraler Bestandteil unseres Lebens
  • Eva-Maria Zurhorst: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
  • Chuck Spezzano hat viele gute Bücher über Partnerschaft geschrieben. Ich lese gerade Partnerschaft und spirituelles Leben.

Links

Geheimnis der idealen Beziehung: You tube Interview von Veit Linau und seiner Frau, in dem sie über Probleme sprechen.

Anleitung zur Metta Meditation

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Das Geheimnis einer wundervollen Partnerschaft I

Partnerschaft ist für uns alle ein wichtiges Thema. Wir erleben die damit verbundenen Höhen und Tiefen. Es ist und bleibt ein spannendes Abenteuer.

ist die Arbeit an uns selbst.

Mein eigener Weg, meine 30-jährige Beziehungserfahrung und intensives Literaturstudium kommen zu diesem Schluss. Ihr könnt jetzt also aufhören zu lesen.

Wer weiter liest, bekommt Anregungen zum Nachdenken über sich und seine Beziehungserfahrungen – praktische Beispiele inklusive.

1. Tiefe emotionale Bindungen sind wichtige  Grundlagen unseres Lebens

Wir alle sind mit wenigen Menschen eng verbunden. Der Drang enge emotionale Bindungen herzustellen ist in unseren Genen verankert. Genauso wie Babys und Kinder brauchen auch wir Erwachsene mindestens eine gute Bindung um uns wohlzufühlen. Die Verbundenheit in einer gesunden Partnerschaft ist eine große Kraftquelle für beide Partner.

Eine gute Partnerschaft hält gesund

Menschen in einer guten Paarbeziehung haben weniger Herzinfarkte, niedrigeren Blutdruck und weniger Stresshormone im Blut. Ihre Immun- und Hormonsysteme funktionieren besser und sie sind ausgeglichener als andere. Es lohnt sich also in vieler Hinsicht in seine Partnerschaft zu investieren.

Unser Partner ist unsere Zuflucht. Wenn wir keinen emotionalen Zugang zu ihm bekommen, fühlen wir uns einsam und hilflos. Wir können sogar existenzielle Angst bekommen, wenn dieses Sicherheitsgefühl wegfällt. Das erklärt auch, warum Krisen und Konflikte so starke Emotionen bei uns hervorrufen. Das ist eine ganz normale Reaktion. Seit mir das klar ist, kann ich viel besser damit umgehen.

2. Meine persönliche Paar-Geschichte

Ich kenne meinen Mann seit über 30 Jahren. Ich war 23 und er 25 als wir uns kennenlernten. Ich wusste weder wer ich war noch, was ich vom Leben wollte. Ich kannte weder meine Stärken noch den Sinn meines Lebens. Ich hatte kaum über mich selbst nachgedacht. Im Gegensatz zu ihm. Er hatte schon deutlich mehr über sich reflektiert und das faszinierte mich.

Wir sind sehr verschieden: Mein Mann ist eher introvertiert, ich extrovertiert. Ich interessiere mich für alles um mich herum. Er ist fokussiert auf weniger Interessen. Struktur ist mein 2. Vorname; seiner ist Otto-Heinz (wirklich!). Unsere gemeinsame Basis sind unsere Wertvorstellungen.

Der gemeinsame Weg war und ist nicht einfach. Wir haben drei Kinder und schon etliche brenzlige Situationen überstanden. Wie haben wir es bis heute miteinander ausgehalten? Wir haben nach und nach ein Instrumentarium zur Pflege unserer Partnerschaft zusammengestellt. Es war hilfreich, dass jeder von uns an sich selbst arbeitet.

3. Das Märchen vom idealen Partner

In den Medien, in Romanen und Filmen wird uns vorgegaukelt, dass der ideale Lebenspartner das ewige Glück auf Wolke 7 bedeutet. Der ideale Partner ist der tollste Mensch: Er sieht aus wie ein Model, ist hochintelligent und wohlhabend. Er gibt einem alles, was einem fehlt.

Wir fühlen uns beim Kennenlernen oft angezogen von Eigenschaften, die wir gerne hätten und deswegen bewundern.

Nach der Verliebtheit

wird es spannend. Die Masken fallen und da wo Annahme und Heilung stattfinden könnte beginnt leider oft eine wortlose Leere. Wir bemerken, dass wir nicht bekommen was wir wollen und verstummen dann enttäuscht.

Wir haben nur dann Liebe und Akzeptanz für den Anderen wenn er genau das tut, was wir brauchen. Sonst fühlen wir uns als arme Opfer.

Was für eine verrückte Idee!

Weil wir unsere eigenen Verletzungen nicht erkennen geben wir unserem Partner die Schuld an einem Defizit, das nur wir selbst beseitigen können: Wir geben dem Anderen die Verantwortung dafür unsere Mängel zu beseitigen.

4. Wir bringen alle Verletzungen mit

Wir alle gehen auf irgendeine Art und Weise traumatisiert in eine Partnerschaft. Das Leben hat uns kleine und große Verletzungen mitgegeben. Viele von uns schleppen Traumata aufgrund von Ablehnung mit sich herum. Das sind unsere wunden Punkte, auf die wir sehr sensibel reagieren.

Beispiel: Mein automatischer Rückzug

Wenn es mir emotional sehr schlecht ging, habe ich total zugemacht. Das habe ich als Überlebensstrategie aus meiner Ursprungsfamilie mitgenommen: Ich habe gelernt, mich nicht verletzlich zu zeigen, wenn ich schwach war. Denn dann wurde ich noch mehr verletzt.

Es dauerte lange bis ich verstanden hatte, was für einen Mechanismus ich da etabliert hatte und warum. Mein Mann hat mich zwar immer wieder darauf aufmerksam gemacht aber ich habe es nicht verstanden. In meiner Wirklichkeit habe ich ihn vor mir geschützt. Ihm tat es weh, wenn ich ihn ausschloss. Meine Reaktion trennte uns und wir waren dann beide einsam.

Erst als mir wirklich bewusst war, was ich tat und warum, konnte ich dieses Verhalten ändern. Ich habe so langsam gelernt, dass ich bei ihm sicher bin.

Besonders schwierig haben es Menschen, die sich von Anfang an nicht gewollt fühlen, weil sie schlimmstenfalls bereits im Mutterleib einen Abtreibungsversuch überlebt haben. Wachsen sie dann noch nicht geliebt und nicht beschützt auf, haben sie es besonders schwer:

Diese Menschen mussten ihre Identität aufgegeben um möglichst unauffällig zu sein. Sie waren gewohnt alle Gefühle bei sich zu behalten. Sie hatten keine Möglichkeit zu lernen wie man mit Gefühlen umgeht, außer sie auf keinen Fall rauszulassen, um nicht verlassen zu werden.

Diese Menschen brauchen viel Resilienz, um solche schwierigen Familienverhältnisse zu überstehen. Sie bringen denkbar schwierige Voraussetzungen dafür mit eine erfüllende Partnerschaft aufzubauen.

5. Partnerschaft ist kein Tauschhandel

Viele Partnerschaften starten mit Tauschhandel, meine auch. Ich erwartete, meine Bedürfnisse von meinem Partner erfüllt zu bekommen. Das Problem ist: Wenn beide etwas brauchen und es nicht bekommen, dann fühlen sich beide betrogen und enttäuscht.

Ich hatte die Erwartung, das Liebesdefizit aus meiner Kindheit von meinem Partner ausgeglichen zu bekommen und mich dann nicht mehr so einsam zu fühlen. Es war ein langer Lernprozess bis ich begriffen habe, dass dafür nicht mein Mann, sondern ich selbst zuständig bin.

Die Theorie ist einfach: Wie kann ich erwarten, dass ein Anderer mich versteht und liebt, wenn ich es selbst nicht tue?

Was in unseren Beziehungen vor sich geht ist Ausdruck unserer Beziehung zu uns selbst

Leider gibt es niemanden auf der Welt außer uns selbst, der uns Zufriedenheit geben und uns von unserem Schmerz befreien kann.  Eine liebevolle Beziehung gibt den Rückhalt für diese wichtige Arbeit an uns selbst.

Eine schwierige Lernaufgabe:

Der Schmerz, den wir in der Partnerschaft spüren ist die Einladung an uns genau hinzusehen. So lange ein Thema nicht von uns bearbeitet ist, erinnert uns unsere Umgebung immer wieder daran. So lange bis wir etwas tun.

Sei Du das von dem Du im Leben mehr haben möchtest. Möchtest Du mehr Liebe, Freiheit und Vertrauen, dann gehe in Vorlage, denn Mangeldenken erzeugt mehr Mangel.

6. Der ideale Partner

unterstützt Dich auf Deinem Weg zu Dir selbst: Er bringt Dich aus Deiner Komfortzone, indem er Dich auffordert zu wachsen. Er ist Dein Spiegel. Nutze ihn! Der ideale Partner

  • Sieht Dich und Dein Potential
  • Bringt Dich dazu hinzuschauen
  • Fordert Dich auf zu wachsen
  • Triggert Dich da wo Du an Dir zweifelst und Heilung brauchst
  • Macht Dich auf alte Muster aufmerksam
  • Will, dass du du selbst bist

Das bedeutet nicht, dass Dein Partner Dein Coach ist. Im Gegenteil, Du musst Dein eigener Coach sein. Du hast immer allein die Verantwortung für Dich. Das bedeutet nicht, dass Du den Weg immer alleine gehen musst. Sich Hilfe holen ist erwünscht. Das war ein großer Teil meiner persönlichen Lernaufgabe.

Kinder sind Bonus-Spiegel

Die Erfahrung mit meinen Kindern ist, dass sie mir oft einen Spiegel vorhalten. Meine Kinder pieken oft genau dahin wo meine wunden Punkte sind. Wenn es bei mir Aua macht, denke ich: Bingo: Voll ins Schwarze getroffen! Und ja, natürlich verdrehe ich dabei manchmal die Augen!

7. Der Weg zu uns selbst ist auch der Weg zum Partner

Bedeutet das, dass ich nicht fähig bin, eine gute Beziehung zu haben, wenn ich noch nicht bei mir angekommen bin?

Nein! Ich bin ein gutes Beispiel dafür, den langen Weg zu sich selbst in einer Partnerschaft zu gehen.

Wenn wir unser Beziehungsglück finden wollen brauchen wir den Willen

  • uns selbst besser kennenzulernen
  • uns zu öffnen für Entwicklung und Erweiterung
  • uns unsere Schmerzen anzusehen
  • die Einsamkeit zu ertragen, die mit innerem Wachstum verbunden sein kann

Denn: Dein wichtigster Lebenspartner bist Du selbst. Das ist die engste Beziehung in Deinem Leben. Pflege sie. Es lohnt sich!

Ziel Deiner persönlichen Entwicklung sollte sein

  • Dich selber zu spüren
  • Immer wieder Kontakt zu Dir aufzunehmen
  • Deinen Körper zu fühlen und mit ihm eins zu werden
  • Eigene Gefühle zuzulassen
  • Gesunde Autonomie aufzubauen

Keine Garantien

Es gibt leider keine Garantien, ob eine Partnerschaft klappt. Die gibt es auch nicht, wenn ich an mir und für sie arbeite. Es war sehr befreiend für mich, das Bild vom „Es muss ewig halten“ loszulassen.

Jeder muss seine eigene Wurzeln bilden, die ihm Halt geben und ihn mit Nährstoffen versorgen.

8. Konflikte in Partnerschaften

Zwischenmenschliche Begegnungen sind immer auch energetische Prozesse. Wir hören etwas und reagieren auf die dahinterliegenden Botschaften, also die Art und Weise wie etwas gesagt wird. Da wir uns als Partner nahe sind, entwickeln wir sehr feine Antennen füreinander.

Ein vorwurfsvoller Tonfall treibt den Partner z. B. schnell in eine Verteidigungshaltung und kann einen Streit provozieren:

Wenn sich zwei verwundete Kinder streiten, die beide Recht haben wollen, dann können Konflikte nicht zu Lösungen führen. Wir drehen uns dann in einem Teufelskreis aus Vorwürfen und Entgegnungen, Angriff und Rückzug und fügen uns gegenseitig Verletzungen zu.

Ein Beispiel für kreative Konfliktlösung: Mein 21. Hochzeitstag

Ein halbes Jahr vor unserem 20. Hochzeitstag fragte ich meinen Mann, ob wir etwas Schönes zu zweit unternehmen wollten. Ich bekam einsilbige Antworten. An anderen Jahrestagen sind wir essen gegangen oder haben gar nichts gemacht und das war OK. Nach 3 Monaten gab ich genervt auf und er hat den Hochzeitstag dann auch tatsächlich vergessen. Ich war tief verletzt.

Ich war so verletzt, dass ich ihn erst Monate später in einem ruhigen Moment fragen konnte, was bei ihm los war. Er erklärte mir, dass er es hasst, etwas tun zu müssen nur weil das von ihm erwartet wird. Das weiß ich natürlich. Er hat sich so sehr über die Erwartung geärgert, den 20. Hochzeitstag besonders zu begehen, dass er erst recht keine Lust hatte. Leider hat er versäumt, das zu kommunizieren.

Mein Experiment: Ich feierte allein

Für mich war klar: Das möchte ich nicht noch einmal erleben. So habe ich beschlossen, den nächsten Hochzeitstag von jeglicher Erwartung meinerseits zu befreien. Ich habe ihn sehr bewusst von der ersten bis zur letzten Minute begangen – alleine. Den ganzen Tag habe ich die Zeit mit meinem Liebsten Revue passieren lassen und es kamen sehr viele positive Gefühle hoch. Das Experiment war ein voller Erfolg, was mich sehr überrascht hat.

Was ist passiert?

Ich habe eine Win-Win Situation geschaffen. Ich habe mich befreit von den Erwartungen an meinen Mann. Ich war dadurch kein Opfer mehr, sondern Erschafferin. Mein Mann hat auch profitiert, denn er bekam von mir nur positives Feedback.

Mein Glaubenssatz besagte bis dahin, dass man einen Hochzeitstag nur zu zweit feiern kann. Wie falsch das war habe ich mir bewiesen. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, weiter kreative Problemlösungen zu suchen und auszuprobieren.

9. Kommunikation ist das Allerwichtigste

Egal was passiert, wenn wir offene Kommunikationskanäle haben, dann finden wir immer wieder zueinander. Wichtig ist, dass beide Partner im Konfliktfall ihr Gesicht wahren können.

Unterschiedliche Streitkulturen

Ich war von zu Hause das Herumschreien bei Konflikten gewöhnt. Wirkliche Konfliktlösung, die zu mir passt, habe ich nicht gelernt.

Früher wurde ich in Konflikten laut und mein Mann verstummte – oft für etliche Tage oder sogar Wochen. Diese Reaktion hatte er aus seiner Ursprungsfamilie mitgebracht. Unsere unausgegorene Streitkultur hat es uns in der Anfangszeit unserer Beziehung schwer gemacht.

Beziehungs-Meetings

Mit der Zeit haben wir eine akzeptierende Gesprächskultur entwickelt. Wenn wir richtig große Probleme bearbeiten vereinbaren wir einmal die Woche einen Termin von einer Stunde. Wir reden auf Augenhöhe und jeder darf ausreden.

Ohne die jahrelange Arbeit an uns selbst hätten wir es nicht bis hierhin gebracht. Dafür sind wir beide dankbar.

Habt Ihr Tipps, die sich in Eurer Beziehung bewährt haben? Bitte in die Kommentare, denn wir können alle voneinander lernen.

Im nächsten Blogartikel könnt Ihr mehr über die Geheimnisse einer wunderbaren Partnerschaft lesen.

Literatur:

  • „Halt mich fest“ von Susan M. Johnson: Bindung als integraler Bestandteil unseres Lebens
  • Eva-Maria Zurhorst: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
  • Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation
  • Franz Ruppert: Wir in einer traumatisierten Gesellschaft

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Übungen und Inspirationen zu Resilienz: Was uns stärker macht

Hier findest Du viele Inspirationen und Übungen zur Stärkung Deines psychischen Immunsystems, Deiner Resilienz.

Resilienz ist unser seelisches Immunsystem

Durch unsere Resilienz überstehen wir schwierige Lebenssituationen ohne dauerhafte Beeinträchtigungen.

Wir alle besitzen dieses psychisches Immunsystem, das uns hilft Stress, Druck und Rückschläge zu bewältigen und zu überwinden. Als Kind wird die Basis für dieses Immunsystem gelegt.

Den ausführlichen Artikel zum Thema Resilienz findest Du hier.

Als Erwachsene haben wir die Verantwortung dafür zu sorgen, dass unsere Resilienz trainiert wird und wir uns einen Resilienzvorrat für Notfälle aufbauen.

Wie Dein Resilienz-Training aussieht ist egal

Hauptsache ist, Du bist Dir bewusst, dass Du dieses Immunsystem hast, das ab und zu Deine Aufmerksamkeit braucht.

Ich halte viel von einfachen Übungen. Wir werden durch Übungen aktiv und stellen so die Zeichen auf Veränderung.

Übungen verursachen außerdem neue Verknüpfungen im Gehirn. Wir schalten unseren Autopiloten aus und eröffnen uns neue Wege und Möglichkeiten.

Für Dein Resilienz-Training habe ich für verschiedene Resilienzfaktoren Inspirationen und Übungen zusammengestellt. Vieles davon nutze ich selber und habe es auch ausprobiert. Je mehr Schutzfaktoren wir haben desto widerstandsfähiger sind wir. Such Dir etwas aus und lege los!

Inspirationen und Übungen zur Stärkung Deiner Resilienz

1. Inspiration: Nutze Deine Stärken auf andere Art und Weise

Auf Deine Stärken kannst Du Dich immer verlassen. Kennst Du sie? Schreibe 5 Stärken auf. Wenn Dir keine einfallen, frage Menschen in Deiner Umgebung oder lass dich im Internet inspirieren.

Hier einige Beispiele wie Du Deine Stärken kreativ anders einsetzen kannst:

  • Großzügigkeit: Verschenkst Du gerne etwas? Schenke Dir selbst etwas Kleines.
  • Verzeihen: Du kannst gut verzeihen? Verzeihe Dir selber jeden Tag etwas.
  • Lebensfreude: Du bist oft gut drauf? Drücke das einmal anders aus: Trage verrückte Farben oder eine Blume im Haar.
  • Humor: Bring Dich selber zum Lachen.
  • Dankbarkeit: Zeige Menschen Deine Dankbarkeit, die sie sonst nicht sehen. Damit sorgst Du für schöne Überraschungen: Als ich mich bei einem Flixbusfahrer ausführlich für die sichere Fahrt bedankt habe, hat er seinen Ohren nicht getraut.
  • Fairness: gilt auch für Dich. Achte darauf, ob Du heute fair behandelt wurdest. Tritt für Dich ein und sag etwas, wenn das nicht so war.

 2. Übung für ein realistisches Selbstbild

1. Dein Selbstbild:

Schreibe auf ein Blatt Deine Erfolge oder Stärken und auf ein anderes Deine Misserfolge oder Schwächen und markiere die drei wichtigsten.

2. Das Fremdbild:

Hole Dir danach Infos von anderen: Chefs, Kollegen, Freunde oder Angehörige. Welche Stärken und Schwächen nehmen sie bei Dir wahr? Welche humorvollen Bemerkungen werden über Dich gemacht? Schreibe das Fremdbild auf eigene Blätter.

3. Zusammenführung

Lege die Blätter nebeneinander und untersuche die Unterschiede. Gibt es Überraschungen? Diese Übung ist übrigens eine gute Vorbereitung für Vorstellungsgespräche.

Sich selbst gut einschätzen zu können ist wichtig.

Du kannst in Krisensituationen besser beurteilen wie viele Reserven Du hast und wann es zu viel für Dich wird.

Ich gehe öfter bewusst über meine Grenzen. Ich habe mich dann dafür entschieden. Ich weiß, dass ich danach mehr Erholungszeit brauche und das nehme ich in Kauf.

3. Inspiration: Die Brücke der Sympathie entschärft schwierige Situationen 

Vor Jahren hatte eine gute Freundin von mir große Probleme mit einer sehr schwierigen Chefin.

Sie strahlte natürlich jeden Tag mehrfach aus wie unmöglich sie diese Frau fand. Die Chefin reagierte darauf mit Mikromanagement: Sie kontrollierte meine Freundin minutiös. Meine Freundin wollte ihre Freiheit zurück haben und nicht ihren Job wechseln.

Ich rat ihr zu folgendem: Sie sollte etwas finden, das sie an dieser Frau wirklich schätzte und das täglich ausstrahlen. Es hat geklappt! Das Mikromanagement hörte auf und die Arbeitssituation wurde deutlich entspannter – für beide Seiten.

Kurt Tepperwein hat diesen Wertschätzungstrick die Brücke der Sympathie genannt. Hier mein Artikel dazu.

4. Inspirationen und Übungen zu Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist der Glaube an die eigene Kompetenz. Um Deine Selbstwirksamkeit zu stärken brauchst Du immer wieder positive Erfahrungen. Um diese zu sammeln musst Du zuerst aus der Komfortzone raus. Hier ein paar Beispiele:

1. Sichtbarer in Gruppensituationen

a. Stehe so gerade und locker wie möglich

Statt auf den Boden zu starren, wenn Du unsicher bist, suche Dir einen Gegenstand auf Augenhöhe. Du stehst gerader und wirkst offener.

b. Mach Dich interessant

Halte Dich nicht im Hintergrund und verstecke Dich. Gehe auf mindestens eine Person zu, frage nach und höre zu. Zur Vorbereitung reicht schon eine kurze Beschäftigung mit den aktuellen Nachrichten.

c. Zeig Dich

Ich habe auf dem Kongress für Nachhaltigkeit und Verantwortung im November am ersten Tag einen lila Blazer angezogen. Ich wollte gesehen werden! Ich bin aufgefallen und habe wertvolle Kontakte geknüpft. Dass das eine riesengroße Überwindung für mich war hat bestimmt keiner gemerkt.

2. Glaubenssätze entlarven und verändern

Glaubenssätze sind Überzeugungen und Einstellungen also Lebensregeln, die wir im Laufe unseres Lebens unbewusst verinnerlicht haben. Sie sind sehr wichtig, weil sie unser Verhalten bestimmen:

Wenn sich jemand minderwertig fühlt, hat er das Bestreben, andere auf seine subjektive Größe zurechtzustutzen: Er strahlt aus: Alle anderen sind doof oder inkompetent und handelt entsprechend.

a. Was hindert mich daran …?

Wie finde ich meine Glaubenssätze? Ich muss sie ja erst erkennen. Das kann ich z.B. durch Fragen zu meinen Ziele erreichen: Mir hilft die Frage: Was hindert mich daran…?

Schreibe das was Dich an der Zielerreichung hindert auf und Du wirst einigen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen.

b. Glaubenssätze ändern

Glaubenssätze verändere ich durch Umdeutung und setze mit kleinen Aktionen Zeichen.

GlaubenssatzVerhaltensänderungUmdeutung
Ich bin dummIch melde mich als Experte zu einem ThemaIch mache mich schlau
Ich fühle mich kleinIch gehe heute sehr aufrecht und geradeIch bin groß
Ich fühle mich machtlosIch tue etwas KleinesIch handle

5. Inspirationen und Übungen zu Selbstvertrauen

Das Annehmen von Komplimenten musste ich lange üben und ich fühle mich heute noch manchmal komisch dabei. Ich denke dann bewusst: Das hast Du verdient, einfach weil Du da bist. Wie ist das bei Dir?

a. Mit Aufregung umgehen

Deinen Atem hast Du immer dabei. Ruhiges Ein- und Ausatmen erdet und gibt Sicherheit.

b. Fake it until you make it

Powerposen sehen doof aus und fühlen sich komisch an, wirken aber. Du brauchst dafür nur 2 Minuten Zeit und einen ruhigen Platz.

Beispiele für Powerposen
  • Reiß die Arme hoch wie ein Sieger
  • Trommel Dir auf die Brust
  • Im Sitzen: Verschränke die Hände hinter dem Kopf und lehne dich zurück
Sei Wonderwoman oder Superman
  • Stell dich mit den Beinen hüftbreit auseinander
  • Richte Dich zu Deiner vollen Größe auf
  • Stütze deine Hände in deine Hüften

c. Lächeln wirkt Wunder

a. Akzeptieren heißt nicht resignieren

  1. Wenn Dich eine Situation ärgert schätze ab wie viel emotionale Energie sie Dich kostet. Nutze dazu eine Skala von 1 bis 10.
  2. Wie viel besser würdest Du Dich ohne das Ärgernis fühlen?
  3. Nimm eine Beobachterperspektive ein und versuche die Situation ohne Bewertung zu beschreiben. Wenn Du selbst emotional zu involviert bist, frage jemanden, der nicht direkt betroffen ist.
  4. Übernehme die Beobachterperspektive für Dich: Wie viel emotionale Energie kostet die Situation jetzt noch auf der Skala von 1 bis 10?
  5. Übe Dich in dieser Beobachterperspektive immer wenn Du an die Situation denkst.

Übungsfeld dafür kann z.B. Ärger mit dem Nachbarn oder die tägliche Fahrt zur Arbeit sein.

b. Unbequeme Situationen aushalten

  • Stell Dir die Frage: Was müsste ich denken oder tun um eine Situation besser zu ertragen und ruhig zu bleiben? Ich habe gelernt, den „Atommüll“ in den Zimmern meiner Kinder in Grenzen zu akzeptieren und spare uns allen damit viel Ärger, Zeit und Energie.
  • Achte auf Deine Sprache: Die Wortwahl ist eine einfache Methode Gefühle zu beeinflussen: Es macht einen großen Unterschied ob Du eine Situation als „schlimm“ und „unerträglich“ bezeichnest oder als „unangenehm“ oder „bedauerlich“.
  • Den Blick auf Deine langfristige Zufriedenheit zu richten relativiert die kleinen Ärgernisse des Alltags.

7. Inspirationen zu realistischem Optimismus

Meiner Meinung kann man Optimismus üben. Eine positive Einstellung lässt mich einfacher durchs Leben fließen, denn Probleme interpretiere ich nicht gleich als persönliche Angriffe gegen mich.

Der Ton macht die Musik

Ich bemühe mich um eine positive Sprache seit mir klar ist welche großen Auswirkungen das auf meinen Alltag hat.

Unser innerer Monolog versorgt uns mit ca. 50.000 Gedanken pro Tag. Hör Dir bewusst an, was Du alles vor Dich hin murmelst. Wie oft machst Du Dich fertig? Ein wenig Achtsamkeit hilft schon den Automatismus negativer Sprache zu durchbrechen.

Ich pflege keinen Kontakt mehr zu Freunden, die gebetsmühlenartig über ihr hartes Los klagen, aber nie versuchen, etwas zu verändern. Sie können gerne ohne mich Opfer sein.

8. Inspirationen und Übungen zu Flexibilität

a. Mach täglich etwas anders als sonst

Nimm einen anderen Weg zur Arbeit oder frühstücke mit ungewohnter Musik. Ich ziehe manchmal zwei verschiedene Socken an und erinnere mich so daran, etwas anders zu machen. So kann Flexibilität auch zur Routine werden.

Das ist eine sehr gute Übung um zu lernen, die eigene Realität bewusst zu erschaffen: Beobachte Dich: Was ändert sich in Deiner Energie und in Deiner Umgebung? Gefällt Dir das?

b. Ein Plan B

Jeder, der Kinder hat, kennt das: Sie zwingen uns oft flexibel zu sein. Wir planen etwas und dann kommt das Leben dazwischen und schon müssen wir umdisponieren. Ein Plan B kann da hilfreich sein.

c. Die Technik der 6 verschiedenen Denk-Hüte von De Bono:

Verschiedene Sichtweisen führen zu unterschiedlichen Lösungen. Setze Dir nacheinander folgende Hüte auf und finde Argumente:

  1. Weißer Hut: Neutralität
  2. Roter Hut: Subjektive Meinung
  3. Schwarzer Hut: Objektiv negative Aspekte
  4. Gelber Hut: Objektiv positive Aspekte
  5. Grüner Hut: Kreativität
  6. Blau: ordnendes Denken: Überblick

d. Durch gezielte Fragen zu mehr Lösungen

Eine gute Methode, um systematisch ein Thema von vielen Seiten zu beleuchten:

  1. Problemstellung: So viele Fragen aufschreiben, wie Dir einfallen und keine streichen.
  2. Sortiere die Fragen in Gruppen und Untergruppen
  3. Finde Antworten zu den einzelnen Gruppen. Welche Lösungen hast Du gefunden?

e. Offen für Anregungen von außen sein

Das funktioniert am besten, wenn Du konstruktive Kritik nicht persönlich nimmst sondern eher als Bereicherung ansiehst.

Dadurch kannst Du mehr Handlungsalternativen zu sehen und flexibler werden. Du hast immer Wahlmöglichkeiten. Du musst sie nur wahrnehmen können.

Welche Inspirationen und Übungen passen zu Dir?

Ich will mit diesem Artikel Deine Aufmerksamkeit auf Dein psychisches Immunsystem und die vielen Möglichkeiten für dessen Training zu lenken. Wenn Du bis hierhin gelesen hast, ist mir das gelungen. Ich hoffe, Du nimmst Einiges für Dich mit.

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Hauptanliegen meiner Arbeit als Heilpraktikerin und ich finde es toll, dass mein Blog mich darin unterstützt.

Wenn Du gute Übungen kennst, die Dir weiterhelfen, immer her damit!

Bilder: Pixabay

© Inge Schumacher

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